Ars Electronica 2018 übertrifft Besucher Bestmarke aus dem Vorjahr

ERROR – The Art of Imperfection:
Am 10.09.2018 ging das ARS Electronica 2018 mit dem Konzert von Make Namekawa und Dennis Russell Davies wieder zu Ende. Rund 105.000 Besucher haben dieses Jahr das Festival besucht und es ist eine Bestmarke daraus geworden.

„Piano Music meets Digital Images“ war der 614. und letzte Programmpunkt, des bislang umfangreichsten Festivals in der Geschichte von Ars Electronica. Mitgewirkt haben 1.357 KünstlerInnnen, WissenschaftlerInnen, TechnologInnen, UnternehmerInnen und Aktivisten aus 54 Ländern.

2018 Ars Electronica Festival: ERROR – the Art of Imperfection. Video: Ars Electronica / Vanessa Graf, Martin Hieslmair, Magdalena Sick-Leitner / Gregor Tatschl Ars Electronica Hauptfokus war dieses Jahr der Error, die Abweichung von der Norm – aber auch der Fehler in Kunst, Wissenschaft und Technologie.

Gerfried Stocker und Christine Schöpf vom Künstlerischen Direktorium des Festivals: „Dass wir diese unglaubliche Vielzahl von Ideen, Visionen, Kunstwerken, Soundprojekten, Konzerten, Prototypen und Produkten in Linz präsentieren konnten, verdanken wir wiederum 396 Kooperationspartnern aus aller Welt.“ Vom Linzer Festival berichtet haben diesmal 402 akkreditierte MedienvertreterInnen und BloggerInnen aus 40 Ländern.

Was bedeutete ERROR – The Art of Imperfection genau? Error = Fehler, Imperfection = Unvollkommenheit, ART = Kunst  Ein Error ist die Abweichung von dem was wir erwarten, eine Abweichung von der Norm … aber was ist die Norm und wer legt sie fest? Ein Error muss kein Fehler sein, er kann eine Chance sein!

Um es richtig zu verstehen, sollte es heißen, aus Fehler lernen, Fehler passieren auch in der digitalen Welt und ARS ist die digitale Welt, die die Zukunft erzeugt und bei der Ideenfindung bis zur Umsetzung auch Forschung betrieben werden muss. Daher entstehen am Anfang auch Fehler und bekanntlich lernt man aus Fehlern und nur so kann eine Weiterentwicklung entstehen.

Je mehr ich mich mit dem Festival auseinandersetzte – für mich waren heuer viele Projekte nicht klar genug – umso mehr Durchblick bekam ich bei den einzelnen Projekten, die ich zum Teil auch schon im Vorjahr gesehen hatte. Mancher Zweifel hat sich in Luft aufgelöst.

Es ist ein Festival, dass man sich nicht so einfach – wie eine Buchmesse oder eine Ausstellung – reinziehen kann, nein, man muss genauer hinsehen, mit den Menschen die hinter diesen Ideen und Projekten stehen muss man sprechen um sich überhaupt Klarheit zu verschaffen.

614 einzelne Veranstaltungen wurden im Verlauf von nur fünf Festivaltagen durchgeführt. Meines Erachtens, einfach zu viel, um einen Durchblick zu den jeweiligen Veranstaltungen zu erhalten. Diverse Programmschwerpunkte präsentierten sich mittlerweile längst als Festivals im Festival: „u19 – Create your world“ etwa, das allein 97 Programmangebote für Kinder- und Jugendliche umfasste.

Zentraler Schauplatz war wie in den vergangenen Jahren die PostCity. Schauplatz von Projekten, Workshops, langen Gängen, Rampen und Rutschen, Kunstwerken, Bastel- und Experimentierstationen.

Weitere Schauplätze war das OÖ Kulturquatier, University of Art and Design Linz, Central Linz, Moviemento,  LENTOS Art Museum Linz, St. Mary’s Cathedral, Atelierhaus Salzamt, afo architekturforum oberösterreich und Memphis.

Ein Festival oder ein Eintauchen in die Zukunft ist wieder für dieses Jahr zu Ende gegangen. Jedes Ende hat auch wieder einen Anfang und auch bei ARS Electronica wird kein Stillstand sein, sondern man wird bereits an den Plänen für das Festival 2019 arbeiten. Weiterarbeiten an der Technologie die die treibende Kraft der Gestaltung unserer Zukunft ist, diese neu denken um Irrtümer, wenn möglich, auszuschließen.