„Artificial Intelligence – das andere Ich“ Ars Electronica Festival 2017

 

Foto: © Ars Electronica

Das Ars Electronica Festival 2016 ist noch gar nicht so lange her und schon wird das neue Festival wieder eingeleitet. Das Motto der diesjährigen Ars Electronica Festival 2017:  „Artificial Intelligence – das andere ich“.

Was erwartet den Besucher beim Festival und was verstehen wir darunter? Artificial Intelligence – künstliche Intelligenz**. „Das andere Ich“ – Technologie als Antagonist („Gegner, Widersacher, Feind“)? Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Ars Electronica 2017 mit dem Thema „Artificial Intelligence – das andere ich“. Der Untertitel macht deutlich, dass sich der Blick auf technologischen und wirtschaftlichen Horizont hinaus auf die kulturellen, psychologischen, philosophischen und spirituellen Aspekte richten wird. Dieses Festival durchleuchtet die Visionen, Erwartungen und Befürchtungen, die mit der Vorstellung einer künftigen, umfassenden Artificial  Intelligence verbunden sein wird.

Facebook hat durch sein schlechtes Image an Interesse verloren, das Internet der Dinge nicht recht über sich selbst hinaus kommt und die Neuerfindung von VR (https://www.drei.at/microsites/de/virtual-reality/vr-geraete/) schon wieder ihren Reiz verliert. Mit einem dominanten Nervenkitzel und für Schlagzeilen sorgen zur Zeit die Super-Maschinen der Zukunft: Artificial Intelligence, mit seinen vielen Gesichtern und sind sie auch ein Garant für Aufmerksamkeit. Nüchtern betrachtet ist die jüngste Entwicklung atemberaubend und verspricht  in Zukunft noch rasanter zu werden. Einfacher Grund: Es gab noch nie so viel Investorenkapital auf der Suche nach den Erfolgstechnologien und Innovationen für morgen. Die Erwartungen sind also hoch und die Investitionen versprechen satte Profite in der Zukunft. Deep learning, selbstlernende neuronale Netze, autonome mobile Roboter und smarte digitale Assistenten – sie sollen die nächsten großen Game-Change sein und sie haben ohne jeden Zweifel das Zeug dazu.

Auszug aus dem Pressetext: „Eine Entwicklung, die uns ganz nah an grundlegende Fragen unserer eigenen Identität und Existenz heranführt: Etwa was es für uns „vernunftbegabte Wesen“ bedeuten würde, plötzlich kein Monopol mehr auf das Denken zu besitzen? Artificial Intelligence ist somit die perfekte Projektionsfläche, um über die Menschen- und Weltbilder unserer digitalen Moderne nachzudenken. Gemeinsam mit KünstlerInnen, Natur- und GeisteswissenschaftlerInnen, genau wie mit ExpertInnen aus Wirtschaft, Politik und Religion versucht die diesjährige Ars Electronica auszuloten, welche unserer Ängste berechtigt und welche dagegen schlicht Ausdruck unseres ambivalenten Verhältnisses zu Technologie sind? Denn, wenn am Ende womöglich alles auf dem Spiel steht, warum lassen wir uns auf ein Abenteuer wie das der Artificial Intelligence überhaupt ein? In Symposien, Ausstellungen, Performances, Workshops und künstlerischen Interventionen werden insbesondere ihre kulturelle, psychologische, philosophische und spirituelle Dimension bearbeitet. Die Frage nach dem Wesen einer zukünftigen, von uns Menschen geschaffenen Artificial Intelligence, bildet dabei zugleich den Ausgangspunkt einer Reflexion über uns selbst, unsere Schwächen und unsere Stärken, kurz über das, was uns Menschen ausmacht.“

Vom 7. bis 11. September wird das Ars Electronica Festival 2017 in der  POSTCITY Linz zum Schauplatz einer spannenden und umfassenden Auseinandersetzung mit der Realität und der Vision von Artificial Intelligence.

 

**Auszug aus Gablers Wirtschaftslexikon zur Definition: Künstliche Intelligenz:                  „Kurzerklärung: Erforschung „intelligenten” Problemlösungsverhaltens sowie die Erstellung „intelligenter” Computersystheme Künstliche Intelligenz (KI) beschäftigt sich mit Methoden, die es einem Computer ermöglichen, solche Aufgaben zu lösen, die, wenn sie vom Menschen gelöst werden, Intelligenz erfordern.“