Ars Electronica Festival 2015 Der Zukunft wieder einen Schritt voraus!

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Ars Electronica blickt wieder in die Zukunft! Weiterlesen

Ein chinesischer Tempel zu Besuch in Salzburg

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Zhang Huan „My Temple“

bis 29. September 2015

Die Salzburg Foundation präsentiert das zweite Kunstprojekt Krauthügel in Salzburg. Das Kunstprojekt Krauthügel ist eine auf fünf Jahre angelegte Kooperation zwischen der Salzburg Foundation, der Erzabtei St. Peter und der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. 2014 war Tony Cragg der erste Künstler der seine drei einzigartigen Bronzeskulpturen „Points of View“, „Runner“ und „Mixed Feelings“  auf dem Krauthügel präsentierte. Weiterlesen

Spektakulärer Fund – im Depot des Keltenmuseum – eines unscheinbaren Keramikfragment, welches zu einer Trinkschale gehörte, die vor 2500 Jahren von Griechenland nach Dürrnberg/Hallein gelangte.

Holger Wendling, Leiter des Fachbereiches Archäologie und Dürrnbergforschung freut sich
über seine Neuentdeckung im Depot des Keltenmuseum Hallein: Die winzige Scherbe ist von
enormer wissenschaftlicher Bedeutung. Foto: Copyright: Keltenmuseum Hallein/Coen
Kossmann

Depot übersetzt > Aufbewahrungsort für größere Mengen von Gegenständen; Sammellager. In solchen Depots kann man auch viele verborgene Schätze finden. So geschehen im Keltenmuseum. Hier lagerte seid über 36 Jahre ein unscheinbares Keramikfragment. Dieses Keramikfragment, enthüllte der Archäologe Dr. Holger Wendling M.A. als ein sehr wertvolles Stück, es gehörte zu einer Trinkschale, die vor 2500 Jahren von Griechenland nach Dürrnberg/Hallein gelangte. Importe aus dem Mittelmeerraum waren jenseits der Alpen extrem selten: der sensationelle Neufund ist das dritte Stück antiker griechischer Keramik, das jemals in Österreich gefunden wurde.

Ein Sensationsfund der nicht bei archäologischen Grabungen stattfand, sondern schlicht und einfach im Depot des Keltenmuseum. Verpackt in einer Pappschachtel, mit anderen Funden aus den Ausgrabungen im Jahr 1983.         1983 hat man viele Grabungen am Dürrnberg durchgeführt, und so wurden hier manche Funde einfach im Depot aufbewahrt und dürften auch in Vergessenheit geraten sein. So gesehen ist die Archäologie in der keltischen Salzmetropole am Dürrnberg bei Hallein immer wieder für eine Überraschung gut. Wer weiß, welche Schätze hier noch im Verborgenen schlummern.

Das gerade einmal 1cm große Keramikbruchstück besitzt einen glänzend schwarzen Überzug, der für das Geschirr der einheimischen Kelten um 450 v. Chr. Ganz untypisch ist. Dr. Wendling erkannte in dem winzigen Fragment den Henkel einer Trinkschale, die aus dem Mittelmeerraum stammte. Genauer gesagt aus Athen, wo sich das bekannteste Töpferviertel der Kerameikos befand.

Zwei 2500 Jahre alte Importe griechischer Keramik vom Dürrnberg und aus Hallein. Das
winzige, neu entdeckte Henkelfragment lässt die Gesamtzahl aller in Österreich entdeckten Gefäße
aus Griechenland auf drei anwachsen Foto: Copyright: Keltenmuseum Hallein/Coen
Kossmann

Die Trinkschale wurde vermutlich vor rund 2500 Jahren über Italien und die Alpenpässe entlang der Salzach bis an den Fuß des Dürrnbergs gebracht. Da das kostbare Salz in alle Teile des keltischen Europas gebracht wurde, gelangte wohl auch das exotische Trinkgefäß an den Nordrand der Alpen.

Es ist bereits der dritte Fund in Österreich. Importgeschirr aus dem klassischen Griechenland ist in den keltischen Fundstellen nördlich der Alpen sehr selten. Auf dem Dürrnberg selbst wurde in einem Prunkgrab eines keltischen Streitwagenkriegers schon 1959 eine vollständige Schale mit dem charakteristischen schwarzen Firnisüberzug ausgegraben.Neben einer Einzelscherbe eines großen Weinmischgefäßes vom Hemmaberg in Kärnten ist der Neufund aus Hallein erst das dritte Exemplar griechischer Importkeramik in Österreich!

Dieser Fund ist trotz seiner geringen Größe der Henkelscherbe für die Forschung ein großer Gewinn, da sie die zentrale Bedeutung der Dürrnberger Handels- und Bergbaumetropole im Netzwerk der urgeschichtlichen Kulturen Europas unterstreicht.

„Die Identifizierung des Depotfundes unterstreicht nicht nur den herausragenden Stellenwert des Fundortes Bad Dürrnberg, sondern zeigt einmal mehr wie wichtig die aktive Forschung für einen Museumstandort ist. In den letzten Jahrzehnten waren immer wieder umfangreiche Notbergungen nötig. Die Aufarbeitung dieser Maßnahmen ist ein zentrales Ziel des Keltenmuseum Hallein.

Man ist überzeugt, dass man noch einige Schätze aus dem Depot heben wird, die vor 36 Jahren – aufgrund der vielen Grabungen – einfach nur gesammelt wurden und des Weiteren keiner Beachtung geschenkt wurde.

Keltenmuseum Hallein bei Nacht/ Foto: (c) Christa Linossi

Es bleibt auf alle Fälle weiterhin spannend im Keltenmuseum Hallein

26. BERGFILMFESTIVAL IM DAS KINO SALZBURG

In den Bergen bekommt man den Kopf frei und es ist die beste Medizin gegen Stress.

P5 Brugger Skitour Kapuzinerberg (C) Philip Brugger.jpg
P5 RIDERS INC Patrick Pitter Arthurhaus Hochkönig (C) Wolf Wieser
P5 High in the Alps Filmstill 1 (C) CheeseUsSkateteam.jpeg

Der Herbst ist wieder ins Land gezogen, die Almen wurden längst dicht gemacht und der Winter steht bereits in den Startlöchern und sendet Schneegrüße vom Hochgebirge.

Wenn man Naturfreund, Bergsteiger, Wanderer und noch dazu Fan von Extremen Sportarten ist, dann bietet das 26. Bergfilmfestival im DAS KINO in Salzburg   „Abenteuer Berg – Abenteuer Film“ spektakuläre Filme wie Klettersteige, Skitouren, Mountainbike Trails, Expeditionen etc. an.

P7 Filmstill Eis&Palmen (C) El Flamingo Films

Des Weiteren feiert man das Jubiläum 150 Jahre Alpenverein Salzburg und zu diesem Jubiläum wird man sich auch die Frage stellen: „Wo steht der Bergsport heute – wohin entwickelt er sich und wie soll der Alpenverein darauf reagieren?“

Es ist ein Zusammentreffen von Menschen, die gerne in den Bergen und in der Natur sind. Man kann sich austauschen, diskutieren, neue Erkenntnisse erlangen und auch gemeinsam feiern.

https://www.daskino.at/festivals/26-bergfilmfestival-2019/

DER KLEINE PRINZ

Romantische Oper nach der Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry

Ich vermute, dass das Buch „Der kleine Prinz“ fast jeder kennt. Worum geht es hier:

Es geht um einen Piloten, der eine Panne mit seinem Flugzeug in der Wüste Sahara hatte. Der Motor streikte und der Pilot, verlassen wie ein Schiffbrüchiger und tausend Meilen von jeder bewohnten Gegend entfernt, muss sich ganz allein an die schwierige Reparatur machen. Es war auch eine Frage auf Leben und Tod, da das Trinkwasser nur mehr für acht Tage reichte.

Bei Tagesanbruch weckte ihn eine seltsame kleine Stimme „Bitte…zeichne mir ein Schaf“. Der Pilot sprang auf, als wäre der Blitz in ihn gefahren. Er rieb sich die Augen und schaute genau hin, da sah er ein kleines, höchst ungewöhnliches Männchen, welches ihn ernsthaft betrachtete.

Die Stimme wirft Fragen auf; ist es seine innere Stimme oder ist es eine Fiktion oder ist es wirklich die Begegnung mit dem Kleinen Prinzen?

Der Pilot seinerzeit mit sechs Jahren bereits aus der Malerlaufbahn geworfen, versuchte für den Kleinen Prinzen trotzdem ein Schaf zu zeichnen, aber der kleine Prinz war mit allen Entwürfen unzufrieden…schlussendlich zeichnete er eine Kiste und erklärte dem Kleinen Prinzen: „Das Schaf, das du willst, steckt in der Kiste“ daraufhin war der kleine Prinz hochzufrieden.

Der Kleine Prinz stammte von einem kleinen Asteroiden und begann von seinem Planeten zu erzählen und berichtete über sein soziales Umfeld, das jedoch nur auf eine sprechende Rose reduziert war und des Weiteren schilderte er auch von seinen Stationen – insgesamt sind es 7 – auf dem Weg zur Erde. Auf seiner Reise trifft der Kleine Prinz auf wahrhaft skurrile, in ihrer Lebenswelt völlig verschiedenste menschliche Charaktere, deren eingefahrene Lebensgewohnheiten er gehörig in Frage stellte.

Nikolaus Schapfl, erhielt als erster Komponist von der Familie Exupéry die Genehmigung, das Buch „Der Kleine Prinz“ zu vertonen und schuf hier eine wundervolle Musik, die auf die Geschichten in allen Gefühlslagen und seelischen Befindlichkeiten darauf eingeht.

Der Regisseur David Schnaegelberger schafft eine sensible, poetische Atmosphäre, die es dem Publikum erlaubt, in die Welt des Kleinen Prinzen einzutauchen – mit auf die Reise zu gehen – inne zu halten und zu reflektieren.

Im 21. Jahrhundert erhält der Klassiker „Der Kleine Prinz“ von Saint-Exupéry mit seine ideellen, den Mitmenschen achtenden Botschaft mehr denn je brisante Aktualität.

Zur Realisierung dieses Opernprojektes wurden auf breiter Basis Kooperationen mit Kultur schaffenden Personen und Institutionen (Schulen, Chören, Sponsoren u.a.) in Stadt und Land Salzburg gebildet.

Die romantische Oper „Der Kleine Prinz“ wird bei SZENE SALZBURG, Anton-Neumayr-Platz 2, 5020 Salzburg an drei Tagen aufgeführt.

Freitag, 15.11.2019 Premiere 19:00 Uhr, Samstag, 16.11.2019 19:00 Uhr und Sonntag 17.11.2019 um 17:00 Uhr.

Leonie Stoiber, Sopranistin wird die Hauptrolle des KLEINEN PRINZEN spielen/ Foto: David Schnaegelberger

Musik und Libretto von Nikolaus Schapfl nach der Erzählung von Saint-Exupéry

Musikalische Leitung: Hans-Josef Knaust

Regie: David Schnaegelberger

Hauptrolle: Der Kleine Prinz: ist Leonie Stoiber Sopranistin


„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“. Gehen wir den Weg des Kleinen Prinzen und unser Leben wird ein Schönes werden.

https://www.kleinerprinzoper.com

Basil Henry Liddell Hart GESCHICHTE DES ZWEITEN WELTKRIEGES

Worum geht es in diesem Buch?

Die Neuauflage des klassischen Standardwerks von Liddell Hart erscheint nach 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, welche durch die präzise Beschreibung den Krieg unvergesslich macht und es ist gleichzeitig eine ernste Mahnung, sich für den Frieden einzusetzen.

Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen. Knapp 60 Millionen Menschen verloren während des sechs Jahre dauernden Krieges ihr Leben. Fundiert und sachlich beschreibt Basil H. Liddell Hart die großen strategischen Entscheidungen des Zweiten Weltkriegs. 

Unterteilt ist das Buch in Band 1 und Band 2 und behandelt folgende Themen:

Band 1

Teil   I: Das Vorspiel

Teil  II: Der Kriegsausbruch 1939-1940

Teil III: Die Woge

Teil  IV: Die Flut steigt

Teil   V: Die große Wende 1942

Band 2

Teil   VI: Der Anfang vom Ende

Teil  VII: Die Ebbe

Teil VIII: Das Ende

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Wer sich für die Geschichte interessiert im speziellen für den zweiten Weltkrieg, der sollte dieses Buch lesen. Die New York Times schrieb folgendes: „Seine Geschichte hat die Präzision eines Kommuniquès und ist von größter Objektivität.“

DER AUTOR

Basil Henry Liddell Hart, (1895 – 1970), war britischer Militärhistoriker, Stratege und Autor zahlreicher Bücher. Er war Militärkorrespondent des Daily Telegraph, der Times und persönlicher Berater von Kriegsminister Leslie Hore-Belisha. 1966 wurde er von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen.

Erschienen ist das Buch

Im Westend Verlag und wurde aus dem Englischen übertragen von Wilhelm Duden und Rolf Hellmut Foerster. Alle Rechte für die deutsche Ausgabe © Edition Ostend im Westend Verlag

ISBN: 978-3-86489-257-8

Salzburger Freilichtmuseum stellt das SIEGERPROJEKT für das neue Besucherzentrum vor!

Siegerprojekt: Besucherzentrumfürhistorischebaukultur , Südostfassade: Foto: Architekturbüro Cukrowicz Nachbaur aus Bregenz
Grundriss Siegerprojekt: Besucherzentrumfürhistorischebaukultur , Foto: Architekturbüro Cukrowicz Nachbaur aus Bregenz
Lageplan: Siegerprojekt: Besucherzentrumfürhistorischebaukultur , Foto: Architekturbüro Cukrowicz Nachbaur aus Bregenz

Das Salzburger Freilichtmuseum – ein Besuchermagnet – liegt ca. 15 Kilometer außerhalb der Stadt Salzburg im Gemeindegebiet Großgmain am Fuße des Untersbergs. Besucher können hier eine Zeitreise durch sechs Jahrhunderte – alte Bauernhäuser (Originalbauten) aus Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe – erleben und genau deshalb, weil es ein Besuchermagnet ist, wird hier in den nächsten beiden Jahren ein neues Besucherzentrum für historische Baukultur entstehen.

Der Grund hierfür ist, dass das derzeitige Eingangs- und Verwaltungsgebäude „Thanngütl“ aus allen Nähten platzt und das Verwaltungsgebäude auch nicht mehr dem heutigen Standard entspricht und baubehördlich schon sehr bedenklich ist.

derzeitiges Eingangs- und Verwaltungsgebäude „Thanngütl“ / Foto: Christa Linossi

So wurde 2019 europaweit ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. 55 Architekturbüros aus dem Inland- und Ausland haben sich für die Realisierung des Projektes beworben und zwölf wurden im Vorfeld ausgewählt und danach eingeladen, sich am anonymen Wettbewerbsverfahren zu beteiligen. Aus den 12 eingereichten Projekten wurde im September 2019 in einer abgehaltenen Jurysitzung das Siegerprojekt ermittelt.

Als Sieger ging das Architekturbüro Cukrowicz Nachbaur aus Bregenz hervor. https://www.cn-architekten.at/ Es handelt sich um die Arbeit der Architekten Andreas Cukrowicz und Anton Nachbaur-Sturm. Man hat sich deshalb für dieses Projekt entschieden, weil es um eine sehr logische, höchstökonomische Holzkonstruktion handelt.

Siegerprojekt/ Im Vordergrund: Arch. Andreas Cukrowicz, im Hintergrund: Ing.Mag.Michael Weese Dir.des Freilichtmuseum, rechts: Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer / Foto: Freilichtmuseum
Ing.Mag.Michael Weese Dir.des Freilichtmuseum, Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer, Arch. Andreas Cukrowicz, Foto: Freilichtmuseum

Das Architekturbüro hat mit Holzbau bereits sehr viel Erfahrung und der Entwurf übernimmt das örtliche Thema von „Haus in der Waldlichtung“. Es ist abgeleitet von der archaischen Hausform und generiert vertraute Erinnerungsbilder aus dem anonymen Bauen.

Siegerprojekt: Foto: Christa Linossi

Bei dem neuen Besucherzentrum-Bau handelt es sich um ein eingeschossiges Haus, welches in einer Kombination aus flacher und langer Baukörperform samt Satteldachabschluss ist und trotzdem einen zeitgenössischen Ausdruck hat.

Zitat des Architekten und Publizist Otto Kapfinger: „Die Architekten Cukrowicz und Nachbaur bringen komplexe Anforderungen zu unerwartet klaren und ökonomischen Lösungen mit Mehrwert. Sie schaffen mit Holz, Glas und Beton, robuste, inspierende Räume für alle Sinne“.

https://www.freilichtmuseum.com/de/museum/haeuser/flachgau.html

Paracelsus denkt wieder einmal nach….

Paracelsus in Salzburg ( Theophrastus Bombast von Hohenheim, genannt Paracelsus, war ein Schweizer Arzt, Naturphilosoph, Alchemist, Laientheologe und Sozialethiker)
Baustellen sind nicht sein Thema / Foto: Christa Linossi

PETER KOGLER mit CONNECTED im Friendly Alien…Kunsthaus Graz

Sujet „Connected“, Detail,Peter Kogler, 2019

Connected-Sujet-Detail.jpg

CONNECTED. PETER KOGLER with…. George Antheil with Friedrich Kiesler with Hedy Lamarr with Fernand Léger with museum in progress with Otto Neurath with Charlotte Perriand with Franz Pomassl with Winfried Ritsch with Franz West …

„Connected. Peter Kogler with …“, Ausstellungsansicht, 2019,Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

Es ist eine Matrix aus Arbeiten des Medienkünstlers Peter Kogler der letzten 30 Jahre formt im unteren Geschoss des Kunsthauses die Struktur und greift auf eine Geschichte künstlerischer Avantgarde-Netzwerke zurück.

„Connected. Peter Kogler with …“, Ausstellungsansicht, 2019,Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

Peter Kogler (*1959, Innsbruck) ein österreichischer Medienkünstler, verwandelt das Kunsthaus Graz in eine Maschine. Betritt man den Space 02 des Kunsthauses, taucht man in ein ungewöhnliches Raumfeeling ein. In diesem Raum ist unaufhörlich immer etwas in Bewegung, es erzeugt Sound oder verändert den Blick auf den Raum.

„Connected. Peter Kogler with …“, Ausstellungsansicht, 2019,Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

Der Besucher hat die Möglichkeit sich sitzend, gehend oder liegend sich mit dem Raum und der Linienform aus der Maschine sich darauf einzulassen. Es ergeben sich immer wieder neue Bilder, Raumgefüge und Situationen – die Ausstellungsräume zu einer lebendigen Bühne werden und das Publikum, der Besucher ein Teil des Geschehens sein wird oder ist.

Während im Space01 das Gefühl der vollendeten Raumauflösung entsteht und der Eindruck des Abhebens in eine unbekannte Unendlichkeit uns den Boden unter den Füßen wegzieht, ist der Space02 auf historische Bezüge in der Kunst-, Architektur und Designgeschichte.

Durch Verknüpfung und Vorstellung eröffnen sich aus dem Werk von Peter Kogler Narrative zwischen Kunstraum, Inszenierung und Bildern als eigene Sprache.

Diesmal hatte ich den Text bewußt kurzgehalten und empfehle, sich das Video anzusehen, tauchen sie einfach in eine Architektur, Struktur, Bild und Sound Welt ein.

Connected. Peter Kogler with… Kuratiert von Katrin Bucher Trantow Kunsthaus Graz
Film produced by Thomas Hochleitner sound composed and produced by Franz Pomassl © 2019 Sound Ballet mécanique by George Antheil, © G. Schirmer Inc./Edition Wilhelm Hansen GmbH. By permission of the Bosworth Music GmbH. Produced and interpreted by Winfried Ritsch © 2019

Dieses Projekt des Kunsthauses Graz ist in Kooperation mit dem steirischen herbst’19 ist interessant und sehenswert.

Die Ausstellung läuft noch bis 20. Oktober 2019 im Kunsthaus Graz

www.kunsthausgraz.at

„friendly alien“ stellt eine brisante Frage!

Foto: Christa Linossi

GRAND HOTEL ABYSS …den sie wissen nicht, was sie tun!

steirischerherbst ’19

Alexander Brener und Barbara Schurz, Die Rede, 2019, Performance, Congress Graz, Foto: Liz Eve

Eine Bestandsaufnahme zum Festival steirischerherbst ’19 in Graz.

GRAND HOTEL ABYSS (Grand Hotel Abgrund) – eine treffende Metapher, die der Philosoph Georg Lukács in den 1930er- Jahren prägte, um das Lebensgefühl europäischer Intellektueller und Kulturschaffender angesichts des heraufziehenden Faschismus zu beschreiben. Entlang dieses Bildes nimmt der steirischerherbst ’19“ die Kombination von Urlaubsgenuss und politischer Krise zum Ausgangspunkt für eine umfassende Betrachtung des Hedonismus (https://neueswort.de/hedonismus/) in unruhigen Zeiten. Der Zeitpunkt hierfür könnte, betrachtet man die jüngsten politischen Ereignisse in Österreich, nicht besser gewählt sein.

Bojan Djordjev / Goran Ferčec, Ein Ort, der zwar als letzter kollabieren wird, jedoch unweigerlich kollabieren wird, 2019, Performance, Grand Hotel Wiesler, Graz, Foto: Mathias Völzke

Am Tag der Eröffnung (19. September 2019) reiste ich mit einer halbstündigen Verspätung von Salzburg nach Graz an, um doch noch rechtzeitig beim Presserundgang „steirischerherbst ’19“ teilzunehmen. Etwas leicht gestresst, da der Presserundgang bereits im Gange war, ist eine gewisse Spannung zu spüren, was wird dieses Jahr geboten.

Der Titel des Kernprogramms lautet dieses Jahr „GRAND HOTEL ABYSS“ klingt einerseits spannend und andrerseits habe ich wieder keine Ahnung was ich mir wirklich darunter vorstellen soll. Der „steirischerherbst ’19“ sticht mit seinem politischen Konzept hervor.

Bojan Djordjev / Goran Ferčec, Ein Ort, der zwar als letzter kollabieren wird, jedoch unweigerlich kollabieren wird, 2019, Performance, Grand Hotel Wiesler, Graz, Foto: Mathias Völzke

Dies ist die zweite Ausgabe von Intendantin und Chefkuratorin Ekaterina Degot. Die verschiedenen künstlerischen Beiträge bilden ein dicht gewobenes Erzählen in Form einer Darstellung, kurz auch narrativ genannt, dass sich in einer erweiterten Gesamtausstellung auf rund 30 Orte in Graz und der Steiermark erstreckt. Installationen und Performances, aber auch Diskursformate und Publikumsgespräche bilden einen übergreifenden Parcours durch Zeit und Raum. https://www.steirischerherbst.at/de/

Im Klartext, man muss für sich selbst entscheiden, was man sehen will und was Interessant sein könnte. Ich suchte ein paar Projekte heraus, wo auch bei einem Projekt meines Erachtens Kritik angebracht wäre.

Michael Portnoy, Progressive Touch: Series 1, Videostill

Dieses Projekt was ich kurz vorstelle – ist Skandalträchtig, zwar typisch für den „steirischerherbst ’19“ jedoch fehl am Platz, da es weder politisch noch mit Kunst zu tun hat. Es handelt sich hier um die Videoinstallation von Michael Portnoy in der List Halle.

Mit „Progressive Touch: Series 1“ (2019) will Michael Portnoy mit seiner neuen Mehrkanal-Videoarbeit dazu beitragen, dass Sex „besser“ wird. Dafür erforscht und erweitert er die Beziehungen zwischen menschlicher Sexualität, Choreografie und Musikkomposition und sagt der offenkundigen rhythmischen Eintönigkeit menschlicher Bewegungen und Gesten den Kampf an. Zu sehen in dieser Videoinstallation sind Homosexuelle und Lesben, dargestellt von einer Gruppe Performer*innen, die neue Sexpraktiken in einer abstoßenden Art für sich anwenden. Seine Idee ist, dass das Ergebnis Vereinigungen sind, die als opernhafte Prog-Rock-Kompositionen ebenso gut funktionieren wie als Übung, die man auch zu Haus ausprobieren kann. Was jetzt? Anleitung für besseren Sex? Anleitung für Homosexuelle und Lesben? Wo ist hier die Kunst? Oder betrifft es bereits den Abgrund, in dem sich die Menschheit bewegt? Oder sollte es mit ironischem Optimismus in den Abgrund führen? Wer sich dieses Video ansehen will: Helmut List Halle, Wagner Biro-Strasse 98a, 8020 Graz, Eintritt frei ab 18 Jahren.

Michel Portnoy (*1971, Wahsington, D.C.) kommt aus den Bereichen Tanz und Stand-up-Comedy. Er verbiegt und verdreht Sprache und Verhalten und erzielt damit oft einen brutal komischen Effekt. Er lebt in New York.

Die Installation „Rn“ im Forum Stadtpark ist deshalb interessant, weil sich das Künstler Duo Daniel Mann und Eitan Efrat mit dem Thema Wellness auseinandersetzt und in diesem Falle auch einer geheimen Geschichte der NS-Zeit über den therapeutischen Einsatz von radioaktivem Gas nachgehen und eine grausige Vorgeschichte zum Vorschein bringen.

Daniel Mann und Eitan Efrat, Rn, 2019, Installation, Forum Stadtpark, Graz, Foto: Clara Wildberger

Erzählt wird in dieser Videoinstallation von einem Heilstollen in der Nähe des österreichischen Kurortes Bad Gastein. Die Nazis ließen 1942 von Zwangsarbeitern einen Stollen graben, weil es um Gerüchte über Goldvorkommen geht. Statt Gold fand man Temperaturen von über 40 Grad sowie hochkonzentriertes Radon vor. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde dieser Stollen in eine Heilstätte umgewidmet, die bis heute in Betrieb ist, obwohl eine medizinische Wirkung der Behandlung niemals nachgewiesen werden konnte.

Daniel Mann (*1983 Tel Aviv) ist ein Filmemacher und Wissenschaftler, dessen Arbeiten die Zirkulation von Bildern im Kontext von Kolonialismus und bewaffneten Konflikten untersuchen. Er lebt in London.

Eitan Efrat (*1983 Tel Aviv) ist ein Künstler, der in den Bereichen Video, Film, Installation und Malerei arbeitet. Eitan Efrat lebt in Brüssel.

Jeremy Deller, Putin’s Happy, 2019, Film, Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien, Graz, Foto: Mathias Völzke 

Im Grazer Künstlerhaus präsentiert der Londoner Künstler Jeremy Deller „Putin’s Happy“ (2019) sein Video, wo es um absurden Fremdenhass, irre Sehnsucht nach Abschottung geht. In seiner neuen Videoarbeit verschafft uns Jeremy Deller Einblick in die Verbreitung von Rechtspopulismus und möglicherweise auch Faschismus in Großbritannien. Fehlgeleiteter Patriotismus der auch zum Ergebnis des Brexit-Referendums beigetragen hat.

Jeremy Deller (*1966 London) ist ein Künstler, der die Grenzen der Kunst überschreitet, indem er mit und in größeren gesellschaftlichen Kontexten – insbesondere der Populärkultur – arbeitet.

Zum Kernprogramm „Grand Hotel Abyss“ wird der „steirischerherbst ’19“ noch von einem umfangreichen vielfältigen Parallelprogramm lokaler Kulturinstitutionen begleitet.

(https://www.steirischerherbst.at/de/program/2/grand-hotel-abyss#veranstaltungsorte)

Skandalträchtiges wie sich der „steirischerherbst ’“ im 20. Jahrhundert immer wieder gerne präsentierte, ist in den letzten Jahren eher verebbt und die politischen und künstlerischen Bewegungen, die an der Idee des Fortschritts hatten und sich durch besondere Radikalität gegenüber bestehenden politischen Verhältnissen oder ästhetischen Normen auszeichneten, finden bis dato nicht mehr statt. Der „steirischerherbst “ versucht sich zwar immer wieder neu zu erfinden und sich neu definieren, aber das Non plus Ultra ist noch nicht eingetroffen.  Vielleicht findet er zu seinen ersten Wurzeln zurück und ist wieder der große Vorreiter der zeitgenössischen Kunst, der Avantgarde.

Cibelle Cavalli Bastos, Sonja Khalecallon’s Theirstories of the Retro-Future GoGo Show, 2019, Performance, Congress Graz, Foto: Mathias Völzke

Nachträglich noch ein kurzer Auszug aus der Eröffnungsrede der Intendantin und Chefkuratorin Ekaterina Degot für ein besseres Verständnis für den diesjährigen „steirischerherbst ’19“:

 „Wir tragen den „Abyss“, den Abgrund, in unserem Namen. Er ist unsere Marke und unser Logo. In riesigen Neonlettern thront er auf unserem Dach. Wir führen ihn in unserer Anschrift, und er erwartet Sie überall außerhalb unserer Mauern. Wir wissen in Wirklichkeit nicht, was sich ganz unten in diesem Abgrund befindet, und wir können Ihnen nur davon abraten, es auf eigene Faust herauszufinden. Allerdings laden wir Sie nachdrücklich ein zu einer Übung im joie de vivre, zu einem ausgedehnten Wohlfühlerlebnis mit exquisiten ästhetischen, kulinarischen und kurtouristischen Genüssen, obendrein noch garniert und gesteigert durch den frisson der dunklen, schaudernden Ahnung, dass sich vielleicht da draußen, zur gleichen Zeit, gerade jetzt, eine Katastrophe zusammenbrauen könnte.
 
Der Abgrund draußen an der Schwelle zu unserem Hotel bringt es leider mit sich, dass dieses jeden Augenblick einstürzen oder sich als bloße Schimäre erweisen könnte – wie kürzlich erst unser Villen-Ableger auf Ibiza, von dem Sie vielleicht aus den Nachrichten erfahren haben: Der stellte sich mitsamt dem Thunfischtatar und dem Champagner und der wunderschönen Millionenerbin, die wir dort ebenfalls aufgeboten haben, bei Lichte und bei Tage leider als ein einziger großer Schmäh
heraus. Aber hatten die zahlenden Gäste nicht trotzdem eine Riesengaudi? Und war nicht einfach auch alles zu schön, um wahr zu sein? Genießen Sie unbedingt jeden Tag, als wäre es Ihr letzter! Ungefähr so könnte sich der Direktor eines imaginären Grand Hotel Abgrund an Sie wenden. Als Direktorin des steirischenherbst kann ich mich seinen Worten nur anschließen.“

steirischerherbst’19 läuft noch bis zum 13. Oktober 2019 in Graz

https://www.steirischerherbst.at/de/

SCHMIEDE19 Pernerinsel Hallein

Welcome to the PLAYGROUND OF IDEAS

Was ist die Schmiede19 eigentlich? Vielleicht denken sie an die klassische Schmiede, wie sie früher in fast jedem Dorf anzutreffen war? Nein!

Diese Schmiede ist es nicht, sondern im Kern ist die Schmiede ein kreativer Austausch, wo sich seit mehr als 10 Jahren jährlich internationale gut vernetzte Künstler, Wissenschaftler, Handwerker und IT-Spezialisten treffen.

Gründer: Rüdiger Wassibauer / Foto: Gabriele Krisch

Gründer der Schmiede waren die Brüder Rüdiger und Philipp Wassibauer, sowie Paul Estrela. Ihre Idee: Eine Basis für Künstler zu schaffen, um sich zu treffen, auszutauschen und zusammenzuarbeiten. Premiere war 2003 und seit dieser Zeit ist viel passiert und hat sich auch viel weiterentwickelt. Jedes Jahr pilgern über 200 Kreative aus allen Kontinenten der Welt nach Hallein zu den inspirierenden Gemäuern der Saline. Sie sind alle weltweit miteinander vernetzt, so arbeiten Künstler, Musiker, Handwerker, Videokünstler, Produzenten und Wissenschaftler miteinander, tauschen Ideen aus, sind sich gegenseitig behilflich und erarbeiten so neue interessante Projekte.

Game-Changer #1: Rüdiger Wassibauer/Schmiede Hallein
wirtschaftskammersbg Game-Changer #1: Rüdiger Wassibauer/Schmiede Hallein

Großes wird geschmiedet und auch umgesetzt. Die etwas andere Schmiede. Als Laie, braucht man schon einige Zeit, um den Sinn der Sache zu begreifen.

Wir leben in interessanten Zeiten, Fakten werden vom Bauch bestimmt. Die Schmiede ist ein Player wo Freude, Freundschaft über die Grenzen hinweg stattfindet und wo Kooperationen auf Motivation und Vertrauen ineinander-fliesen.

Das kooperative Kunst- Arbeitsfestival Schmiede19 rotiert 2019 um das Thema der Verbesserung, persönlich wie gesellschaftlich. Neben dem zehntägigen geschlossenen Gruppenprozess, welcher in die Werkschau am Freitag, 20. September 2019 mündet, bietet die Schmiede19 parallel die unterschiedlichsten öffentlichen und kostenfreien Programmpunkte: Ausstellungen, Konzerte, Gespräche, Jamesessions, Buchpräsentationen und vieles mehr. http://schmiede.ca/

We play Change….Ausschnitt aus den Werksräumen /Foto: Christa Linossi
We play Change….Ausschnitt aus den Werksräumen /Foto: Christa Linossi

Einige Teilnehmer sind schon zum vierten Mal mit Interaktionsdesign aus allen Richtungen bei diesem MedienKulturFestival in Hallein dabei. Es handelt sich hier um die Gruppe „Studio 3 – Mensch – Computer Interaktion“. Während des Jahres ist Studio 3 ein Veranstaltungsort wie auch ein Kollektiv, zum Erstellen, Teilen, Inspirieren, Diskutieren, Bilden, Denken und Durchführen mit dem Ziel, künstlerische Praktiken als Mittel der (Human-Computer Interaction-) Forschung zu nutzen und zu fördern. Studio 3 ist auch ein Teil des Zentrums für Mensch-Computer Interaktion der Universität Salzburg.

Zwischen Kunst und elektronischem Basteln ist zum Beispiel TINKERLAB ein Ansatz, die sich mit praktischen Ansätzen, physische Dinge handwerklich und mit der Unterstützung von Software umsetzen lassen. Hier entstehen Objekte, die man berühren kann, die von Motoren bewegt und von Mikroprozessoren gesteuert werden, Geräusche machen und kommunizieren können. Das Tinkerlab ist eine Initiative von subnet und dem dolab.

Christian Schratt (Schmiede-Urgestein) hat hier eine Talkshow-Inszenierung als Projekt ins Leben gerufen. Mit dem ernsten Hintergrund Nachhaltigkeit. Der Moderator sitzt auf einem Rad, der Gast auf dem Nebenrad und beide radeln und während des radelns wird einiges in Gang gesetzt, ob Gespräch oder irgendein technisches „etwas“ wird am 19.09.2019 um 20:30 in der Saline zu sehen sein. Foto: Christa Linossi

Schmiede ist eine kooperative Prototyping-Umgebung, die sich auf Kunst, Hacking und Unternehmertum konzentriert. Ein Ort, an dem die Ideen zum Tragen kommen.

Interessiert? Freitag, 20. September 2019 findet die SchmiedeWerkschau 2019 auf der Pernerinsel Hallein statt. Das Publikum erhält die Gelegenheit, die Ergebnisse der Schmiede19 besser zu sehen, zu verstehen und als Abschluss von zehn intensiven Arbeitstagen präsentieren die 250 TeilnehmerInnen ihre Arbeiten in einer großflächigen Werkschau und verwandeln die Saline in eine Kunst- und Wunderkammer.https://www.salzburg.info/de/veranstaltungen/veranstaltungsorte/pernerinsel