KEIMENA – documenta 14

Keimena ist ein wöchentliches Filmprogramm, das von dem griechischen Fernsehsender ERT ausgestrahlt und von der documenta 14 gestaltet wird. Jeden Montag um Mitternacht, bis zum 18. September 2017 Durch die Zusammenarbeit mit der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt Griechenlands ERT versucht das Projekt die Reichweite der documenta 14 ins Zuhause der Zuschauer_innen zu erweitern und so neue und andere Öffentlichkeiten, Kontexte und Kontingenzen zu schaffen.

Nach den jeweiligen Ausstrahlungsterminen sind die Filme weitere sieben Tage auf webtv.ert.gr  von Griechenland aus verfügbar.

 

Im Januar zu sehen

Keimena #7

Montag, 30. Januar 2017, 24:00 Uhr
Manazil bela abwab (Houses Without Doors), 2016, Syrien/Libanon, 90 Min.
Regie: Avo Kaprealian
Einführungstext: Rasha Salti

Manazil bela abwab ist die persönliche Chronik des Überlebens einer syrisch-armenischen Familie in Aleppo zwischen den Jahren 2011 und 2014. Der Regisseur Avo Kaprealian dokumentiert vom Balkon des Wohnhauses seiner Familie aus, wie die Stadt in ein Schlacht- und Trümmerfeld verwandelt wird, und schafft auf diese Weise ein wirkmächtiges Porträt des Alltagslebens inmitten des Krieges.

Im Februar zu sehen

Keimena #8

Montag, 6. Februar 2017, 24:00 Uhr
Ku Qian (Bitter Money), 2016, Frankreich/China, 157 Min.
Regie: Wang Bing (Künstler der documenta 14)
Einführungstext: Daniela Persico

Ku Qian dokumentiert den rasanten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel Chinas. Der Film folgt dabei Landarbeiter_innen, die in die Stadt Huzhou ziehen, um für die dortigen Textilfabriken zu arbeiten. Der Film setzt sich unmittelbar mit den Effekten des Kapitalismus im 21. Jahrhundert auseinander: Filmemacher Wang Bing dient als Zeuge der Veränderungen im Leben derjenigen, die unter den neuen ökonomischen Umständen zur Anpassung gezwungen werden.

Keimena #9

Montag, 13. Februar 2017, 24:00 Uhr
The Forgotten Space, 2010, USA, 112 Min.
Regie: Allan Sekula und Noël Burch
Einführungstext: Monika Szewczyk

The Forgotten Space wendet sich jenen vernachlässigten Orten industrieller Zonen zu, an denen die Globalisierung auf das Meer trifft: den Hafenvierteln. Dieser zwei Stunden lange Essayfilm stellt zwischen den Häfen der Welt und den Menschen, die dort arbeiten, Beziehungen her; dies macht ihn zu einer Art Detektivgeschichte über den Betrieb des globalen Kapitals, die uns, unter anderem, auch die gegenwärtige ökonomische Zwangslage Athens begreiflich machen kann.

Keimena #10

Montag, 20. Februar 2017, 24:00 Uhr
Rabo de Peixe (Fish Tail), 2015, Portugal, 103 Min.
Regie: Joaquim Pinto und Nuno Leonel
Einführungstext: Filipa Ramos

Dieser Film zeigt den Alltag und die alltäglichen Ambitionen und Schwierigkeiten der Fischer in Rabo de Peixe (zu deutsch „Fischschwanz“), einem traditionellen Fischerdorf auf einer kleinen Azoreninsel. Die schonungslos realistische Darstellung von Menschen und Orten wird von traumähnlichen Unterwasseraufnahmen kontrastiert, die diesem Dokumentarfilm eine zutiefst persönliche und poetische Stilsprache verleihen.

 

Keimena #11

Montag, 27. Februar 2017, 24:00 UhrLoubia Hamra (Bloody Beans), 2013, Algerien/Frankreich, 88 Min.
Regie: Narimane Mari (Künstlerin der documenta 14)
Einführungstext: Olivier Marboeuf

Loubia Hamra ist das traumähnliche Porträt einer Gesellschaft, die seit Jahrzehnten von einem Gewaltkonflikt heimgesucht wird. Statt sich auf ein historisches Narrativ zu verlassen, zeigt dieser von Publikum und Kritik gefeierte Film ein spielerisches, surreales Reenactment des algerischen Unabhängigkeitskriegs, das von einer Gruppe ortsansässiger Kinder in Szene gesetzt wird.

Das Programm der Keimena-Reihe sind experimentelle Dokumentar- und Spielfilme, deren Ansätze gesellschaftliche, politische und poetische Anliegen betreffen. Die Konzepte, Themen und Positionen sind übergreifende kuratorische Visionen die mit der documenta 14 im Dialog stehen.

Es handelt sich um Filme, deren Entstehungsdaten bis in die 1970er Jahre zurückreichen, ebenso wie neue Filmarbeiten, die von der documenta 14 in Auftrag gegeben wurden. Es sind Reflexionen zeitgenössischer Themen, die in Zeiten ökonomischer Härte und gesellschaftlicher Unruhe in Griechenland wie auch anderswo relevant sind.

 

 

 

FRANZ WOLF – DER BILDER-MALER

Franz Wolf – Österreichischer Künstler, der sich  gerne selbst  als Bilder-Maler bezeichnet

Foto ©Christa Linossi: Franz Wolf

Foto ©Christa Linossi: Franz Wolf

Kurzes Statement zum Künstler:

Franz Wolf wurde 1954 in Vorarlberg geboren und beschäftigt sich schon seit 1969 intensiv mit der Zeichnung. Er übersiedelte in den 70iger Jahren nach Berlin, studierte zwischen 1980 und 1985 an der Universität der Künste in Berlin mit Schwerpunkt Akt und Malerei. 1999 ging er nach Österreich zurück und lebt und arbeitet seit diesem Zeitpunkt in Grödig bei Salzburg. Weiterlesen

2017 startete aus der Pol Position in das Rennen

6 Tage alt ist das neue Jahr, aber noch ist es ruhig in der Kunstszene. Jedoch die ersten Termine für die nächsten Kunst-Pressekonferenzen flattern schon in mein Outlook. Weiterlesen