WalküRe 1967 – 2017 – 50 Jahre Osterfestspiele Salzburg

Foto: Aufführung 2017/Die Walküre, Schlussapplaus (c) OFS/Matthias Creutziger

Wir schreiben das Jahr 2017 und es ist Mitte April und Ostern fällt wieder auf dieses Datum.

In Salzburg finden wieder die Osterfestspiele statt und dieses Jahr sind es besondere Festspiele, wurden sie doch vor 50 Jahren, also 1967, von Herbert von Karajan gegründet. Karajans Strahlkraft ist ungebrochen in Salzburg. Karajans Vergangenheit am Anfang seiner Karriere ist sicher umstritten, trat er doch der NSDAP bei. Was man jedoch nicht rekonstruieren kann, ist er aus bewussten Gründen der NSDAP beigetreten um seine Karriere zu forcieren oder spielten andere Gründe auch mit??

Abgesehen davon, ist er einer der besten Dirigenten des 20. Jahrhunderts und  was wäre Salzburg ohne Karajan und ohne Mozart? Ein unbedeutendes kleines Städtchen.

Salzburg feiert heuer 50 Jahre  Osterfestspiele. Mit der Aufführung von Richard Wagners Oper  Die Walküre begründete Herbert von Karajan  1967 die Osterfestspiele Salzburg. Die Osterfestspiele kreisten um seine Person wie einst die Bayreuther Festspiele um den Musikdramatiker Richard Wagner und – in der Frühzeit – die Salzburger Festspiele um den Theatermagier und Impresario Max Reinhardt. An diese große Tradition wollen die Jubiläums-Osterfestspiele 2017 anknüpfen, indem eine Re-Kreation von Karajans musiktheatralischer Vision der Walküre aus dem Jahre 1967 versucht wird. Die Walküre als Neuproduktion gibt diesen Feierlichkeiten einen würdigen Rahmen.

Rekreationen haben immer mit der Befragung von Geschichte zu tun, mit Erinnertem. Im speziellen geht es hier um die Wiederbelebung eines Bühnenbildes, nämlich jenes zu Karajans Walküre-Inszenierung von 1967 und zur Gründung der Osterfestspiele.

Mit der Gründung der Osterfestspiele vor 50 Jahren gelang es Herbert von Karajan, seine Vision von einem eigenen Festspiel zu realisieren. Mit den Berliner Philharmonikern und einem „Weltensemble“ kreierte er im Großen Festspielhaus seinen legendären Ring und im März 1967  Die Walküre. Das seinerzeit gewaltige Bühnenbild wurde von dem Bühnenbildner Günther Schneider-Siemssen mit einer riesigen Ring-Ellipse auf die Festspielbühne gestellt, in deren Mitte er einen mächtigen Eschenstamm pflanzte.

Rund um dieses Jubiläum findet nicht nur die außergewöhnliche Opernproduktion WalküRe 1967 ∙ 2017 – Re-Kreation eines Bühnenwerks statt – die musikalische Leitung der Walküre obliegt Christian Thielemann. Die Regisseurin Vera Nemirova hat mit den rekonstruierten Bühnenbildern von Günther Schneider-Siemssen  mit Jens Kilian die Inszenierung realisiert – sondern wurde auch  im Salzburg Museum ein Ausstellungprojekt auf die Beine gestellt, die eine Reise zurück zur Gründungszeit dieses Festivals führt. Die visionäre Festspiel-Idee Herbert von Karajans und sein Streben nach einem ‚gültigen‘ Gesamtkunstwerk auf der Bühne des Großen Festspielhauses wird in der Ausstellung eindrucksvoll nacherlebbar gemacht.

Ausstellung WalküRe 1967 . 2017 – Re-Kreation eines Bühnenwerks © Forster