Über Christa Linossi

Mein Blog informiert über zeitgenössische Kunst und andere Geschichten aus Kunst und Kultur. Ich selbst betrachte die Kunst als "Kulturelle Transformation". Als freischaffende Künstlerin beschäftige ich mich schon sehr lange mit den verschiedensten Kunstrichtungen. Das Potential der Kunst liegt für mich in der Chance des permanenten kritischen Weiterdenkens.

RAURIS UND DIE RAURISER LITERATURTAGE 2021

Rauris ein wunderschönes Dorf, es befindet sich an der Rauriser Ache und unterhalb der „Sonnblickgruppe“ im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern im Pinzgau/Salzburg. Rauris ist seit 1971 Austragungsort der „Rauriser Literaturtage“.

2021 fand das 50jährige Jubiläum der „Rauriser Literaturtage“ statt (vom 7.4.2021-11.04.2021) und nun gehört dies auch schon wieder der Vergangenheit an. Leider konnte dieses Jubiläum nicht so gefeiert werden, wie man eben Jubiläen feiern würde. Corona der Virus, der seit einem Jahr rund um die Welt jagt, hat es verhindert. Trotzdem fanden die Literaturtage, allerdings in digitaler Form und ohne Publikum statt.


Manfred Mittermayer im Gespräche mit Literaturpreisträgerin 1991 Judith Kuckart im Mesnerhaus 2021

Man konnte auch den ein oder anderen Autor/Autorin zu der Lesung nach Rauris einladen, oder man schaltete sie per Video zu.

Die Lesungen, die vor Ort waren, fanden im neu gestalteten Mesnerhaus statt. Die Räumlichkeit des Mesnerhaus, fand ich, waren absolut gut geeignet für diese Literaturveranstaltung. Die alten Steinmauern, teilweise 300 Jahre alt, der schlichte Raum mit seinem Holzboden und keinen Schnickschnack, setzten somit den richtigen Akzent zu den Lesungen.

Foto: © Mesnerhaus /
Wie Sie auf den Fotos sehen, wurden rund um die Fenster Begradigungen u. Nischen mit Ziegelsteinen gearbeitet – diese Vereinheitlichung der Fenstergrößen und auch die Bullaugen stammen aus dem letzten Umbau v. 1950 – die Substanz der Mauern ist allerdings nach dem Wiederaufbau aufgrund des Brandes 1706 nicht mehr verändert worden
1330 wurde das Mesnerhaus erstmals urkundlich erwähnt. 1706 fiel ein großer Teil des Hauses dem Brand zum Opfer, der im Ortszentrum von Rauris wütete und neben der Kirche und der Michaelskapelle mehr als 40 weitere Gebäude zerstörte oder schwer beschädigte

Es waren fünf intensive Tage mit Lesungen und Gesprächen, der anderen Art, eben eines Online-Stream. Da kein Publikum vor Ort war, hatte auch diese Art von Präsentation seinen Stellenwert. Warum?

Man konzentrierte sich bei dem Live-Streaming auf den Autor und dem Moderator und konnte der Lesung viel mehr Beachtung schenken, als wenn Publikum vor Ort ist. Ich finde nämlich, durch das Publikum, wird man sehr viel abgelenkt. Man beobachtet die Personen, die sich im Raum befinden, stört sich an dem einen oder anderen Husten und schon ist man abgelenkt.

Auch die Auswahl der Autoren und Autorinnen, die man eingeladen hatte, war interessant. Es waren Preisträger und Preisträgerinnen der letzten 50 Jahre ein Rückblick aber auch mit einem Blick in die Zukunft.

Es war eine absolut gelungene Veranstaltung, wenn auch ein paar Kleinigkeiten, wie zum Beispiel das Auffinden der Links auf der Website zu den Vorträgen, nicht so 100%ig waren.

Die Lesungen und Gespräche der Rauriser Literaturtage 2021 können sie noch 4 Wochen lang auf der Website https://www.rauriser-literaturtage.at/ empfangen, ebenso im Programm von https://fs1.tv/rauriser-literaturtage-2021-fs1-streamt-live/

Ein interessanter Blick ist die Gesprächsrunde, die die Rauriser Literaturtage seit 50 Jahren prägen.

Eröffnung:

Falls für Sie auch der ORT RAURIS ihr Interesse weckt, hier ein Link zur Geschichte Rauris:

file:///C:/Users/Chista/Downloads/geschichte.pdf

https://www.rauris.net/

Literatur sollte wieder verstärkt in das Gedächtnis der Gesellschaft aufgenommen werden und Literatur ist auch eine unendliche Geschichte im Kosmos.

LEBENSKRAFT

von Ulrike Köstler

© Foto: Christa Linossi

Worum geht es in diesem Buch?

Es geht um die Alpen um ein Leben in Einfachheit und Bescheidenheit. Die Natur richtig genießen und erleben, bewusst gut Essen. Den Stress begrenzen, Stoff für Gehirn und Denkfähigkeit bewusst einsetzen und auf Entspannung, guten Schlaf und Regeneration nicht verzichten. Das Nonplusultra ist die Bewegung, und bedeutet Leben. Über all diese Lebensregeln schreibt Ulrike Köstler. Sie beschreibt nicht nur die Heilkraft der Alpen, sondern auch über Gesundheit und das Wohlbefinden und Glück bis ins hohe Alter. Sie berichtet auch über Lebenslustige Hundertjährige: „Die Geheimnisse der Langlebigkeit“. Des Weiteren berichtet sie auch über die Alpenkräuter, beschreibt deren Heilkraft und wie man sie einsetzen kann. Es ist ein Streifzug durch unsere alpine Lebenswelt und es offenbart unzählige heilsame Schätze, die darauf warten, entdeckt zu werden.

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Wenn man im Einklang mit der Natur leben will und man seinem Körper etwas Gutes tun will. Mit den sieben Schlüsselprinzipien von Ulrike Köstler sind sie hier gut bedient, die auch nachweislich zu mehr Lebensqualität und ganzheitlichem Wohlbefinden führen.

DER AUTOR

Ulrike Köstler, geboren 1961 in Wien, hat nach langjähriger Tätigkeit in Pharmamarketing und Ganzheitsmedizin sowie einem Studium für Natural Medicine begonnen ihre persönliche Leidenschaft für natürliche Heilmethoden zur Berufung zu machen.

Erschienen ist das Buch

2021 1. Auflage Bergwelten Verlag bei Benevento Publishing Salzburg – München eine Marke der Red Bull Media House GmbH, Wals bei Salzburg

STEIERMARK SCHAU 2021

STMK-Schau-allgemein Logo – © Universalmuseum Joanneum



Landschaft – Kunst – Vielfalt

STMK-Schau-allgemein Logo – © Universalmuseum Joanneum

Die Steiermark geht wieder einmal neue zukunftsorientierte Wege und wird sich mit der Neuauflage (nicht wie üblich als „Landesausstellung“ deklariert) STEIERMARK SCHAU 2021 präsentieren.

Worum geht es hier genau? Die STEIERMARK SCHAU nimmt gesellschaftliche Fragen zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft und bereitet sie aus der Perspektive von Kunst und Kultur auf.

Drei Museen des Universalmuseums Joanneum und ein mobiler Pavillon werden sich mit der steirischen Geschichte und gesellschaftlichen Entwicklung des Landes auseinandersetzen. Es handelt sich hier:

  • Kunsthaus Graz – widmet sich der Zukunft und deren aktuellen Themen im Hier und Jetzt.
Kunsthaus-Graz-Zepp-Cam-01 Foto: Universalmuseum Joanneum
  • Volkskundemuseum – stellt die Gegenwart – dokumentiert die materielle und geistige Volkskultur der Steiermark – in den Mittelpunkt.
Volkskundemuseum-Aussenansicht- © Foto: Universalmuseum Joanneum
  • Museum für Geschichte – mit seiner Kulturgeschichte gibt das Museum für Geschichte einen Einblick in das Werden und den Wandel der Steiermark.

Das Highlight dieser STEIERMARK SCHAU 2021 ist der „mobile Pavillon“. Dieser Pavillon ist eine Kunsthalle, die in die steirischen Regionen kommt. Das temporäre Gebäude ist selbst bereits eine Lichtinstallation. Der steirische Hersteller Sattler AG, hat hier eine ausgeklügelte Pavillon-Konstruktion, mit einzigartigen Hightech-Membranen gestaltet.

800 m² Innenraum, wo die Besucher_innen eine Ausstellung aus projizierten großformatigen Bildern der Steiermark zu sehen bekommen. „Wer sind wir? Was zeichnet die Steiermark aus? Die Vielfalt ihrer Kulturlandschaften“ und darauf konzentriert sich die Ausstellung auf die Themen Vielfalt, Kunst und Landschaft. Die Inhalte des Pavillons entstanden unter Mitwirkung von 78 Beteiligten aus Bildender Kunst, Literatur, Komposition, Regie und Schauspiel. Davon werden 31 namhafte Persönlichkeiten, die noch in der Steiermark leben oder sie verlassen haben, ein Statement zu ihrem Heimatland abgeben. Dieses Video-Statement gibt Auskunft über ihren Steiermark-Bezug. Die Videos visualisieren unterschiedliche Zugänge, Meinungen und Haltungen.

Am 7.4.2021 hätte die Eröffnung des „mobilen Pavillon“ in Wien am Wiener Heldenplatz stattfinden sollen. Jedoch das Virus Corona setzte alles wieder auf „Standby“ (Lockdown in Wien). Die multimedialen Inhalte des Pavillons sind jedoch umfassend online erlebbar auf www.mobilerpavillon.at

Anfang Mai 2021 wandert die von Alexander Kada entworfene mobile Kunsthalle weiter nach Hartberg (8. Mai bis 4. Juni 2021), Spielberg (5.Juli bis 25. Juli 2021), Schladming (14. August bis 5. September 2021) und Bad Radkersburg (25. September bis 31. Oktober 2021), wo hoffentlich Corona keinen Strich mehr durch die Rechnung ziehen wird und der Pavillon für Besucher_innen zugänglich ist. (Hoffen wir es)

Im Pavillon wird des Weiteren ein neues, filmisches Steiermark-Panorama, dass das Bundesland Steiermark aus künstlerischer Sicht zeigt, präsentiert. Kuratiert wurde das Projekt von Astrid Kury, die die Frage zu dieser Ausstellung stellte: „wer sind wir“ Beantwortet wird das am Beispiel der Beziehungen zu Landschaften: Die Landschaften, in denen wir leben und arbeiten, prägen uns und wir prägen sie.

Die Steirer wissen, wie man sich in Szene setzt und die Steiermark ein Kunstland mit einer Vielfalt von prominenten künstlerischen Positionen, insbesondere in den jungen und mittleren Generationen. Mit der ersten Ausgabe der neuen STEIERMARK SCHAU tauchen wir tief in eine Selbstreflexion der Steiermark ein.

www.steiermarkschau.at

www.mobilerpavillon.at

Pace Gallery in New York

präsentiert

Marina Perez Simão

Tudo é e não é

Marina Perez Simão Untitled, 2021 oil on canvas/ © Marina Perez Simão Courtesy of the artist, Mendes Wood DM,
and Pace Gallery

 

Österreichs Museen und Galerien werden noch immer vom Corona Virus in Schach gehalten. Zurzeit laufen noch keine aktuellen Ausstellungen und das ist ein Grund für mich, einen Blick nach New York zu werfen. (Meine gute Vernetzung weltweit kommt jetzt, in diesen schwierigen Zeiten endlich zum Tragen)

So blickte ich zur Pace Gallery, eine der führenden internationalen Kunstgalerien. Sie verfügt über neun Standorte weltweit, darunter London, Genf, ein sehr starkes Standbein in Palo Alto (Stadt in Santa Clara Valley im US-Bundesstaat Kalifornien) und zwei Galerien in New York, wo sich auch der Hauptsitz in der 540 West 25th Street befindet. Schwerpunkt sind die Bewegungen des Abstrakten Expressionismus und des Lichts und des Weltraums.

Seit 1. April 2021 bis 24.April 2021 präsentiert die Pace Gallery in New York, die Künstlerin Marina Perez Simãom, mit ihren großformatigen leuchtenden Ölgemälden, verwurzelt mit der natürlichen Landschaft ihrer Heimat Brasilien.

New paintings in Marina Perez Simão’s studio © Marina Perez Simão Courtesy of the artist, Mendes Wood DM,
and Pace Gallery

Wer ist Marina Perez Simãom? Marina Perez Simãom (geboren 1981 in Vitória, Vitória, amtlich portugiesisch Município de Vitória, ist die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Espírito Santo) lebt und arbeitet in Sao Paulo, Brasilien. Ihre Techniken bestehen aus verschiedenen Medien wie Malerei, Collagen, Zeichnungen als Ausgangspunkte. Sie setzt Innen- und Außenlandschaften in eine Art Beziehung. Es ist eine visuelle Reise, die manchmal durch das Unbekannte, das Abstrakte, das Nebulöse in Visionen hineinfließen.

New paintings in Marina Perez Simão’s studio © Marina Perez Simão Courtesy of the artist, Mendes Wood DM,
and Pace Gallery

Die Pace Gallery widmet der brasilianischen Künstlerin die erste Einzelausstellung in New York City. Simãos leuchtende Ölgemälde, die in der natürlichen Landschaft ihrer Heimat Brasilien verwurzelt sind, pulsieren mit einem magnetischen, musikalischen und hypnotischen Präsenz, die das Auge des Betrachters zum Tanzen bringt. Von Malern wie Tarsila do Amaral, Agnes Pelton und Luchita Hurtado beeinflusst, befindet sich Simãos Werk in einer größeren Konstellation von Künstlern, die die Landschaft auf ähnliche Weise genutzt haben, um die metaphysischen Elemente der Natur zu erkunden. Simãos Werke präsentieren hier ein Symbol der Hoffnung – ein Leuchtfeuer für eine Zukunft, die noch nicht geplant, aber voller Möglichkeiten ist. Unter Bezugnahme auf einen Satz des brasilianischen Schriftstellers João Guimarães Rosa übersetzt der Ausstellungstitel „Tudo é e não é“ in „Alles ist und ist nicht“ und umfasst die Mehrdeutigkeit des Lebens und der Abstraktion als Ganzes. Die Arbeiten, die während der Quarantäne in Brasilien im vergangenen Jahr entstanden sind, widerspiegeln ihre persönlichen Erinnerungen mit literarischen und musikalischen, die sie kombinierte und in einzigartige, abstrahierte Landschaften umwandelte.

Die Arbeiten ausgestattet mit einer klaren Form, kräftigen Farben, die den Betrachter – akzeptiert er dieses Farbenspiel – in eine andere Dimension eintauchen lässt.

https://www.pacegallery.com/

 

Illusions and reality

Art is my life!
What are illusions? A wrong perception of reality
What is an illusionist? An illusionist is an artist who mostly uses technical means to create illusions in his audience

The illusion doesn’t become reality or does it ? 1/ experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series Illusions
The illusion doesn’t become reality or does it ? 2/ experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series Illusions

MIT GENUSS WANDERN ZWISCHEN STEIERMARK UND SOLWENIEN

Ein Wanderführer GRENZENLOS GEHMÜTLICH von Anni und Alois Pötz

Cover Verlag Anton Pustet

Der Frühling steht schon vor der Tür und wir freuen uns schon, dass wir wieder raus in die Natur gehen können. Die Wanderschuhe stehen in den Startlöchern und mit diesem Buch können Sie sich neue Ziele aussuchen und losstarten. Was hindert Sie noch daran?

Worum geht es in diesem Buch?

Anni und Alois Pötz geben Informationen wie man sich das Vulkan- und Schilcherland über die Südsteirische Weinstraße bis in das slowenische Prekmurje und in die Stajerska erwandern kann. Man kann hier auch bei den grenzüberschreitenden Wanderungen, nicht nur kulturelle und kulinarische Besonderheiten entdecken, sondern sie öffnen auch den Blick in eine gemeinsame Geschichte. Im Inhaltverzeichnis von 1-40 wird man hier schon auf die verschiedenen Wanderungen hingewiesen, die dann Punkt für Punkt gut beschrieben werden. Präzise Routenbeschreibungen, Kartenausschnitte zur Orientierung, Nützliche Hinweise zur Erreichbarkeit mit Öffis und Auto und last not least Einkehrtipps.

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Wer gerne wandert und Neues kennenlernen will, sollte zu diesem Wanderführer greifen. Das Hügelland zwischen Riegersburg und der Soboth, Bad Radkersburg, Maribor und Slovenj Gradec weist auf charmante Dörfer, prunkvolle Schlösser und alte Vulkane hin. Eine Wanderung zwischen zwei Ländern, die freundschaftlich miteinander verbunden sind. Als gebürtige Steirerin kenne ich dieses Hügelland sehr gut und kann es nur weiterempfehlen.

DIE AUTOREN

Alois Pötz: Mag.geb.1953, Studium der Theologie und Geografie. Ehemaliger AHS-Lehrer und Lehrbeauftragter am Institut für Geografie und Raumforschung in Graz. Publikationen in Fachzeitschriften, Schulbuchautor.

Anni Pötz: Ihre Liebe zur Natur, zum Wandern und zum Reisen hat Anni Pötz zur Fotografie gebracht. So ist die ehemalige Arzthelferin und Flötenlehrerin oft mit dem Wohnmobil und per pedes unterwegs, um neue attraktive Ziele zu entdecken.

Erschienen ist das Buch

2021 im Verlag Anton Pustet, Salzburg ISBN 978-3-7025-1011-4 https://pustet.at/de/home.html

TURMSCHATTEN

von Peter Grandl

Foto: Christa Linossi

ein Thriller über drei Neonazis

Worum geht es in diesem Buch?

Es ist nicht nur ein Thriller, sondern auch mit viel realem Hintergrundwissen gespickt. Hauptakteur dieses Romans ist Ephraim Zamir, ein Jude, der die Todesmaschinerie Auschwitz überlebte, den die Erinnerung an die Zeit, an den Tod seiner gesamten Familie ihn Tag für Tag quälte. In einer kleinen normalen Stadt erwarb er ein Grundstück mit dem Turm und hatte keine Ahnung was sich hier 1945 abspielte. Er baute den Turm um, die Einwohner dieser Stadt hassten diesen Turm und empfanden ihn als Schandfleck. Es beginnt mit einem Prolog DER TURM aus dem Jahr 1945, pendelt dann zwischen den 80iger und 90iger Jahren zu Rückblicken und geht dann wieder über ins Jahr 2010, wo der Thriller eigentlich stattfindet. Peter Grandl recherchierte dafür mehrere Jahre lang über die rechtsradikale Szene, über jüdisches Leben in Deutschland und die Macht der Medien. Er begleitete auch Polizeieinsätze und kann dadurch auch authentisch aus den jeweiligen Milieus berichten.

Ein Thriller, der die Grenzen zwischen Gut und Böse aufhebt.

Kurzer Auszug: „Es ist eine ganz normale deutsche Stadt, in der ganz normale Rechtsradikale leben. Als diese vom geplanten Bau einer neuen Synagoge hören, wollen sie den um jeden Preis verhindern. Also statten sie dem Hauptfinanzier der jüdischen Gemeinde einen Besuch ab. Der Überfall gerät außer Kontrolle, und der alte Mann dreht den Spieß um – kurz darauf befinden sich drei Neonazis in der Gewalt des Juden. Er hält sie im Keller seines Hauses gefangen, eines mittelalterlichen Turms, und fordert die Öffentlichkeit zu einem Online-Voting auf: Freilassung oder Hinrichtung?“

Dieses Buch ist es wert zu lesen?

Es ist ein Thriller, spannend geschrieben und es verbirgt sehr viel Wahres im Hintergrund. Thriller-Leser kommen bei der Lektüre voll auf ihre Kosten. Nach Rücksprache mit dem Autor, für einen Thriller bräuchte es keine 500 Seiten, (sollte eventuell dies Leser abschrecken!) aber er wollte die realen Hintergründe in diesen Roman einfließen lassen, um den Leser darauf auch hinzuweisen, dass nichts so ist, wie es oft scheint. 

DER AUTOR

grandl-peter- © Proxenos GmbH

Peter Grandl, geboren 1963, war als Filmregisseur sowie als Marketingleiter bei Senator Film tätig. Er rief die Musiker-Plattform AMAZONA.de ins Leben und ist bis heute als Chefredakteur für das Magazin tätig.  In seiner Freizeit hält er sich am liebsten in den Bergen auf (hier kann er Kraft tanken für neue Visionen) oder produziert im eigenen Studio elektronische Musik.

Erschienen ist das Buch

Im Jahr 2020 in der Eulenspiegel Verlagsgruppe Buchverlage GmbH >< Verlag „Das neue Berlin“ ISBN 978-3-360-01356-9

Rauriser Literaturtage 2021

vom 07. April 2021 – 11. April 2021 als Livestream!

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Die Rauriser Literaturtage werden aufgrund der bestehenden Situation im Land Salzburg, im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie bedauerlicherweise ohne Publikum in Rauris stattfinden.

Die Situation der Infektionen hat sich in den letzten Tagen nicht verbessert und man vermutet, dass die Zahlen weiterhin ansteigen werden. Es besteht aber auch keine verlässliche Perspektive hinsichtlich der Durchführung von Veranstaltungen nach Ostern. Dazu kommt noch ein weiterer negativer Punkt, dass das Übernachtungsangebot nicht in ausreichendem Maß gewährleistet sein wird, um dem Publikum eine längere Anwesenheit im Ort Rauris zu ermöglichen.

Die gute Nachricht, man hat sich jedoch entschieden, die Rauriser Literaturtage 2021 mit Lesungen und Gespräche – möglichst aus dem Mesnerhaus – im Online Stream anzubieten. Viele Autorinnen und Autoren haben bereits zugesagt, trotz allem für des Livestreams nach Rauris zu kommen.

Angela Lehner ist Rauriser Literaturpreisträgerin 2020

Lehner_Angela_Foto: ©_Ramona Waldner

Eröffnet wird die Veranstaltung im Livestream am 7. April 2020 mit der Lesung der Preisträgerin Angela Lehner des Rauriser Literaturpreis 2020 für den Roman „Vater unser“ um 19:00 Uhr im Mesnerhaus.  

Benjamin Quaderer ist Rauriser Literaturpreisträger 2021

Autor Benjamin Quaderer © Jens Oellermann / Luchterhandverlag

Auch Benjamin Quaderer wird 7.April 2021 um 19:00 Uhr aus seinem neuen
Roman „Für immer die Alpen“ lesen. Die Laudatio für den Preisträger 2021 hält Anne-Sophie Scholl.

Weitere Informationen erhalten Sie über die Website www.rauriser-literaturtage.at

Es ist wichtig Kunst auch in schwierigen Zeiten – wenn sie auch oft nur in einem Online-Stream stattfinden können – zu präsentieren. Die Rauriser Literaturtage haben sich dafür entschlossen und Literaturbegeistere werden es Ihnen danken.

Threw my memories away!

experimental photo work by © Christa Linossi 2021 from the series Dream catcher

I tore the memories to pieces on a windy afternoon

DIVERSITY UNITED

ZEITGENÖSSISCHE KUNST AUS EUROPA

Lucy-Orta_Antarctic-Village-No-Borders-2007_16.9_web-845×684 Fotomaterial: Stiftung für Kunst
und Kultur e.V.

Diversity heißt das Schlagwort 2021. Diversity, ob im Business oder nun auch in der Kunstszene, überall taucht dieses Wort auf.

Diversity United – zeitgenössische Kunst aus Europa betrifft eine grenzüberschreitende Ausstellung, die in Berlin vom 4. Mai bis 31. Juli 2021 auf dem historischen Areal des ehemaligen Flughafens Tempelhof stattfinden wird.

Die rund 90 Künstler_innen aus 34 Ländern stehen mit ihren Werken für die enorme Vielfalt und Vitalität der zeitgenössischen Kunstszene Europas, von Portugal bis Russland, von Norwegen bis in die Türkei. Die Künstler_innen arbeiten grenzüberschreitend und sind auch vielfach international tätig. Christian Boltanski bringt es auf einen Punkt „Als Künstler, gehörst du allen Menschen, allen Ländern. Meine Heimat ist die Kunst und alle anderen Künstler_innen sind Teil meiner Familie“.

Gerade jetzt, in einer Zeit globaler Ohnmacht und zunehmender politischer Sprachlosigkeit, fordert die Kunst den gesellschaftlichen Dialog und dies berechtigt.

Warum wurde der Flughafen Tempelhof für dieses Projekt ausgewählt? Der Flughafen Tempelhof hat einen historischen Symbolcharakter, er ist Europas größtes ikonisches, monumentales Denkmal und Spiegel der Geschichte Europas. Schrittweise wird er zu einer „Stadt“ für Kunst, Kultur und Kreativität.

Ahtila-Eija-Liisa_LOVE_DSC7472_v2-845×684 Fotomaterial: Stiftung für Kunst
und Kultur e.V.

KÜNSTLER*INNEN // ARTISTS

Eija-Liisa Ahtila, Andreas Angelidakis, Michael Armitage, Yael Bartana, Georg Baselitz, Bluesoup, Christian Boltanski, Monica Bonvicini, Sonia Boyce, Pavel Brăila, Maurizio Cattelan, Olga Chernysheva, Tacita Dean, Rineke Dijkstra, Aleksandra Domanović, Constant Dullaart, Olafur Eliasson, Kristaps Epners, Valérie Favre, Pia Fries, Adrian Ghenie, Gilbert & George, Antony Gormley, Manuel Graf, Ane Graff, Petrit Halilaj, Mona Hatoum, Sheila Hicks, Sanja Iveković, Isaac Julien, Ilya and Emilia Kabakov, Patricia Kaersenhout, Šejla Kamerić, Erik Kessels & Thomas Mailaender, Anselm Kiefer, Kapwani Kiwanga, Peter Kogler, Irina Korina, Eva Kot’átková, Alicja Kwade, Kris Lemsalu, Cristina Lucas, Goshka Macuga, Kris Martin, Dóra Maurer, Annette Messager, Marzia Migliora, Boris Mikhailov, Richard Mosse, Ekaterina Muromtseva, Henrike Naumann, Mariele Neudecker, Katja Novitskova, Ahmet Öğüt, Roman Ondak, Lucy + Jorge Orta, Dan Perjovschi, Grayson Perry, Anders Petersen, Agnieszka Polska, Tal R, Paula Rego, Gerhard Richter, Ugo Rondinone, Adam Saks, Anri Sala, Fernando Sánchez Castillo, Tristan Schulze, Yinka Shonibare CBE, Katharina Sieverding, Slavs and Tatars, Nedko Solakov, Jan Svenungsson, Wolfgang Tillmans, Rosemarie Trockel, Tatiana Trouvé, Luc Tuymans, Martina Vacheva, Ulla von Brandenburg, Marko Vuokola, Rachel Whiteread, Per Wizén, Erwin Wurm, Cerith Wyn Evans, Nil Yalter, Yan Pei-Ming

Diversity United wirft Fragen nach Freiheit, Würde, Demokratie und Respekt auf und beleuchtet die künstlerische Produktion in Europa im Kontext historisch relevanter und aktueller Themen wie politische und persönliche Identität, Migration, (mentale) Landschaft und vieles mehr auf.

Kuratorinnen und Kuratoren: Walter Smerling (Vorsitzender der Stiftung für Kunst und Kultur, Bonn) Simon Baker (Maison Européenne de la Photographie, Paris) Faina Balakhovskaya (Autorin und Kuratorin, Moskau) Kay Heymer (Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf) Pontus Kyander (Autor und Kurator, Helsinki) Camille Morineau (AWARE, Kuratorin, Paris) Johanna Neuschäffer & Anne Schwanz (Office Impart, Berlin) Hilke Wagner (Albertinum, Dresden) Peter Weibel (ZKM Karlsruhe)

Kooperationspartner Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Petersburger Dialog e.V. und wird vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland unterstützt.

Wir dürfen gespannt sein, wie dieses Projekt Diversity United über die Bühne gehen wird.