DOMQUARTIER Salzburg Das barocke Rom im Nordoratorium des Salzburger Doms

Gianlorenzo Bernini (1598-1680), Atelier
Entwurf für das Reiterstandbild an der Scala Regia, St. Peter, Rom, 1665; Terracotta © DQS/Salzburg Museum

von Bernini bis Rubens  aus der Sammlung Rossacher

Im Mai 2019 feierte das Domquartier Salzburg sein 5-jähriges Bestehen und es wurde zu einem der meistbesuchten Museen in Salzburg. Das DomQuartier ist mehr als nur ein Museum, es erzählt auch Geschichte und setzt sich mit seinen großartigen Sonderausstellungen immer wieder auch mit der Kunst BAROCK auseinander.

Nach Pietro da Cortona (1596-1669)
Glorie des Hauses Barberini und Papst Urbans VIII.
Wiederholung des Mittelteils des Deckenfreskos im Salone grande des Palazzo Barberini, Rom, nach 1632; Öl auf Leinwand © DQS/Salzburg Museum

Da Salzburg auch als „Rom des Nordens“ bezeichnet wird, ist es natürlich sehr naheliegend das immer wieder in den Ausstellungen die bedeutendsten Künstler der Barockzeit gezeigt werden. Ein großer Sammler war Kurt Rossacher (1918-1988) ein gebürtiger Grazer, war ein österreichischer Kunsthistoriker und Kunstsammler und Gründer des Salzburger Barockmuseum (Mirabellgarten 1973) jedoch wurde die Sammlung Rossacher 2012 in das Salzburg Museum integriert und das Barockmuseum geschlossen.

Rom die Geburtsstätte des Barocks und seit Jahrhunderten das religiöse und kulturelle Zentrum Europas. In einer Sonderausstellung werden im Nordoratorium des Salzburger Doms aus der Sammlung Rossacher (ca. 150 Arbeiten) wichtige Vertreter des Römischen Barocks gezeigt:

Allegorie der Justitia, Giovanni Battista Gaulli
  • Pietro da Cortona (1596-1669)
  • Alessandro Algardi (1598-1654)
  • Gianlorenzo Bernini (1598-1680)
  • Antonio Raggi (1624-1686)
  • Carlo Maratta (1625-1713)
  • Giovanni Battista Gaulli, gen. II Baciccio (1639-1709)
  • Benedetto Luti (1666-1724)
  • Gregorio Guglielmi (1714-1773)
  • Domenico Corvi (1721-1803)
  • Anton Raphael Mengs (1728-1779) Die barocke Kunstrichtung endet mit Anton Raphael Mengs.
  • Mariano Rossi (1731-1807)
  • Peter Paul Rubens (1577-1640) war ein Auftrag in Rom von besonderem Wert für seine weitere Laufbahn und er ist der große Vermittler italienischer Kunst in den Norden. Peter Paul Rubens wurde 1598 in die Malergilde von Antwerpen aufgenommen. 1600 ging er nach Italien, um dort Tizian und Veronese zu studieren. Es folgten Studien- und Arbeitsaufenthalte in Rom, Madrid, Genua und Mailand. 1608 kehrte er nach Antwerpen zurück.
Peter Paul Rubens (1577-1640)
Die Patrone der Oratorianer: Die hll. Maurus, Gregor d. Gr., Papianus, Nereus, Flavia Domitilla und Achilleus
Ölskizze für das Altarbild in Sta. Maria Valicella, Rom, 1608; Öl auf Leinwand © DQS/Salzburg Museum

Diese Sonderausstellung mit Beispielen römischer Kunst ist mit dem Thema in der kommenden Ausstellung in den Räumlichkeiten der Residenzgalerie abgestimmt. Die Schau „Goldene Zeiten. Holländische Malerei des 17. Jahrhunderts“ mit Meisterwerken aus dem Sammlungsbestand der Residenzgalerie Salzburg und der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien wird am 3. August 2019 eröffnet.

Zwei Sonderschauen, welches das DomQuartier präsentiert, sind das Kernthema des Barocks und sind thematisch verbunden und treten miteinander in einen Dialog. Von der Residenzgalerie über die Dombogenterrasse in das Nordoratorium des Salzburger Doms wird der Gang zu einer spannenden Expedition durch die Barockzeit.

„Ein Entwurf stellt ein Projekt in der vollen Kühnheit der schöpferischen Phantasie dar“ Kurt Rossacher

Werbeanzeigen