Sommerszene 2017 Salzburg

  1. Juni – 01. Juli 2017   International Performing Art Festival

Was erwartet den Besucher heuer beim Fest der performativen Kunst der Sommerszene Salzburg?

Eine inhaltliche und ästhetische Vielfalt der Bühnenkünste. 12 Tage werden internationale und österreichische Choreographen, Theatermacher und Musiker ihre Tanzstücke und zeitgenössisches Performances zu gesellschaftspolitischen Themen und sozialen Prozessen präsentieren.

Die ehemalige Frontfrau  und franko-kanadische Tanz Ikone Louise Lecavalier von Lalala Human Steps eröffnet mit ihrem aktuellen Werk „Battleground“ das Festival.

Dance Company : Fou Glorieux
Title english : BATTLEGROUND
Titre français: Mille Batailles
Choreographer : Louise Lcavalier
Dancers: Louise Lecavalier & Rob Abubo

Inspirieren ließ sich Lecavalier von dem Italo Calvinos Erzählung „Der Ritter, den es nicht gab“ und seinem makellosen Protagonisten Ritter Agilulg. Ritter Agilulg ist innen hohl und besteht nur aus Rüstung, jedoch enthält die Rüstung Stimme und Seele, aber eben keinen Körper. (Calvinos ironisch graziöse Fabulierkunst mit ernstem Unterton ist in der heutigen Literatur eine kostbare Rarität)  Mit Battleground kreiert Louise Lecavalier in der Klanglandschaft von Antoine Berthiaume, die zwischen Elektronik, eine Variante der elektronischen Musik und Perkussion,  schwingt ein faszinierendes Universum aus Schwerelosigkeit, Mechanik, Balance, Trance und Vibration.

Österreich-Premiere – Dienstag 20. Juni und Mittwoch 21. Juni 2017. Jeweils um 20:00 Uhr im republic.

Einige Produktionen befassen sich mit neuen Aspekten und Fragen zur Gegenwart und zu gesellschaftlichen Themen und sozialen Prozessen. Weiteres werden Reflexionen im öffentlichen Stadtraum präsentiert. Gemeinsam mit dem Publikum begibt sich das Salzburger Kollektiv ohnetitel in ihrem eigens für die Sommerszene konzipierten Projekt Gärten von Gestern zum Kommunialfriedhof.

ohnetitel Gärten von Gestern. Techniken des Erinnerns. © Arthur Zgubic

Am Alten Markt wirft der japanische Performer Michikazu Matsune gemeinsam mit SEAD-Studierenden in What The Hell einen humorvollen Blick auf unsere Welt in ihrer Hoffnungslosigkeit und mit ihren ungelösten Problemen.

Matsune What The Hell
© Michikazu Matsune

Zum Abschluss der Sommerszene wird dann noch Tradition und Moderne von dem österreichischen Shootingstar Simon Mayer in seiner tänzerisch-musikalischen Performance Sons of Sissy hinterfragt.

Simon Mayer Sons of Sissy
© Rania Moslam

Gespräche zur Sommerszene wird es auch wieder zu den jeweiligen Aufführungen geben. Spielorte sind diesmal: republic, ARGEkultur, Kavernen 1595, Kommuninalfriedhof Salzburg und Alter Markt sowie das Schauspielhaus in Nonntal.

Weitere Infos: www.szene-salzburg.net oder facebook.com/szenesalzburg