Ars Electronica Festival feiert heuer sein 40.Jubiläum


Ars Electronica

Am 09.04.2019 veröffentlicht
Gerfried Stocker introduces the theme of the 2019 Ars Electronica Festival: „Out of the Box – The Midlife Crisis of the Digital Revolution“.

Wir schreiben das Jahr 2019 und reisen mit dem Ars Electronica Festival bereits zum 40. Mal wieder in die Zukunft.

Was erwartet den Besucher 2019 beim Festival und was verstehen wir unter Out of the Box – The Midlife-Crisis of the Digital Revolution POSTCITY

Vor 40 Jahren, also 1979 wurde Ars Electronica von Hannes Leopoldseder, Herbert W. Franke und Hubert Bognermayer aus der Taufe gehoben. Dieses Jubiläum wird Ars Electronica mit einem umfangreichsten Programm ihrer Geschichte feiern.

Das Festival wird in der Zeit vom 5. bis 9. September 2019 zum Treffpunkt von WegbereiterInnen aus vier Jahrzehnten Digitalisierung, preisgekrönten KünstlerInnen, führenden WissenschaftlerInnen beschritten und unsere Zukunft mitgestalten.

Eine Bühne für Medienkunst, ein Festival für digitale Musik, ein Forum für die Wissenschaften, eine Showcase für Unternehmen, eine Plattform für Startups, eine Spielwiese für die nächste Generation – Ars Electronica ist das größte Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft in Europa.

Pulsierendes Zentrum des Festivals ist wieder die POSTCITY, deren spektakuläre Industriearchitektur die Atmosphäre des fünftägigen Events noch ein – letztes – Mal prägen wird.

Auszug aus dem Pressetext zum Thema Out of the Box – The Midlife-Crisis of the Digital Revolution:

In den vergangenen vier Jahrzehnen haben sich unsere Welt und unser Leben von Grund auf geändert – und dass, obwohl die Digitalisierung eigentlich nur bestehende Prozesse unserer industrialisierten Welt beschleunigt hat. Ein Prozess, den Ars Electronica nie als technologische, sondern seit 1979 als eine gesellschaftliche Entwicklung betrachtet. Im Mittelpunkt stand und steht daher nie Technologie, sondern stets ihre Auswirkungen auf unser Leben. In der Formel „Kunst, Technologie und Gesellschaft“ ist dieser Zugang seit dem allerersten Festival festgeschrieben und bildet bis heute das Erfolgsgeheimnis der Linzer Ars Electronica. Genau diese Ars Electronica wird nun 40 – und das mitten in der „Midlife-Crisis“ der Digitalen Revolution. Grund genug, um gemeinsam mit ExpertInnen und einem breiten Publikum Zwischenbilanz zu ziehen: Wo stehen wir heute und warum? Welchen Weg wollen wir weitergehen? Und wie können wir unser vielleicht größtes Versäumnis der vergangenen 40 Jahre in den kommenden 40 Jahren vermeiden: Wie können wir sicherstellen, dass die Gestaltung unserer Zukunft nicht auch weiterhin einer Handvoll Konzernen überlassen ist, die milliardenschwere Gewinne verzeichnen, alle von ihnen verursachten demokratiepolitischen, sozialen und ökologischen Folgekosten aber vergesellschaften. „Out of the Box“ titelt die Ars Electronica 2019 deshalb und will dies als Aufforderung zur Emanzipation verstanden wissen: Wir müssen die uns zugewiesene Rolle als bloße KonsumentInnen und willfährige Daten Lieferantinnen hinter uns lassen und die Verantwortung für die Gestaltung unsere Zukunft an- und übernehmen. Wir müssen endlich raus aus unserer Komfortzone! Ars Electronica Festival 2019: Out of the Box – The Midlife-Crisis of the Digital Revolution. Mittwoch, 4. September 2019 / Pre-Opening Noch bevor das Festival offiziell losgeht, ist Mittwochabend vor allem das lokale Publikum zu einer ersten Eröffnungsrunde, zum Pre-Opening, geladen. Vier Locations der Ars Electronica 2019 können dabei vorab besichtigt werden: der Mariendom (16 Uhr), das LENTOS Kunstmuseum (17 Uhr), die Kunstuniversität Linz (18:30 Uhr) und das neue Ars Electronica Center (20 Uhr): YAIR – Your Art Is Reality (DE): Unleash 16 Uhr / Mariendom Jede und jeder soll Kunst besitzen und von überall auf sie zugreifen können.“

Sind wir gespannt, mit welchen Visionen Ars Electronica uns heuer überraschen wird. Fortsetzung folgt….

Kunst ist nicht gleich Kunst…..

OMER FAST DER OYLEM IZ A GOYLEM

Foto: Courtesy of the artist. Produktionsstill / Production still by Vega Fang.

Kunst ist nicht gleich Kunst, sie sind an der Ausstellung OMER FAST        DER OYLEM IZ A GOYLEM im Künstlerhaus interessiert? Sie werden staunen, was sie dort erwartet!

Ich begab mich ins Künstlerhaus um mir die Videos des Künstler Omer Fast (Ein Film davon DER OYLEM IZ A GOYLEM wurde im März 2019 in Salzburg in Werfen gedreht) ansehen.

mer Fast, Der Oylem iz a Goylem, 2019, Produktionsstill. 
Produziert vom Salzburger Kunstverein.
Foto: Courtesy of the artist. Produktionsstill / Production still by Stefan Ciupek.

Wundern werden sie sich auch, dass sie von einer Angestellten des Künstlerhauses durch die Ausstellung begleitet werden und sie mit ihnen in einen Dialog tritt, um ein besseres Verständnis für die Ausstellung zu bekommen.

Wie üblich wollte ich die Ausstellungsräumlichkeiten betreten, vom normalen Eingang keine Chance, man muss den rückwärtigen Eingang nehmen und dann kommt die große Überraschung, man betritt ahnungslos den Raum und glaubt, im falschen Film zu sein.

Ausstellungsansicht „Der Oylem iz a Goylem“, Salzburger Kunstverein 2019.
Foto: Andrew Phelps, © Salzburger Kunstverein

Der Raum gleicht einem Wartezimmer bei einem Arzt oder einem Warteraum in einer Ambulance. Sauber dachte ich mir, was hat das nun auf sich? Denn wenn sie in den nächsten Raum weitergehen, dasselbe in Grün ebenfalls ein langer Gang wie in einem Krankenhaus, links und rechts die Ordinationszimmer, wobei nur eines wirklich betretbar ist und in einem Raum mit vorgezogenem schwerem schwarzem Vorhang. Hier läuft der Film DER OYLEM IZ A GOYLEM.

Ausstellungsansicht „Der Oylem iz a Goylem“, Salzburger Kunstverein 2019.
Foto: Andrew Phelps, © Salzburger Kunstverein

Worum geht es in diesem Film? Basierend ist der Film auf einem mittelalterlichen jüdischen Märchen und zeigt zwei Charaktere, die in einem Sessellift hoch über einer Skipiste in einem verschneiten Skigebiet feststecken.

Der zweite Film, den sehen sie in der „Ordination“ mit einer VR Brille (Virtual Reality) Diese Brille erzeugt eine Art Realisation, als wären sie selbst in dem Film anwesend. Ist allerdings nicht jedermanns Sache. Dieser Film mit dem Titel The Invisible Hand folgt dem Schicksal einer Familie in einen Wald und eine dicht bebaute Stadt nahe dem Pearl River Delta, China.

Ausstellungsansicht „Der Oylem iz a Goylem“, Salzburger Kunstverein 2019.
Foto: Andrew Phelps, © Salzburger Kunstverein
Omer Fast, The Invisible Hand, 2018, VR Film in 3D, 13 min. 
Produziert vom Guangdong Times Museum.
Foto: Courtesy of the artist. Produktionsstill / Production still by Vega Fang.

Der dritte Film August lehnt sich lose an die letzten Lebensjahre des Fotografen August Sander an.

Foto: Andrew Phelps, © Salzburger Kunstverein

Es handelt sich hier um Fallstudien, die scheinbar verschieden sind, jedoch eine gemeinsame Vergangenheit teilen und ähnliche Symptome aufweisen.

Tauchen sie einfach ein in diese etwas eigenartige Ausstellung.

Sie werden sich nach den Filmen wahrscheinlich auch fragen, warum dann im Vorfeld Krankenhaus Atmosphäre?

Vielleicht weil hier auch die Psyche in den Vordergrund tritt. Gedanken zu dem jeweiligen Film, was kann man daraus schließen, wie besteht der Gedanke zu der Installation Krankenstation? Es wirft schon einige Fragen auf. Daher auch die Begleitperson die mit ihnen in den Dialog tritt.

Statement des Künstlers: „Es sind immer Wiederholungen in Bezug auf die Vergangenheit der Zombies, die sich weigern, begraben zu bleiben und immer wieder auftauchen. Als Brecht’scher Kunstbegriff erlaubt die Wiederholung mit Struktur zu spielen, Menschen vom Eintauchen oder von Identifikationen wegzulotsen, um zu erfahren, was mittelbar und maßgeblich passiert.“

Omer Fast (*1972 in Jerusalem) ist ein israelischer Videokünstler und Filmregisseur und ist bekannt für Filme, die Fiktion und dokumentarische Prozesse miteinander verbinden.

Die Ausstellung läuft noch bis 06. Oktober 2019

DIE MACHT VOR DEN AUGEN….

Das neue Buch von Helmut Brandstätter ein Knüller?

KURZ & KICKL Ihr Spiel mit Macht und Angst“

Foto: Christa Linossi

Worum geht es in diesem Buch……

2017 Machtwechsel in der österreichischen Regierung. Sebastian Kurz sprengte die Koalition ÖVP und SPÖ, denn er will an die Macht und nahm die FPÖ mit ins Boot. Mit Antritt der türkis-blauen Regierung war klar, dass die FPÖ den Staat von Grund auf verändern und Sebastian Kurz an die Macht will.

Dieses Buch gibt auch Einblick wie die FPÖ mit Mastermind Herbert Kickl ihre anti-demokratische Politik verfolgte. Sebastians Kurz vielbeschworenes Message Control, wie er auf Kritik reagierte und somit seine Umgebung oft mit Interventionen und Druck auf Journalisten ausübte.

17 Monate ÖVP-FPÖ Regierung haben ausgereicht, um Österreich nachhaltig zu verändern. Von der Message Control bis zum BVt-Skandal, von unzähligen „Einzelfällen“ bis zum scheinbar abrupten Bruch durch das mittlerweile berühmt gewordene „Ibiza-Video“ und die Show der Skandale geht zieht mittlerweile weitere Kreise.

Dieses Buch ist es wert zu lesen, weil……

Sollten sie die 17 Monate der Regierung immer mit verfolgt haben, dann finden sie die Bestätigungen hier, was abgelaufen ist. Wenn nicht, dann sollten sie es trotzdem lesen, um etwas Licht im Dunkeln zu erfahren und sich ein Bild zu machen, wie das Spiel mit Macht und Angst stattfindet.

Immerhin hat Sebastian Kurz in kürzester Zeit 2 Regierungen in die Luft gesprengt und ist nicht abgeneigt, die Macht wieder an sich zu reißen und eventuell wieder mit der FPÖ zu kollidieren….Hier müsste sich der Bürger sehr wohl die Frage stellen, wie hier unsere Steuern für sinnlose Wahlen verschleudert werden??

DER AUTOR:

Helmut Brandstätter geboren 1955, Dr.jur.an der Universität Wien, dann Post Graduate Studium an der Johns-Hopkins-University in Bologna. 1982-1997 beim ORF in Wien, Bonn und Brüssel als Redakteur, Korrespondent, Hauptabteilungsleiter Politik und Zeitgeschehen und Moderator des REPORT, 1997 bis 2003 Chefredakteur und Geschäftsführer von n-tv.Berlin, 2003 bis 2005 Mitbegründer und Geschäftsführer von Puls TV. 2005 bis 2010 Eigentümer einer Beratungs- und Kommunikationsagentur. 2010 bis 2018 Chefredakteur, 2013 Herausgeben des KURIER und 2019 aktuell Quereinsteiger bei den NEOS

Das Buch ist im Kremayr & Scheriau Verlag erschienen                      ISBN: 978-3-218-01192-1

Fly Me to the Moon – 50 Jahre Mondlandung

Werner Reiterer „Die Anfänge der Raumfahrt, 2004″/ Sammlung Denise & Günther Leising Graz, Österreich (c) Bildrecht, Wien 2019

Mit einer Großausstellung feiert das Museum der Moderne Salzburg das fünfzigste Jubiläum der ersten Mondlandung.

Mein erster Gedanke zu der Ausstellung „Fly Me to the Moon“ war, was soll und was wird die Ausstellung bieten? Kann sie überhaupt ein Interesse wecken?

Ja, diese Ausstellung erweckt Interesse! Als ich die Ausstellung besuchte, waren sehr viele Besucher anwesend, so viele sah ich schon lange nicht mehr im MdM.

Worum geht es hier in dieser Ausstellung? Eigentlich verrät dies der Titel schon! Es geht um unseren Nachbarsplaneten Mond und die vor 50 Jahren stattgefundene Mondlandung. Am 21. Juli 1969 betrat der Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch den Mond und sein Satz „That’s one small step for a man, one giant leap for mankind „(auf Deutsch „Das ist ein kleiner Schritt für den Menschen…ein…riesiger Sprung für die Menschheit“) ging rund um die Welt und in die Geschichte ein.

Michael Sailstorfer „Cast of the surface of the dark side of the moon, 2005“ Courtesy der Künstler und König Galerie, Berlin/London / Photo by Ulrich Jansen

Seit Jahrtausende übt der Mond eine Faszination auf die Menschen aus. Das MdM hat sich mit dieser Ausstellung das Jubiläum der Mondlandung zum Anlass genommen, um den Mond und die Reise dorthin als Thema und Herausforderung für die Kunst näher zu betrachten.

Diese Ausstellung ist nicht nur eine Kunstausstellung, sondern stellt auch gleichzeitig eine Art Dokumentation dar, wo der Besucher erfährt, wie lange sich die Menschheit (Wissenschaft und Kunst) schon mit dem Thema MOND auseinandersetzt.

Zum Beispiel Jules Verne der bereits in vielen Romanen zahlreiche Einzelheiten vorausgesagte, tat dies auch in seinem Roman (1867) „Von der Erde zum Mond“ ebenso. Er war ein Visionär, der vieles vorausgesehen hat.

Sylvie Fleury „First Spaceship on Venus, 1997″/ Sammlung Ringier, Switzerland

Wiederum die Künstler sahen den Mond, jeweils aus einem anderen Blickwinkel und setzten dies entweder als Skulptur oder Malerei um. Zum Beispiel ist von Andy Warhol das Poster „Moon Walk“ mit dem U.S. Astronaut und der Flagge zu sehen. Sylvie Fleury (eine Schweizer Performance- und Objektkünstlerin) installierte das „First Spaceship on Venus, 1997“ als Gegensatz zum Mond „Erstes Raumschiff auf der Venus“, dass wird allerdings noch ein Weilchen Zeit in Anspruch nehmen, bis wir dort landen können oder auch nicht.

„Fly Me to the Moon, 50 Jahre Mondlandung“ (c) Museum der Moderne Salzburg, Foto: Rainer Iglar

Yinka Shonibare CBE ein britisch-nigerianischer Künstler ist ebenfalls mit einer Skulptur vertreten „Space Walk, 2002 (Weltraumspaziergang)“ ein Robert Rauschenberg „Ape, 1969 Aus der Stoned Moon Series“ und viele andere KünstlerInnen noch.

Es ist auf alle Fälle ein Streifzug durch die Geschichte der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Mond. Im Mittelpunkt der als Parcours konzipierten Ausstellung steht die titelgebende erste Mondlandung vor 50 Jahren. Diese gibt jedoch auch Einblicke in die Wissenschafts- und Kunstgeschichte sowie von einer Betrachtung der Folgen und Auswirkungen dieses weltbewegenden Ereignisses. Gezeigt werden rund 280 Exponate – von Kupferstichen über Gemälde bis hin zu Fotografie, Videokunst und multimedialen Installationen. Diese wiederum zeugen von den unterschiedlichen Bedeutungsebenen, die der Mond in wissenschaftlicher, künstlerischer, philosophischer und utopischer Hinsicht besitzt.

Statement von Thorsten Sadowsky (Direktor des MdM Salzburg): „Der erstmalige Blick von außen auf den Erdball hat ein neues Bewusstsein für die Fragilität unserer Existenz geweckt und der Blaue Planet selbst wurde zum Sinnbild des Lebens und seiner Verletzlichkeit, was sich auch nachhaltig in künstlerische Auseinandersetzung niederschlug“.

Die Ausstellung ist sehenswert, Generationenübergreifend und zu sehen noch bis zum 03. November 2019

MAXIM VENGEROV

Grammy-Preisträger  wird Inhaber der ersten Stiftungsprofessur
an der Universität Mozarteum Salzburg

Abseits der Salzburger Festspiele gibt es auch noch interessantes zu erfahren. Wie zB die erste Stiftungsprofessur an der Universität Mozarteum Salzburg für Violine.

Der Leitung (Prof. Elisabeth Gutjahr Rektorin) der Universität Mozarteum Salzburg ist es gelungen, erstmals eine Stiftungsprofessur zu bekommen. Was ist eigentlich eine Stiftungsprofessur? Es handelt sich um eine Professur, die ganz oder zumindest teilweise von einem Drittmittelgeber finanziert wird. Die meisten Stiftungsprofessuren haben eine Laufzeit von fünf Jahren.

uni-mozarteum-salzburg Prof. Elisabeth Gutjahr -maxim-vengerov – O.Univ.Prof.Mag. Hannfried Lucke Foto: © -manuela- schuster

Bei der Stiftungsprofessur Mozarteum handelt es sich um eine zur Gänze extern finanzierten Universitätsprofessur für Violine, die an eine international herausragende künstlerische Persönlichkeit für den Bereich EEK (Erschließung und Entwicklung der Künste) vergeben wird. In diesem Fall geht die Professur an Maxim Vengerov, einer der weltweit am meisten gefeierten Geiger um ab Beginn des Wintersemesters 2019/20 für drei Jahre an der Universität Mozarteum in Salzburg zu wirken.

uni-mozarteum-salzburg maxim-vengerov Foto: © -manuela- schuster

Wer ist Maxim Vengerov?  (geb.1974 in Nowosibirsk) Vengerov ist einer der besten Geiger und angesehensten klassischen Künstler unserer Zeit und genießt auch als Dirigent internationale Anerkennung.

Seine Ausbildung begann er bereits im Alter von fünf Jahren. Als Schüler von Galina Turchaninova und Zakhar Bron gewann er mit zehn Jahren die renommierte Henryk Wieniawski Competition und fünf Jahre später den internationalen Carl-Flesch-Violinwettbewerb. In den vergangenen Jahren trat Maxim Vengerov sowohl als Solist als auch als Dirigent mit vielen großen Orchestern auf, darunter das New York Philharmonic Orchestra, die Berliner Philharmoniker, das London Symphony Orchestra, das BBC Symphony Orchestra, das Mariinsky Theatre Orchestra und das Chicago, Montreal und Toronto Symphony Orchestra.
Höhepunkte der Saison 2018/19 waren die Saisoneröffnung des Orchesters Filarmonica della Scala mit Riccardo Chailly sowie zahlreiche Rezitals in den USA, China und Europa.

Mit großer Leidenschaft widmet sich Maxim Vengerov auch der Ausbildung und Förderung junger Talente. Seine verschiedensten Unterrichtspositionen hat er weltweit inne und ist derzeit auch Botschafter und Gastprofessor an der International Menuhin Music Academy in der Schweiz.

Ende Juli 2019 präsentierten auch die Salzburger Festspiele Maxim Vengerov gemeinsam mit der Pianistin Polina Osetinskaya in einem Solistenkonzert. Also Maxim Vengerov wird in Zukunft des Öfteren in Salzburg anzutreffen sein, wenn er die Studenten des Mozarteums auf die Meisterklasse vorbereiten wird.

Die Öffentlichkeit hat die Möglichkeit am 14. Oktober 2019 im Solitär der Universität Mozarteum bzw. am 09. Dezember 2019 im Großen Saal der Stiftung Mozarteum die Musik seiner Meisterklasse mitzuerleben.


Uni Mozarteum Salzburg

Am 04.02.2019 veröffentlicht

Universität Mozarteum Salzburg – Mozart ist unsere Inspiration, Musik unsere Tradition, die Kunst unsere Passion. Im Herzen Salzburgs reifen außergewöhnliche Talente zu künstlerischen Persönlichkeiten – am Puls der Zeit, für die Bühnen der Welt.

GOLDENE ZEITEN Holländische Malerei des 17. Jahrhunderts

Cornelis de Heem, Stillleben mit Austern, Zitronen und Trauben / Residenzgalerie Salzburg © DQS/RGS_Ghezzi

Eigentlich interessiere ich mich eher für zeitgenössische Kunst, aber diesmal tauchte ich in die Kunst des 17. Jahrhunderts ein. Neugierig und aufmerksam wurde ich aufgrund eines Plakates des Dom Quartier. Dieses Plakat zeigt eine aufgeschnittene Zitrone als wäre es eine Fotografie, jedoch stammt sie von dem Künstler Cornelis de Heem, einer der bedeutendsten niederländischen Stillleben Maler des 17. Jahrhunderts.

Die Ausstellung „Goldene Zeiten“ Holländische Malerei des 17. Jahrhunderts ist ein Gedenken des Werks Rembrandt van Rijn, dessen Todestag sich zum 350. Mal jährt und dessen Epoche das 17. Jahrhundert ist und die auf dieses bedeutende kulturelle Jubiläum Bezug nimmt.

Was ist so interessant an dieser Kunst und was versteht man unter „Goldene Zeiten“ so dass es auch mich faszinierte?

Simon de Vlieger (um 1601 Rotterdam? – 1653 Weesp) Ankernde Schiffe auf der Schelde vor Kastel Rammekens, gegen 1650, Öl/Holz © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Ankernde Schiffe auf der Schelde vor Kastel Rammekens, gegen 1650, Öl/Holz © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

Holland bzw. die Niederlande betrieben im 17. Jahrhundert schon Welthandel, aufgrund der guten geografischen Lage und der Schifffahrt. In dieser Zeit, die gemeinhin als Krisenzeit galt, investierten die Holländer in die Modernisierung der Landwirtschaft, in Fischfang, Schiffbau und Schifffahrt, Handel, koloniale Stützpunkte in Übersee und in den Aufbau eines Bank- und Kreditwesens. Das erfolgreiche Ineinandergreifen von Handel, Schifffahrt und Finanz katapultierte das Land an die Spitze des Welthandels.

Interessanter Weise war der Kunstbesitz in holländischen Haushalten auffallend groß und die meist in Gilden organisierten Maler spezialisierten sich auf einzelne Themen, um in der großen Konkurrenz zu bestehen.

Es war Kunst für alle, selten war eine Epoche und Region so reich an Talenten und namhaften Künstlern. Künstler waren auf das Interesse der Bürger angewiesen, da der heimische Adel kaum eine Rolle spielte und als Auftraggeber sowie auch die reformierte Kirche ausfiel. Religiöse Darstellungen waren nicht erwünscht. Die Säkularisierung führte zu einer Verselbstständigung nichtreligiöser Themen wie Stillleben, Landschaften, Genrebilder und Marinedarstellungen.

Die Kunstwerke, sind ausdrucksstark, wo Freude, Schmerz oder Geselligkeit dem Betrachter – als wäre es fotografisch festgehalten – ins Auge springt und einen in den Bann zieht.

Hermansz. Van Rijn Rembrandt, Betende alte Frau
Residenzgalerie Salzburg Inv. Nr. 549, ©DQS/RGS_U.Ghezzi

Einer der bekanntesten Künstler war Rembrandt Harmensz van Rijn, der mit seinem Werk „Betende alte Frau“ Weltruhm erlangte. Die Darstellung eine Tronie (für ‚Kopf‘, ‚Gesicht‘ oder ‚Gesichtsausdruck` ist ein Bildausdruck der gegenständlichen Malerei) Rembrandt wählte für diese Tronie seltenerweise eine Kupfertafel als Bildträger von besonders kleinem Format. Die technischen Besonderheiten besteht darin, dass er diese mit einer Schicht Blattgold präparierte und mit Krapplack ausgeführten Kopftuch durchscheint und das Rot des Lacks besonders zum Leuchten bringt.

Der Maler Gerard van Honthorst der wie viele seiner Kollegen zunächst bei Abraham Bloemaert (war ein niederländischer Maler) gelernt hatte, ging nach Rom und hielt sich bis Ende 1620 in Rom auf. 1620 kehrte er nach Holland zurück und genoss als einer der wenigen holländischen Künstler internationalen Ruf und war bekannt für seine erotisch aufgeladene Genremalerei. (Genremalerei: veraltet: Sittenbild, ist die gemalte Abbildung einer Alltagsszene).

Hendrick Bloemaert (1601/02 Utrecht – 1672 Utrecht), Samson und Dalila, bez. r. u.: HBloemaert fe, um 1635, Öl/Leinwand © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

Interessant ist auch der Haarlemer Maler Gerrit Adriaensz Berckheyde und bekannt vor allem für seine Ansichten niederländischer Städte. Er gehört zu jenen Künstlern, die die holländische Vedutenmalerei zu großer Blüte brachten. Das expandierende Amsterdam diente als unerschöpfliche Inspirationsquelle. Er war spezialisiert auf kleine Gemälde, welche Straßen, Kanäle, Plätze, öffentliche und private Gebäude zeigen. Er war Schüler von Frans Hals und ging bei seinem Bruder Job Adriaensz in die Lehre.

„Goldene Zeiten“ präsentiert 73 Meisterwerke aus der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien und der Residenzgalerie Salzburg. Aufgeteilte ist die Ausstellung in 9 Themenbereiche: (Überschriften zum Teil in holländischer Sprache)

  • Historie
  • Portret
  • Geselschapjes
  • der wissenschaftliche Blick
  • Landschapjes
  • Sehnsucht nach dem Süden
  • Zeegezicht
  • Stilleven – Ein Fest für die Augen
  • Nachtstukken
  • Architectur

Die Ausstellung ist sehenswert und wer sich besonders für die holländische Malerei des 17. Jhd. Interessiert, ist hier richtig.

Die Ausstellung läuft noch bis Jänner 2020 im DomQuartier https://www.domquartier.at/sonderausstellung/goldene-zeiten-hollaendische-malerei-des-17-jahrhunderts/

2019 SALZBURG ALS SCHWUNGRAD DER WELT

Die 99. Salzburger Festspiele wurden traditionell mit einer Festveranstaltung in der Felsenreitschule offiziell eröffnet. Die Festrede hielt heuer der US-Starregisseur Peter Sellars. Thema Klimawandel und die damit verbundenen aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen.

Salzburger Festspiele 2019 Eröffnung in der Felsenreitschule/ Foto: © Christa Linossi
Peter Sellars Foto: © Ruth Walz

Auszug aus der Festrede von Peter Sellars: „Der Klimawandel hat uns zu einer staunenswerten und eindringlichen Entwicklung geführt. Wir können uns nicht mehr als einzelne isolierte Nationen begreifen, wir sind eine geografische Einheit. Der Klimawandel fordert jede Nation dieser Erde, fordert jede Gruppierung, jeden Erwachsenen, jedes Kind. Der Klimawandel verlangt nach Gleichberechtigung, nach Gemeinschaften, Netzwerken und Strukturen, die es uns ermöglichen, auf Augenhöhe zu handeln. Heute, in diesem aufwühlenden Augenblick der Menschheitsgeschichte, geht die junge Generation mit Entschlossenheit und Idealismus auf die Straße. Kinder sprechen eindringlich mit ihren Eltern. Sprecht weiter! Ihr habt den größten Einfluss auf euere Eltern! Und ihr Eltern, hört auf euere Kinder! Unsere Generation war die Generation der Imperien und der Konsumgesellschaft. Jetzt ist es an der Zeit, eine neue Generation von engagierten, schöpferischen, fürsorgenden jungen Menschen willkommen zu heißen“.

Der Bundespräsident gibt Autogramme / Foto: © Christa Linossi
Auch Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele 2019 / Foto: © Christa Linossi

Galerien und Museen präsentieren sich wieder mit internationalen Künstlern im Rampenlicht. Sie stehen den Festspielen keineswegs hinten nach, befindet sich doch wieder internationales Publikum aus Wirtschaft, Politik und Kunst in der Festspielstadt Salzburg.

Terrassen Talks stehen fast täglich auf dem Programm.  Dirigenten, Opernsänger, Schauspieler und Regisseure präsentieren mit diesen Talks ihre Arbeit. Eine Vernissage jagt die andere, Staatspreise werden und wurden vergeben.

Der Salzburger Schriftsteller Karl-Markus Gauß erhält Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 2019/ Foto: © Christa Linossi

Salzburg ist wieder die Spielwiese der Hochkultur, der Reichen und Schönen und stellt sich wieder in den Mittelpunkt als Weltmetropole.

Festspielgäste im Festspielbezirk nach der Eröffnung / Foto: © Christa Linossi
Festspielgäste im Festspielbezirk nach der Eröffnung / Foto: © Christa Linossi

Bis 31. August werden 199 Aufführungen in 43 Tagen an 16 Spielstätten geboten. Die Themen sind heuer die Mythen der Antike.