Ars Electronica Festival 2015 Der Zukunft wieder einen Schritt voraus!

Hervorgehoben

timetablede

                                      

Ars Electronica blickt wieder in die Zukunft! Weiterlesen

Werbeanzeigen

Ein chinesischer Tempel zu Besuch in Salzburg

Hervorgehoben

Zhang Huan „My Temple“

bis 29. September 2015

Die Salzburg Foundation präsentiert das zweite Kunstprojekt Krauthügel in Salzburg. Das Kunstprojekt Krauthügel ist eine auf fünf Jahre angelegte Kooperation zwischen der Salzburg Foundation, der Erzabtei St. Peter und der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. 2014 war Tony Cragg der erste Künstler der seine drei einzigartigen Bronzeskulpturen „Points of View“, „Runner“ und „Mixed Feelings“  auf dem Krauthügel präsentierte. Weiterlesen

Ars Electronica Futurelab präsentiert Swarm Arena in Zusammenarbeit mit NTT in Tokio


© Fassadenvisualisierung Waltraut Cooper / Fotocredit: Robert Bauernhansl /

Das war 2016:

Deep Space 8K präsentierte mitunter „toward 2020 by NHK“. NHK eine öffentliche Rundfunkanstalt Japans. Im August 2016 wurde testweise die erste Übertragung in Super Hi-Vision 8K gestartet. Es war faszinierend, die Bildwelten in der intensiveren Darstellung der Realität durch die Technologie 8K Super Hi-Vision auf der 16 mal 9 Meter großen Wand- und Bodenprojektion zu betrachten.

Das Non plus Ultra Highlight war wohl die mit Intel präsentierte Europapremiere von „DRONE 100 – Spaxels über Linz“. Horst Hörtners (Senior Director Ars Electronica Futurelab) Aussage zur Premiere: „Seit 2012 haben wir viele Shows in aller Welt gemacht, der Flug in Linz war für uns aber etwas Besonderes, die Dronen kehrten zurück und wir wollten hier in Linz unbedingt zeigen, was wir können und waren daher auch ein bisschen nervöser als üblich.“ Die Präsentation ist voll gelungen und ich konnte miterleben, wie die 100 Weltrekorddrohnen zu ihrem Tanz abhoben.

und 2019 inszeniert sich Ars Electronica Futurelab wieder und es ist ein weiterer Schritt in die Zukunft


© Ars Electronica

Am 05.07.2019 veröffentlicht
NTT and Ars Electronica Futurelab offer an insight into their joint research and present a new swarm of robots for art, entertainment and sports. The innovative swarm technology was presented in several performances in July 2019 at the Miraikan in Tokyo, Japan.

Am Anfang stand ein gemeinsames Forschungsinteresse: zusammen mit dem japanischen Telekommunikationsunternehmen NTT (mit dem Ars Electronica immer wieder zusammenarbeitet) bieten nun einen Einblick in ihre gemeinsame Forschung und präsentieren die ersten Ergebnisse der Forschung.

Swarm Arena – Neue Perspektiven für Kunst, Entertainment und Sport Die Aufführungen im Miraikan sind Teil eines gemeinsamen Forschungsprojekts des japanischen Telekommunikationsunternehmens NTT und des Ars Electronica Futurelab und präsentiert wurde diese innovative Schwarmtechnologie Anfang Juli 2019 im Miraikan – The National Museum of Emerging Science and Innovation in Tokio.

Swarm Arena / Fotocredit: Ars Electronica Futurelab / Raphael Schaumburg-Lippe

Gezeigt wurden aus mehreren Bodenrobotern zusammengesetzter Robobterschwarm, dieser vermittelte den ZuseherInnen die vielfältigen Aspekte von sportlichen Großereignissen auf eine Weise, die die Grenzen eines herkömmlichen rechteckigen Videoformats überschreitet. Die moderne Alchemistin Akiko Nakayama und der Musiker Ei Wada wagten ebenfalls ein Experiment gemeinsam mit dem Roboterschwarm, um daraus neue kreative Möglichkeiten der Schwarmtechnologie die Kunst neu zu inszenieren.

Swarm Arena / Fotocredit: Ars Electronica Futurelab / Raphael Schaumburg-Lippe

Auszug aus dem Pressetext Ars Electronica:

Während der Schwerpunkt zunächst auf der drohnengestützten Navigation und Beschilderung lag (Swarm Compass, 2017), verlagerte sich der Fokus schnell auf komplexere Anwendungen von Schwarmtechnologien, die sowohl Drohnen als auch Bodenroboter verwenden (Swarm Arena, 2018). Jetzt ist abermals ein neuer Schritt der Forschung erreicht – das Ars Electronica Futurelab und NTT schaffen eine neue Art des Public Sports Viewing mit den Bodenrobotern und gestalten ein reisendes Labor für Kunst, Sport und Gesellschaft. NTT – Ein Experte für Telekommunikationssysteme Das japanische Telekommunikationsunternehmen Nippon Telegraph and Telephone (NTT) bietet Telekommunikationsdienste in ganz Japan an und forscht an der Weiterentwicklung von Telekommunikationssystemen im Allgemeinen. In der gemeinsamen Forschung mit dem Ars Electronica Futurelab stellt NTT die für eine Performance wie die in Miraikan notwendigen Kernkompetenzen zur Verfügung – von der hoch entwickelten Bildübertragung und Informationsdatenanalyse im Sport bis hin zu neuen Formen des Interaktionsdesigns. Miraikan Tokio – Japanisches Nationalmuseum für aufstrebende Wissenschaft und Innovation Das Japanische Nationalmuseum für aufstrebende Wissenschaft und Innovation in Tokio veranstaltet die Performanceserie, die Einblicke in die Robotik-Schwarmforschung von NTT und dem Ars Electronica Futurelab bietet. Die Aufführungen finden im Rahmen einer von NTT kuratierten größeren Ausstellung mit dem Titel „Sports Viewing Re-Imagined“ statt, die möglichen zukünftigen Entwicklungen bei der Beobachtung großer Sportereignisse zeigt“.

Das Ars Electronica Futurelab wurde 1996 als Atelier und Labor gegründet und ist seither das künstlerisch-wissenschaftliche Think-Tank, Forschungs- und Entwicklungsmotor der Ars Electronica. Das Ars Electronica Futurelab arbeitet mit Partnern aus Industrie, Kreativwirtschaft, Kunst sowie aus dem akademischen bzw. Bildungsbereich auf der ganzen Welt zusammen.

Wissenschaft und Kunst zielt konsequent, blitzschnell und ohne Unterbrechung auf die Öffentlichkeit ab .

Der Baum und seine Geschichte….

Wenn Bäume sprechen könnten, sie würden uns vieles erzählen….

Der Baum / Foto: © Christa Linossi






DAS SUPERMOLEKÜL von Timm Koch

Worum geht es in diesem Buch……

Der Autor vermittelt anschaulich die verschiedenen Themen zu dem Supermolekül und lässt daraus schließen wie wichtig es wäre, das fossile Zeitalter zu beenden und der Schlüsseltechnologie dem Wasserstoff endlich zum Durchbruch zu verhelfen.

Man kann mit diesem Supermolekül Brennstoffzellen für Autos entwickeln, aber es könnten auch ganze Kraftwerke, Wohnhäuser mit Wärme und Strom versorgt werden. Ebenso wäre es auch im Flugverkehr einsetzbar. Leider scheut die deutsche Automobilindustrie noch Investitionen in dieses Molekül zu stecken und setzt lieber mit Akku-Autos auf den falschen Trend. Aber auch die Politik hat sich von der Fossil-Lobby hoffnungslos kapern lassen, um die Entstehung einer Wasserstoff-Gesellschaft auszubremsen.

Dieses Buch ist es wert zu lesen, weil……

Wie können wir mit Wasserstoff die Zukunft erobern? Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft den H² hätte das Zeug, der Menschheit eine Zukunft auf einem bewohnten Planeten zu bescheren, ohne Abstriche bei Bequemlichkeiten und technischem Fortschritt machen zu müssen.

Statement aus Jules Verne: „Die geheimnisvolle Insel (1874)“ Das Wasser ist die Kohle der Zukunft. Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom zerlegt worden ist. Die so zerlegten Elemente des Wassers, Wasserstoff und Sauerstoff, werden auf unabsehbare Zeit hinaus die Energieversorgung der Erde sichern“.

Dieses Buch ist oder sollte ein Beitrag zum Thema „Mutter Erde“ sein. Es liest sich leicht und verständlich und gleichzeitig erfährt man auch, wie es zukunftsorientiert gehen könnte, damit unsere Kinder und Enkelkinder auch noch eine intakte „Mutter Erde“ vorfinden können.

DER AUTOR:

Timm Koch hat Philosophie an der FU und Humboldt Universität Berlin studiert, ist Autor und schreibt Drehbücher für Film und Fernsehen. Schon seit Jahren staunt er darüber, wie die Potenziale des Wasserstoffs totgeschwiegen werden, während man gleichzeitig Kriege um Erdöl führt, durch Fracking des Grundwassers ganzer Landstrichte verseucht wird und die Fossilkartelle langsam, aber sicher des kompletten Planeten verheizen. Mit diesem Buch will er für Aufklärung sorgen. Zuletzt erschien im Westend Verlag von ihm »Herr Bien und seine Feinde«.

Erschienen ist das Buch im Verlag: https://www.westendverlag.de

ISBN: 978-3-86489-240-0

DARKNET von Cornelius Granig

Worum geht es in diesem Buch……

Warum Computerkriminalität uns alle betrifft und die digitale Welt ihre großen Schatten voraus wirft.

Der IT- und Sicherheitsexperte Dr. Cornelius Granig erklärt in diesem Buch genau und fundiert, wie das Darknet funktioniert und berichtet auch über dessen Entstehung. Stellt spezielle Anwendungen und Techniken vor, vom illegalen Glücksspiel bis hin zu den verschiedenen Kryptowährungen.

Informiert den Leser aber auch über große Verbrechen und deren Opfer, von Datenlecks im Gesundheitssystem, Angriffe auf Energie- und Telekomsektoren sowie Desinformationen in der Politik.

Dieses Buch ist es wert zu lesen, weil……

Der Autor führt Interviews mit Experten und mit Polizeibehörden, spricht über Strategien zur Bekämpfung von Computerkriminalität und will auch seinen Lesern zeigen, dass wir schon seit Jahrzehnten den digitalen Gefahren ausgesetzt sind, deren Dimension ständig größer wird.

Des Weiteren gibt es Informationen, wie sich Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen gegen die Attacken aus dem Netz schützen können.

Es ist auch ein gewisser Ratgeber und jeder der an der digitalen Welt teilnimmt, sollte dieses Buch lesen.

DER AUTOR:

Dr. Cornelius Granig ist ein österreichischer Unternehmensberater und Journalist, der sich beruflich seit vielen Jahren mit Cyber-Security, Compliance und Korruptionsbekämpfung befasst. Er leitete in den letzten Jahren die IT- und Sicherheitsabteilungen als Vorstand großer Banken und Versicherungen.

Erschienen ist das Buch im Verlag: http://www.kremayr-scheriau.at

ISBN: 978-3-218-01157-0

IM FLUSS Hallein 30 Jahre nach dem Salzabbau

Skulptur von M. Gruber Schiffer Hallein auf der Salzach / Foto : Christa Linossi

„Nichts verschwindet – alles ändert sich!“

…ist das unterliegende Thema dieser künstlerischen sowie historischen Ausstellungen im alten Salzlager auf der Pernerinsel in Hallein.

Die Stadt Hallein und seine Kultur-Kunstszene bespielt wieder die Alte Saline auf der Pernerinsel und ist Austragungsort und Impulsgeber künstlerischer Auseinandersetzung der bewegten Geschichte der Salzstadt, die vor 30 Jahren den Salzabbau einstellte. Der Titel „IM FLUSS“ ist Programm für die künstlerische und historische Schau, die sich mit der wechselhaften Geschichte Halleins beschäftigt.

Donnerstag, 20. Juni 2019 wurde die Ausstellung „IM FLUSS. Spurensuche auf der Pernerinsel“ mit den Künstlern Wang Jixin und Matej Dzido eröffnet. Die Ausstellung läuft noch bis 24. August 2019

IM FLUSS_Wang Jixin _Matej Dzido Foto: © Manuel Keser
IM FLUSS_Wang Jixin _Foto © Manfred Siebinger

Der chinesische Künstler Wang Jixin wurde von „SUDHAUS hallein.kultur“ und der Stadt Hallein eingeladen, Kunstwerke für die Ausstellung „IM FLUSS Hallein 30 Jahre nach dem Salzabbau“ zu schaffen und so begab er sich auf Spurensuche der Identität Halleins und dessen Salz-Erbe.

IM FLUSS_Wang Jixin _Matej Dzido Foto: © Manuel Keser

Wang Jixin der sich seit Jahren mit wirtschaftlichen Brüchen und sozialem Wandel beschäftigt, thematisiert in der Alten Saline die Rolle des Salzes und dessen Einfluss auf Halleins Identität.

(Bereits (2009-2011) verarbeitete er die abrupte Schließung der jahrtausendalten kaiserlichen Porzellanmanufaktur in Jingdezhen (China) in seinem monumentalen Werkzyklus „Lost Glory“.)

Daher war es für ihn auch naheliegend dieses Angebot von Hallein anzunehmen und eine einfühlsame Schau auf die Kultur und Tradition für Hallein zu werfen und Werke für diese Ausstellung zu schaffen. Der Künstler setzte sich intensiv mit der Geschichte der Stadt Hallein und den Details der Salzgewinnung auseinander und suchte in Archiven nach historischen Bildern und Dokumenten, um hier eine Basis für seine monumentalen Ölgemälde zu finden.

IM FLUSS_Wang Jixin _Matej Dzido Foto: © Manuel Keser

Die Auseinandersetzung des Künstlers beruht darauf, dass er eine gewisse Wertschätzung gegenüber dem Menschen bringen will, die mit dem Salzabbau konfrontiert, deren Arbeit und deren Leben war. Interessanter Ansatz wäre zum Beispiel auch die Idee, eine Gegenüberstellung zwischen CHINA dem Porzellan und HALLEIN dem Salz zu widmen. Welche Parallelen finden sich, obwohl durch X-Tausende KM weit entfernten Ländern?

IM FLUSS_Wang Jixin _Foto © Manfred Siebinger
IM FLUSS_Wang Jixin, Fotomontage 2019 © Wang Jixin

Exzellent inszeniert wird die Ausstellung von den monumentalen farbenprächtigen Werken in den Räumlichkeiten der Alten Saline. Des Weiteren wird sie mit einer 30-minütigen eigens dafür komponierten Ausstellungsmusik begleitet. Die Musik, die fokussiert ist auf die Salzarbeiter, die ihre Arbeit verloren haben, sich kämpferisch zeigen und sich somit zum Hoffnungsträger entwickeln und sich noch ringen um die unbekannte Zukunft. Matej Dzido trieb das Ungewisse und die Neugier zu dieser ersten Koproduktion mit dem bildenden Künstler zu einem musikalischen Neuland an.

Der Salzabbau, der vor 2500 Jahren von den Kelten ins Leben gerufen wurde, ist zwar beendet, aber der Geist dieser Zeit lebt weiter bis heute und ist die Botschaft, die die Bilder vermitteln wollen.

Informationen zum Künstler: Wang Jixin geboren 1966 in der chinesischen Provinz Shandong, studierte an der renommierten Central Academy of Fine Arts (CAFA) in Peking. In seinem künstlerischen Werk beschäftigt er sich mit Geschichte und Geschichten von Kulturen und deren Vergänglichkeiten. Er lebt und arbeitet seit 2013 in Salzburg. http://www.wangjixin.at/artist/

Christa Linossi im Gespräch mit Jixin Wang Foto: © Werner König

Matej Dzido (*1993 Laibach, Slowenien) ist Pianist und Komponist. Sein Klavierstudium am Mozarteum Salzburg absolvierte er mit ausgezeichnetem Erfolg

https://www.imfluss.art/de

Sollten Sie an „HalleinerG’schichten“ interessiert sein? www.halleinergschichten.com

DOMQUARTIER Salzburg Das barocke Rom im Nordoratorium des Salzburger Doms

Gianlorenzo Bernini (1598-1680), Atelier
Entwurf für das Reiterstandbild an der Scala Regia, St. Peter, Rom, 1665; Terracotta © DQS/Salzburg Museum

von Bernini bis Rubens  aus der Sammlung Rossacher

Im Mai 2019 feierte das Domquartier Salzburg sein 5-jähriges Bestehen und es wurde zu einem der meistbesuchten Museen in Salzburg. Das DomQuartier ist mehr als nur ein Museum, es erzählt auch Geschichte und setzt sich mit seinen großartigen Sonderausstellungen immer wieder auch mit der Kunst BAROCK auseinander.

Nach Pietro da Cortona (1596-1669)
Glorie des Hauses Barberini und Papst Urbans VIII.
Wiederholung des Mittelteils des Deckenfreskos im Salone grande des Palazzo Barberini, Rom, nach 1632; Öl auf Leinwand © DQS/Salzburg Museum

Da Salzburg auch als „Rom des Nordens“ bezeichnet wird, ist es natürlich sehr naheliegend das immer wieder in den Ausstellungen die bedeutendsten Künstler der Barockzeit gezeigt werden. Ein großer Sammler war Kurt Rossacher (1918-1988) ein gebürtiger Grazer, war ein österreichischer Kunsthistoriker und Kunstsammler und Gründer des Salzburger Barockmuseum (Mirabellgarten 1973) jedoch wurde die Sammlung Rossacher 2012 in das Salzburg Museum integriert und das Barockmuseum geschlossen.

Rom die Geburtsstätte des Barocks und seit Jahrhunderten das religiöse und kulturelle Zentrum Europas. In einer Sonderausstellung werden im Nordoratorium des Salzburger Doms aus der Sammlung Rossacher (ca. 150 Arbeiten) wichtige Vertreter des Römischen Barocks gezeigt:

Allegorie der Justitia, Giovanni Battista Gaulli
  • Pietro da Cortona (1596-1669)
  • Alessandro Algardi (1598-1654)
  • Gianlorenzo Bernini (1598-1680)
  • Antonio Raggi (1624-1686)
  • Carlo Maratta (1625-1713)
  • Giovanni Battista Gaulli, gen. II Baciccio (1639-1709)
  • Benedetto Luti (1666-1724)
  • Gregorio Guglielmi (1714-1773)
  • Domenico Corvi (1721-1803)
  • Anton Raphael Mengs (1728-1779) Die barocke Kunstrichtung endet mit Anton Raphael Mengs.
  • Mariano Rossi (1731-1807)
  • Peter Paul Rubens (1577-1640) war ein Auftrag in Rom von besonderem Wert für seine weitere Laufbahn und er ist der große Vermittler italienischer Kunst in den Norden. Peter Paul Rubens wurde 1598 in die Malergilde von Antwerpen aufgenommen. 1600 ging er nach Italien, um dort Tizian und Veronese zu studieren. Es folgten Studien- und Arbeitsaufenthalte in Rom, Madrid, Genua und Mailand. 1608 kehrte er nach Antwerpen zurück.
Peter Paul Rubens (1577-1640)
Die Patrone der Oratorianer: Die hll. Maurus, Gregor d. Gr., Papianus, Nereus, Flavia Domitilla und Achilleus
Ölskizze für das Altarbild in Sta. Maria Valicella, Rom, 1608; Öl auf Leinwand © DQS/Salzburg Museum

Diese Sonderausstellung mit Beispielen römischer Kunst ist mit dem Thema in der kommenden Ausstellung in den Räumlichkeiten der Residenzgalerie abgestimmt. Die Schau „Goldene Zeiten. Holländische Malerei des 17. Jahrhunderts“ mit Meisterwerken aus dem Sammlungsbestand der Residenzgalerie Salzburg und der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien wird am 3. August 2019 eröffnet.

Zwei Sonderschauen, welches das DomQuartier präsentiert, sind das Kernthema des Barocks und sind thematisch verbunden und treten miteinander in einen Dialog. Von der Residenzgalerie über die Dombogenterrasse in das Nordoratorium des Salzburger Doms wird der Gang zu einer spannenden Expedition durch die Barockzeit.

„Ein Entwurf stellt ein Projekt in der vollen Kühnheit der schöpferischen Phantasie dar“ Kurt Rossacher

RULE OF THREE / SOMMERSZENE 2019 Salzburg

Montag, 17. Juni 2019 wurde die Sommerszene 2019 im SZENE THEATER mit der Produktion RULE OF THREE des belgischen Choreograph Jan Martens eröffnet.

RULE OF THREE – SommerSzene2019-Jan-Martens@SommerSzene_BernhardMueller

Ich habe mir das Stück angesehen und war von der Inszenierung begeistert bis auf die Schlussszene, dann musste ich feststellen, schade, es hatte einen etwas faden Beigeschmack, der das Stück in der Qualität etwas fallen ließ. Warum?

SommerSzene 2019 Jan Martens – RULE OF THREE – @SommerSzene_BernhardMueller

RULE OF THREE (Übersetzt: Dreierregel oder Regel von Drei, die Dreierregel ist somit in jeder Lage des Lebens anzuwenden. Angewendet auch beim Survivaltraining) nennt Jan Martens sein aktuelles Stück, das seinen thematischen Ausgangspunkt bei der menschlichen Fähigkeit nimmt, blitzschnell von einem Moment zum nächsten zu springen. Der Saal des SZENE THEATER begann ohne Licht und der Raum war nicht erkennbar, ein Tänzer, dann tauchten zwei weitere Tänzer aus dem Nichts auf und dazu setzte lautstarke perkussive Musik des amerikanischen Komponisten NAH (live) ein. Das exzellente Tänzertrio (Julian Josse, Steven Michel, Courtney May Robertson) inszenierte sich zu einer perfekten Performance und lies sich von dieser Musik weiter antreiben. Der amerikanische Komponist NAH der mit live gespielten und vorprogrammierten Drums, Found Sounds und bearbeiteten Rock-, Hiphop- und Jazz Samples brachte den Saal zum Beben – nicht weil das Publikum tobte – sondern mit seinen kraftvollen Rhythmen, Lichteffekten und dynamischen Bewegungen des Tänzertrio. Eine Reise in das 21. Jahrhundert der Rastlosigkeit des urbanen Lebens, Nachtclubs Atmosphäre, das Pulsieren der Städte und die Erfahrung sich in der Fülle der Informationen durch die Digitalisierung sich zu verlieren, kamen hier zum Ausdruck.

SommerSzene 2019 Jan Martens – RULE OF THREE – @SommerSzene_BernhardMueller

Der Abschluss der Performance, endete mit den nackten Körpern des Tänzertrios. Keine Musik mehr, die Tänzer performten sich in Dreiecke, in liegenden ruhenden Körpern, klebten wieder einander und keiner des Publikums – es war verdammt ruhig im Publikum – kannte sich aus und man wartete wahrscheinlich darauf, was nun passieren würde, aber es passierte nichts. Meine Frage: wollte Jan Martens darauf hinweisen, wie der Anfang der Menschheit war? Nackt ins Leben getreten? Sich weiterentwickelte? Zurück zum Ursprung des Lebens? Worum ging es ihm in dieser Schlußszene, die für ihn so wichtig war?

Auf alle Fälle war RULE OF THREE eine rebellische, leidenschaftliche Choreografie mit einem perfekten Tänzertrio. Eine Konzert-Performance zwischen Kurzgeschichtensammlung und zeitgenössischer Dramen und Alltagsereignissen des 21. Jahrhunderts.

FESTUNGSMUSEUM NEU „HOHEN STOCK“

Das Festungsmuseum befindet sich auf der der imposanten Burganlage Festung Hohensalzburg aus dem 11. Jahrhundert.


Salzburger Burgen und Schlösser


So entwickelte sich die Festung Hohensalzburg im Laufe der Jahrhunderte.

Die Festung Hohensalzburg ist ein echter Blickfang hoch über den barocken Türmen der Stadt und diese Festung erzählt Geschichte! Das Festungsmuseum in Kooperation mit dem Salzburg Museum setzt auf die Weiterführung der 2016 in der Neuen Residenz eröffneten Ausstellung „Erzähl mir Salzburg!“ Im „Hohen Stock“ der Festung folgt das neue inhaltliche Konzept dem Prinzip des Storytellings. 10 Räume ca. 1400 qm Ausstellungsfläche und jeder Raum erzählt eine Geschichte.

Ausstellungsansicht „Die Baugeschichte der Festung“ © Salzburg Museum/Bianca Würger

Die Geschichte von Salzburg mit verschiedenen Aspekten eingebunden rund um die Festung Hohensalzburg. Dabei stehen die Kunst, Kultur und Geschichte von Salzburg weiterhin im Fokus.

Die Festung zählt durch ihre herausragende Lage über der Altstadt und im Zentrum des UNESCO-Weltkulturerbes zu den geschichtsträchtigsten und gleichzeitig touristischen attraktivsten Orten Salzburgs.

Schwerpunkt dieser neu gestalteten Ausstellungsräumlichkeiten ist das MITTELALTER und viele Geschichten stammen aus dem Mittelalter. Informationen gibt es auch von den Erzbischöfen geprägten Leben im mittelalterlichen Salzburg. Vor genau 500 Jahren (Juni 1519) wurde Matthäus Lang (Matthäus Lang von Wellenburg (1519-1540) war humanistisch gebildet, aber ein absolutistisch herrschender Landesfürst) zum Erzbischof von Salzburg inthronisiert.

Ausstellungsansicht „Waffen im Mittelalter“ © Salzburg Museum/Kilian Bochnig
Ausstellungsansicht „Waffen im Mittelalter“ © Salzburg Museum/Kilian Bochnig

Die Ausstellung umfasst 12 Kapiteln:

  • Die Baugeschichte der Festung                                                                     Der Einführungsraum widmet sich mit einer filmischen Animation von Stefanie Hilgarth und Wolfgang Haas der Baugeschichte der Festung seit dem 11. Jahrhundert.
  • Die Salzburger Erzbischöfe                                                                    Der Ausstellungsbereich informiert über die Geschichte der Salzburger Erzbischöfe und deren besonderen Status.
  • (Die Stadt) Salzburg im Mittelalter                                                         Mit einer Animation widmet sich der Ausstellungsbereich der Stadtansicht von Salzburg in der Schedelschen Weltchronik aus dem Jahr 1493.
  • Ernährung und Kochen im Mittelalter                                                     Die eingerichtete Küche bildet den Rahmen für illustrierte Erläuterungen zur mittelalterlichen Gesellschaftsordnung und der Ernährungsgepflogenheiten der Bevölkerung.
Ausstellungsansicht „Der Mönch von Salzburg und die Musik im Mittelalter“ © Salzburg Museum/Bianca Würger
Blick in den Ausstellungsraum „Spielen und Spielzeug im Mittelalter“ © Salzburg Museum/Bianca Würger
  • Paracelsus und Salzburg                                                                        Der Ausstellungsbereich widmet sich dem Wirken von Theophrast von Hohenheim, genannt Paracelsus, in Salzburg und lädt ein zu einer Spurensuche, die Einblicke in sein Leben.
  • Waffen im Mittelalter                                                                                          Als Einblick in ein Arsenal historischer Waffen thematisiert der Ausstellungsraum militärische und politische Konflikte.
  • Der Mönch von Salzburg und die Musik im Mittelalter                              Im Zentrum des Ausstellungsbereiches steht das Werk des anonym gebliebenen Mönchs von Salzburg.
  • Die Kapelle                                                                                              Die Kapelle von Erzbischof Leonhard von Keutschach bildet den Präsentationsrahmen für eine zeitgenössische Arbeit von Gerold Tusch.
  • Wohnen und Kunsthandwerk                                                    Ausgewählte Möbel und Erzeugnisse des Kunstgewerbes liefern Einblicke in gehobene Alltags-, Wohn- und Festkulturen.
  • Münzschatz                                                                                           Bei Grabungen in der ehemaligen Silberkammer im Hohen Stock wurde im Jahr 1997 ein verstreuter Goldschatz entdeckt.
  • Spielen und Spielzeug im Mittelalter                                               Archäologische Funde von mittelalterlichem „Spielzeug“
  • Archäologie – Spurensuche in der Vergangenheit                                        Am Ort der archäologischen Ausgrabungen der 1990er Jahre liefert der Ausstellungsraum mit der Spitze des Festungsberges.
Ausstellungsansicht „Spielen und Spielzeug im Mittelalter“ © Salzburg Museum/Bianca Würger
Ausstellungsansicht „Paracelsus und Salzburg“ © Salzburg Museum/Kilian Bochnig

Das Team des Salzburg Museum hat auch auf die Herkunft der BesucherInnen reagiert und so wurden gezielte Medien- und Sprachangebote angewandt. So gibt es beispielsweise Wandtexte in „Mandarin“. Des Weiteren wurde auch eine „Leichte und klare Sprache“ verwendet, um allen BesucherInnen dabei zu helfen, sich rasch über das Mittelalter in Salzburg zu informieren.

Die Ausstellung wird zu einem spannenden Museumserlebnis für Jung und Alt.

http://www.salzburgmuseum.at/index.php?id=standort_festungsmuseum

steirischer herbst’2019

vom 19.September 2019 – 13.Oktober 2019

© Foto: Christa Linossi

Das interdisziplinäre Festival für zeitgenössische Kunst, das 1968 in einem herausfordernden politischen und geografischen Kontext gegründet wurde; in einem Land, das viele historische Leichen im Keller hatte, und in einer Stadt, die in einer Grenzregion des Kalten Krieges lag, steht wieder in den Startlöchern und eröffnet in Graz am 19. September 2019 seinen 52. steirischen herbst

Anna Clementi und Angela Wingerath bei Proben zu Zorka Wollnys Performance fürsteirischer herbst ’19, Berlin, 2019, Foto: Zorka Wollny 
Nedko Solakov, “a lost cold war spy, Skizze, 2019, courtesy the artist 

Ekaterina Degot (1958, Moskau) ist Kunsthistorikerin, Forscherin und Kuratorin und wurde 2018 für fünf Jahre zur Intendantin und Chefkuratorin des steirischen herbst bestellt. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf ästhetischen und gesellschaftspolitischen Fragen in Russland und Osteuropa vom 19. Jahrhundert bis zur postsowjetischen Ära.

2018 startete Ekaterina Degot mit ihrem kuratorischen Team das Projekt VOLKSFRONTEN mit den vielfältigen und ambivalenten Bedeutungen dieses Begriffs. Thematisiert wurden die Geschichte und das aktuelle politische Klima in Österreich und Europa. Somit schließt das Festival 2019 unmittelbar daran an und geht den zerstörerischen Widersprüchen und dem unheimlichen Charme des Habsburgischen Europa sowie seiner Bedeutung für den Rest der Welt tiefer auf den Grund. Das Kernprogramm des steirischen herbst’19 trägt den Titel „Grand Hotel Abyss – Grand Hotel Abgrund“.

Eine schlagende Metapher „Grand Hotel Abgrund“, so nannte der ungarische Philosoph Marxist Georg Lukács, nicht zuletzt wegen ihres teilweise großbürgerlichen Hintergrunds, die Intellektuellen und Kulturschaffenden des „Instituts für Sozialforschung“, jener berühmten „Frankfurter Schule“, welcher die gesellschaftskritische Sozialwissenschaft entscheidende Impulse verdankt.

Ian Hamilton Finlay, Neoclassicism Needs You, Postkarte, Ort und Jahr unbekannt, courtesy of the Estate of Ian Hamilton Finlay 

Auszug aus dem Pressetext „steirischer herbst‘19“

„Der tägliche Anblick des Abgrunds, zwischen behaglich genossenen Mahlzeiten oder Kunstproduktionen, kann die Freude an diesem raffinierten Komfort nur erhöhen.“ Lukács´ Bild entspricht der Selbstdarstellung von Graz und dem umliegenden österreichischen Bundesland Steiermark als Genussregion, als kulinarische und ästhetische Wohlfühlzone. Graz und die Steiermark gehören zu den zahlreichen Blasen aus gehobener Gastronomie, Wellness und Bio-Komfort, die in Zeiten zunehmender Ungleichheit entstehen – Orte, die maßgeschneidert sind für Geschäftsreisende und Kulturtourist*innen, wo das Lob traditioneller Erzeugnisse beängstigende, Krypto nationalistische Untertöne hat und der Abgrund der radikalen gesellschaftlichen Exklusion, der Wirtschaftskrise und des entfesselten militärischen Konflikts lauert und in Zeitlupengeschwindigkeit näherkommt. Grand Hotel Abyss nimmt diese Situation als Ausgangspunkt für eine umfassendere Betrachtung des Hedonismus in Zeiten der nahenden Apokalypse. Das Festival blickt zurück auf seine Vorgeschichte in den turbulenten Tagen des beginnenden Kalten Krieges, als britische Offiziere, darunter auch der junge John le Carré, das Hotel Wiesler – das damals einzige wirkliche Grand Hotel der Stadt – übernahmen und ihr Hauptquartier im Palais Attems aufschlugen, in dem sich heute das Büro des steirischen herbst befindet. Das diesjährige Programm erzählt Geschichten über die Wohlfühlpolitik des Nationalsozialismus, über sexuelle Praktiken der Zukunft, über die unmögliche Entscheidung zwischen Faschismus und Nationalsozialismus, die Tirol in den 1930er-Jahren aufgezwungen wurde, und über Handelssanktionen für landwirtschaftliche Produkte im heutigen Russland – und es spult vor in eine dystopische Zukunft, in der die bestehenden Kulturinstitutionen der Stadt in Cafés umgewandelt werden.“

Jakob Lena Knebl, Richard (2019), Foto: Christian Benesch 

„Grand Hotel Abyss“ eine Fiktion? Der steirische herbst’19 wird zur Eröffnung am 19. September 2019 bei einer Abendveranstaltung überraschende Ereignisse liefern und sich anschließend in der gesamten Stadt zu einem vierwöchigen, dicht gewobenen kuratorischen Narrativ aus Performances, Bühnenproduktionen, Installationen und Filmen von KünstlerInnen aus aller Welt weiterentwickeln.

Diesmal gibt es auch eine Kooperation mit dem Literaturhaus Graz und der steirische herbst’19 nutzt das Literaturhaus erstmals als Ausstellungsort. Konzipiert wird eine Installation von Ekaterina Degot und David Riff mit dem Titel „The Life and Adventures of GL“ welches einen künstlerisch-kuratorischen Blick auf die Fiktionen und Mythen um Georg Lukács und seine titelgebende Metapher des Hotels am Abgrund wirft. Des weiteres kooperieren beide Institutionen für ein dreitägiges Festival mit dem Titel „Weltmaschine Österreich“. Die „Weltmaschine Österreich“ ist die Erfindung des oststeirischen Bauern Franz Gsellmann. https://www.steiermark.com/microsites/gsellmann-weltmaschine

Eines ist sicher, es wird wieder ein spannender „steirischer herbst‘19“ vom 19. September bis 13. Oktober 2019 mit seinem „Grand Hotel Abyss“ in Graz und der Steiermark, mit Parcours, Kunstwerken, Installationsprojekten und Filmproduktionen.

Vor 51 Jahren gegründet, bietet das Festival immer wieder neuen Produktionen eine Plattform, die öffentliche Debatten auf unterschiedliche Art und quer durch alle Disziplinen und Medien zu provozieren und konturieren. Der steirische herbst der sich immer wieder neu erfindet und die begrifflichen Grundlagen, was Kultur für das Zeitgenössische bedeuten könnten, neu definiert. Graz die Kulturstadt der Avantgarde.

SH19_sujet_C_landscape_byGrupaEe_0.jpg

https://www.steirischerherbst.at

VOM HÖHENRAUSCH ZUM …..

2019 wechselt das OK Kulturquartier vom HÖHENRAUSCH zum SINNESRAUSCH (hier geht es um Wahrnehmung)

Hauptaugenmerk liegt auf Punkte, Linien und sphärische Blasen, die sich bewegen, spannen und sich über ganze Räume stülpen. Ein Punkt geht spazieren, eine Linie gilt als Leitfaden, die Sphäre der Sinne und alles ist in Bewegung.

VIDEO: Sinnesrausch / OÖ Kulturquartier /

Das sind meine Highlights in dieser Ausstellung:

Der erste Raum dieser Ausstellung wird vom Künstler Achim Freyer bespielt und er bringt den Raum in seiner theatralen Installation „auf den Punkt“. Das Projekt nennt sich „Verschüttungen – die Dekade des Pythagoras, 2019“. Eine schwarze schräg gestellte Wand verweist auf Punkt-Elemente die auf die Namen Erde, Schwefel, Quecksilber, Mond, Feuer, Salz und Luft hinweisen. Inspiriert wurde er von Pythagoras (er befasste sich mit dem antiken griechischen Philosophen und Mathematiker), der mit zehn Punkten in Dreiecksformation sowohl das Dezimalsystem als auch die Welt hierarchisch-mathematisch definiert hat, inszeniert er räumliche „Verwehungen“ aus Punkt, Linie, Farbe und Täuschung. Auf die Frage hin ob die Erde (im Universum ebenfalls nur ein Punkt) für ihn als Ausgangspunkt für seine Arbeiten war. Exakt, es war der Ausgangspunkt für seine zahlreichen Arbeiten, die er immer weiterentwickelte.

Künstler Achim Freyer / Foto: © Christa Linossi
Achim Freyer, Verschüttungen – Die Dekade des Pythagoras, 2019, Foto: Otto Saxinger

Freyer wurde 1934 in Berlin geboren, studierte Grafik und war Meisterschüler für Bühnenbild von Bertold Brecht. Als bildender Künstler war er zweifacher documenta Teilnehmer und ist auf vielen internationalen Ausstellungen vertreten. Achim Freyer lebt und arbeitet in Berlin. https://www.achimfreyer.com/

William Forsythe, City of Abstracts, 200, Foto: Otto Saxinger

Eine sehr interessante Videoinstallation ist die Arbeit von William Forsythe mit dem Titel „City of Abstracts, 200“ Der Künstler 1949 in New York geboren, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

William Forsthe konzipierte für das OK Kulturquartier eine interaktive Videoinstallation und nähert man sich der interaktiven Installation, so wird der Körper (BesucherInnen) auf eine Videowand projiziert und durch die Bewegung entsteht ein Tanz in Form von Linien und abstrakten Formen. Die Installation lädt dazu ein, mit ihr zu spielen und durch eigene Bewegungen des eigenen Körpers eine gemeinsame, spontane Choreografie zu schaffen.

William Forsythes gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Choreografen und Tänzer. „Choreografische Objekte“ nennt er seine interaktiven Skulpturen, welche die Grenzen zwischen den Disziplinen digitale Kunst, Installation, Plastik, Performance und Tanz verschwimmen lassen.

https://www.williamforsythe.com

Urgent.Agency, Common Clearings, 2019, Foto: Otto Saxinger

Urgent.Agency „Common Clearings, 2019“

Für die OK hat das Designstudio eine eigenartige Installation geschaffen. Es handelt sich um rote Stoffbahnen die wie Vorhänge auf Trägern auf dem Dach der OK installiert wurden und so schafft es eine Komposition mit wehenden und sich optisch überlagernden Stoffbahnen eine Welt aus Farbe. Bewegt man sich selbst durch die Stoffbahnen, ergibt dies ein eigenartiges Gefühl einer gewissen Freiheit und doch wieder nicht. Man könnte auch darinnen verweilen, ein Buch lesen, seinen Gedanken nachhängen oder…? Es ist wie eine Kollektive Lichtung die sich auf die Suche nach einem gemeinsamen, freundlichen Ort, um sich im übertragenen, aber auch wörtlichen Sinn zu (ver-)sammeln.

Urgent.Agency arbeitet als interdisziplinäres Designstudio in Kopenhagen und Oslo. Zu den Projekten von Urgent.Agency gehören Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, Strategie, Stadtplanung, Markenindentität, Grafikdesign, Raumgestaltung, Bücher und Kommunikationsarbeit – oft auch in Kombination untereinander.  www.urgent.agency.

Gianni Colombo Spazio Elastico, 1967-1968 Elastische Schnüre, Schwarzlicht, elektrische Motoren Dimensionen variabel

Gianni Colombo, Spazio elastic, 1967-68, Foto: Otto Saxinger

Ein eigenartiges Gefühl löst ein weiterer Raum beim Besucher aus, man betritt eine dunkle Kabine in der sich ein UV-Licht reflektierendes Raster aus Fäden, das mechanisch betrieben und bewegt wird, zwischen Wand, Boden und Decke, spannt. Dieses fluoreszierende Fadennetz verändert sich durch die Bewegung so dass dieser Raum selbst in Bewegung gerät und somit „elastisch“ wird.

Durch die stete Verformung dieses Netzes aus Lichtlinien tauchen die BetrachterInnen in einen sich unablässig neu definierenden Raum ein.

Gianni Colombo war einer der bedeutendsten Vertreter der kinetischen Kunst in Italien und Mitbegründer der Gruppo T deren Anliegen es war, tempo („T“), also die Zeit, aber auch das Publikum mittels Bewegung einzubinden. Mit seinem Ambiente – betretbaren Räumen mit schiefen Böden und Säulen -, Bariestesie (Treppen) oder den Spazi elastici konzentrierte sich Colombo ab 1964 zunehmend auf die räumliche Wahrnehmung. *1937 in Mailand/It, + 1993 in Melzo/I T, lebte und arbeitete in Mailand und Wien/AT   http://www.archiviogiannicolombo.org/en/ Marino Apollonio Spazio ad Attivazione Cinetica, *1966 – + 2015

Ein überdimensionales optisches Phänomen, das aus nächster Nähe zu betrachten und zu nutzen ist, entfaltet seine optische Wirkung erst durch die unterschiedlichen Blickwinkel.

Katharina Lackner, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Direktor Martin Sturm (v.l.n.r.) (Foto: Land OÖ/ Stinglmayr)
Marina Apollonio Op-ART/ Foto: © Christa Linossi

Op-ART ist die in den 1950er-Jahre entstandene Kunstrichtung, die optische Täuschungen durch musterähnliche Wiederholungen entstehen lassen. Marina Apollonio zählt zu den Pionierinnen der Op-Art. Für den Sinnesrausch wurde dieser konzentrische Kreis installiert, der die Perspektive von oben auf das Schwarz-Weiß GEHALTETE GRAFISCHE Muster den Sehsinn herausfordert.

Beim Betrachten geraten die schwarzen Linien vor der leuchtend weißen Grundfläche scheinbar in Bewegung. Die grafische Textur der Boden-Installation aktiviert sich ins Räumliche und wirkt wie eine fließende, elastische Welle.

Mit einfachen Mitteln schafft die Künstlerin auch hier Strukturen, die sich vor den Betrachterinnen in dynamische Bilder verwandeln. Schwarz-weiß flimmernd, gipfelt die physikalische Wirkung des Bewegtbilds in Nachbildern, die direkt auf das Bewusstsein einwirken. Die italienische Künstlerin entwickelt elementare Formen, die sich gegeneinander verschieben und überraschende Bewegungs- und 3D-Effekte somit auslösen. *1940 in Triest/IT, lebt und arbeitet in Venedig/IT https://arthive.com/artists/78084~Marina_Apollonio/works

NUMEN / FOR USE   Tube Linz 2019

Begehbare Installation Auftragsarbeit OÖ Kulturquartier

Die BesucherInnen werden bei TUBE Linz zu Akteurinnen, die sich in einem Geflecht aus Linien neue Perspektiven erschließen und in der gemeinsamen Bewegung miteinander „vernetzen“.

Numen/For Use, Tube Linz 2019 Foto: Otto Saxinger
Numen/For Use, Tube Linz 2019 /Foto: © Christa Linossi

Raumergreifend hat sich das Konstrukt aus Sicherheitsnetzen wie ein Parasit in der Stahlstruktur des voestalpine open space eingenistet und verwandelt ihn in ein sinnliches Erlebnis, das allerdings körperlichen Einsatz verlangt: Hier darf geklettert werden! Tunnelartige Gänge führen zu organisch anmutenden Kammern, Orten der Kontemplation, die das Gefühl des freien Schwebens suggerieren. Hoch hinauf führen die grobmaschigen Schläuche und eröffnen von dort wiederum unbekanntem, neuem Blickwinkel.

Numen/For Use, Tube Linz 2019 und Direktor Martin Sturm darin gefangen? /Foto: © Christa Linossi

Numen/For Us ist ein Kollektiv, das in den Bereichen Konzeptkunst, Szenografie, Industrie- und Raumgestaltung sowie Kunst arbeitet. Seit 2008 konzentriert es sich auf die Konfiguration von Objekten und Konzepten ohne vordefinierte Funktion, was hybriden und experimentellen Arbeiten.

*1998 gegründet, Sven Jonke Berlin/DE; Christoph Katzler Wien/AT und Nikola Radeljkovic ZagrebK/HR http://www.numen.eu/

Beginnen sie mit dem Punkt und spazieren sie mit ihm zur Linie und diese Linie führt wiederum als Leitfaden durch die Ausstellung. Die Ausstellung ist auf alle Fälle SEHENSWERT, sie bereuen es nicht, wenn sie sich diesem SINNESRAUSCH hingeben.

http://www.sinnesrausch.at/