EIN MUSEUM FÜR DEN BLICK DER GEGENWART

Museumsneubau Landesgalerie Niederösterreich

Creditangabe: © Marte.Marte Foto: Gregor Semrad

Heute am 19. April 2017 stand der aus der Regierung scheidende Landeshauptmann Erwin Pröll ein letztes Mal am Rednerpult im niederösterreichischen Landtag.

Es wäre nicht Erwin Pröll, wenn er sich nicht ein Denkmal setzen würde. Sein Abschiedsgeschenk an das Land Niederösterreich gab er bei der Pressekonferenz am 21. März 2017 noch bekannt: Auszug aus dem Pressetext:  „Die Landesgalerie Niederösterreich ergänzt die niederösterreichische Museumslandkarte“, so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. „Durch den Museumsneubau wird die Kunstmeile Krems um ein außergewöhnliches Haus bereichert, das der Bevölkerung die Möglichkeit bietet, Schwerpunkte der Kunstsammlungen des Landes Niederösterreichs zu sehen. Die Bestände einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist unsere kulturpolitische Verpflichtung.“

 „Ein Hafen ist immer ein Ort der Kommunikation und des Austausches. (Bei den Aushubarbeiten rund um die Landesgalerie Niederösterreich stießen die Bauarbeiter – trotz archäologischer Voruntersuchungen durch das Bundesdenkmalamt vor Baubeginn – auf Bodenfunde, die aus historischer Sicht spannende Erkenntnisse bringen. Handelte es sich zunächst um einzelne Keramiken und Holzteile, wurden in weiterer Folge in einer Tiefe von über fünf Metern bauliche Strukturen einer Uferbefestigung freigelegt, die auf eine mittelalterliche Hafenanlage schließen lassen. ) Es erfüllt mich daher mit großer Freude, dass die Landesgalerie an dieser historischen Stelle mit dem ehemaligen mittelalterlichen Hafen zu einem Ort der Kommunikation und des Austausches mit der Kunst wird. Das Land Niederösterreich ist sich des großen Wertes seines kulturellen Erbes bewusst. Daher hat das Land selbstverständlich alle notwendigen Anstrengungen unternommen, diesen bedeutenden Fund bergen, dokumentieren und sichern zu lassen, damit dieser in den Landessammlungen Niederösterreich für die Nachwelt erhalten bleibt“, so der Landeshauptmann.

Die Landesgalerie Niederösterreich wird ihren neuen Standort vor der Kunsthalle Krems einnehmen. Es entsteht ein komplett neues Gebäude in Krems/Stein in moderner Architektur die von den Architekten marte.marte entworfen wurde. Die Landesgalerie Niederösterreich wird sich dem Besucher mit weiten, lichtdurchfluteten Bögen öffnen und den Auftakt des Museumsbesuchs bilden. Von dort führt der Ausstellungsparcour über drei weitere oberirdische Geschoße und endet in einem Präsentationsbereich im Untergeschoß, das eine Verbindung zur Kunsthalle Krems herstellt. Insgesamt stehen 3.000 m² Ausstellungsfläche zur Verfügung. Die neue Landesgalerie Niederösterreich soll – wenn alles planmäßig verläuft – im Sommer 2018 feierlich eröffnet werden.

Es wird ein neuer, dynamischer Ausstellungsort für das österreichische Kunstschaffen. Es stellt dann eine Verbindung zwischen den Beständen der Landessammlungen Niederösterreich und der Fragen der Gegenwart her. Die Lebensrealität der Menschen wird der Dreh- und Angelpunkt des Programmes sein, das sämtliche Kunstgattungen umfasst und das Alte mit dem Neuen in Dialog setzt.

Architekturbüro © Marte.Marte 2016_03_14_galerie krems_Var 3_Ausschnitt.jpg

Mit Hilfe der einladenden Atmosphäre und des dynamischen, kommunikationsfördernden Charakters des Museums soll sich das Haus zu einem beliebten Treffpunkt in Niederösterreich entwickeln und es zu einem Besucherzentrum der Kunstmeile Krems werden. Die Kunstmeile Krems mit der Kunsthalle Krems, als Ausstellungshaus für internationale zeitgenössische Kunst, und dem Karikaturmuseum Krems, als einziges Museum für Karikatur, Comic und Bildsatire in Österreich, wird durch das Angebot der Landesgalerie Niederösterreich für österreichische Kunst ergänzt.