ALBERTINA MODERN

Robert Klemmer Laufender Klemmer, 1969 Öl-Eitempera-Mischtechnik auf Leinwand ALBERTINA, Wien © Estate Robert Klemmer

THE BEGINNING.Kunst in Österreich 1945 bis 1980

Am 12. März 2020 hätte die ALBERTINA MODERN, Wien neues Museum für moderne Kunst eröffnet werden sollen. Aufgrund des CORONAVIRUS musste die Eröffnung abgesagt werden. Jedoch „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“.

Hans Peter Haselsteiner, die Familie Essl und Klaus Albrecht Schröder kamen überein, nach der Zusammenführung mit der Sammlung Essl und den Sammlungen der Gegenwartskunst der ALBERTINA, ein eigenes Museum für moderne Kunst unter der Führung der ALBERTINA zu gründen.

Albertina Modern – Frontansicht, © Rupert Steiner

Worum geht es bei diesem Museum konkret? Konkret geht es hier um das Künstlerhaus am Karlsplatz, welches 1865 errichtet und als Ausstellungshaus etabliert. Zudem wurde das 150 Jahre alte Ausstellungsgebäude nach den museologischen Vorgaben der ALBERTINA in Bezug auf Sicherheit, Beleuchtung und Klimatechnik modernisiert und baulich sowohl im Untergeschoß wie im Obergeschoß erweitert. Im Zuge der Sanierung des Künstlerhauses erfolgten zwei räumliche Erweiterungen. Sie betreffen einerseits die Überdachung des als „Staber-Loch“ bezeichneten Freiraumes neben dem U-Bahn-Abgang. Der nunmehr im ersten Untergeschoß gelegene Raum wird in Verbindung mit zuletzt ungenützten Kellerräumen als Ausstellungsraum von der ALBERTINA MODERN bespielt. Dank des Mäzenatentums von Hans Peter Haselsteiner erstrahlt nun das geschichtsträchtige Gebäude wieder in neuem Glanz.

Prunkstiege von unten, © Robert Bodnar

Nun ist es soweit, in dieses geschichtsträchtige Gebäude zieht die ALBERTINA MODERN ein, bzw. ist schon eingezogen. ALBERTINA MODERNA für moderne Kunst, als zweiter Standort der ALBERTINA. Dieses Museum, beherbergt über 60.000 Werke von 5.000 Künstlerinnen und Künstlern und wird eines zu den großen Museen für die Kunst der Gegenwart zählen. Eröffnet wird die ALBERTINA MODERN mit der Ausstellung THE BEGINNING, Kunst in Wien 1945 bis 1980: es ist die erste Epochenübersicht über die österreichische Kunst in den wichtigen drei Jahrzehnten nach 1945. Die Ausstellung fokussiert damit die für die internationale Gegenwartskunst prägende Epoche bis 1979 und präsentiert die wichtigsten Positionen österreichischer Kunst an der Schwelle zur Postmoderne – vom Wiener Phantastischen Realismus über die frühe Abstraktion, den Wiener Aktionismus, die kinetische und konkrete Kunst sowie die österreichische Spielvariante der Popart bis zu dem für Wien so kennzeichnenden gesellschaftskritischen Realismus.

Günter Brus Selbstbemalung II, 1965 S/W-Fotografien von Ludwig Hoffenreich aus einer 20-teiligen Serie ALBERTINA, Wien – The ESSL Collection © Günter Brus

Inv. Nr. 1548; Essl Museum; Künstler: Friedensreich Hundertwasser, Titel: Sonne für die, die auf dem Lande weinen / Du soleil pour ceux qui pleurent en campagne (313); Eitempera, Wasserfarbe, Öl und Sand in Öl auf Japanese preparation (Papierstücke zusammengeklebt); befestigt auf Holzrahmen), 1957/1959, HoR 119 cm, BoR 92 cm, Repro: Mischa Nawrata

Es wird spannend, aber leider müssen wir uns noch etwas gedulden, noch hat das Coronavirus die Überhand über unsere Gesellschaft.

https://www.albertina.at/ausstellungen/albertina-modern-the-beginning-kunst-in-oesterreich-1945-bis-1980/

Corona der Virus, der weltweit für Probleme sorgt!

Aktuellste Arbeit von © Christa Linossi 2020
zum Thema „Coronavirus“

Die Oper „Der Kleine Prinz“ in guter Sache unterwegs…

Scheck Übergabe Paracelsus Schule St. Jakob am Thurn

Von Li nach Re: Hans Josef Knaust (Präs. Innovative Musikprojekte Salzburg) Stefan Ellmauthaler (Paracelsus Schule St. Jakob Obmann Stv.) Leonie Steuber (Der Kleine Prinz – Sopran) Dr. Michael Kopp (Präsident Lions Club Hohensalzburg, Sieglinde Wendt (Schulgründerin Paracelsus Salzburg)

Mit viel Freude, großem Engagement und ausverkauften Vorstellungen ging die Oper „Der Kleine Prinz“ im November 2019 in der Szene Salzburg über die Bühne. (https://linossiartstory.wordpress.com/2019/11/02/der-kleine-prinz/)

Die Geschichte des „Kleinen Prinzen“ erzählt von den Eigenheiten der unterschiedlichsten Charaktere. Der große Bogen, der sie alle vereinen kann, ist die Liebe, die Toleranz und Akzeptanz des Einzelnen.

Jedoch, nicht jeder Einzelne hat einen guten Start ins Leben und ist auf die Hilfe und Unterstützung von der Gesellschaft angewiesen.

Um diese Unterstützung für Kinder und Jugendliche zu geben, wurde die Paracelsus Schule In St. Jakob am Thurn gegründet (Mitgründer: Daniell Porsches größtes Projekt war der Bau der neuen Paracelsus-Schule in St. Jakob. In den letzten Jahren zog sich Daniell Porsche aus einem Teil seiner von ihm unterstützten Projekte wieder zurück) und um dieses Projekt der Paracelsus Schule in St. Jakob am Thurn dauerhaft zu gewährleisten, ist die Paracelsus Schule auf private Sponsoren und Spender angewiesen. (https://www.paracelsusschule.at/)

So freut sich der Lions Club Hohensalzburg, Dr.Michael Kopp, der Paracelsus Schule St. Jakob einen Scheck über € 1.500,00 aus den Einnahmen und Spenden der Oper „Der Kleine Prinz“ überreichen zu dürfen. So konnte man wieder einen kleinen Beitrag für die Kinder und Jugendlichen leisten.

Mit großer Freude durfte der Obmann Stv. Stefan Ellmauthaler den Scheck über € 1.500,00 im Kulturhaus Anif Kultur am 27.1.2020 entgegennehmen. Eine besondere Freude schenkte den Anwesenden der Künstlerische Leiter der Oper, Hans Josef Knaust und „sein Kleiner Prinz“ Leonie Stoiber mit dem Rosenlied aus der bezaubernden Oper.

Einen erfolgreichen Start ins Neue Jahrzehnt 2020 wünsche ich allen meinen Lesern und Leserinnen.

LIGHTNESS (2012) © Arbeit von Christa Linossi

I wish all my readers and readers a good and successful start into the new year 2020

From the series: In thinking

just think about it © Foto-Arbeit von Christa Linossi

SALZBURGER CHRISTKINDLMARKT

21.11.2019 – 26.12.2019

Salzburger Christkindlmarkt, Salzburg, foto: wildbild
„Foto: http://www.christkindlmarkt.co.at, Salzburg“

Einer der fünf schönsten Weihnachtsmärkte in Europa*, nämlich der Salzburger Christkindlmarkt, öffnet am 21.11.2019 wieder seine Pforten.

Die britische Tageszeitung „The Times“ wählte den Salzburger Christkindlmarkt am Dom- und Residenzplatz zu einem der fünf schönsten Märkte in ganz Europa. Besonders hervorgehoben wurden das Brauchtum mit den vielen alten Traditionen.

Die Wurzeln des ehemaligen „Tandlmarktes“ reichen bis in das Jahr 1491 zurück und seit 1974 gibt es den Salzburger Christkindlmarkt in seiner heutigen Form.

Ein Weihnachtsmarkt ohne Kitsch, sondern authentisch und verbunden mit heimischem Brauchtum. Geboten wird den Salzburgerinnen und Salzburgern und den Gästen aus aller Welt eine einzigartige Stimmung, sowie kulinarische Schmankerl, handgefertigte Produkte und viele weihnachtliche Geschenkideen.

Viel regionales Handwerk wie Holzspielzeug und Schnitzereien, nostalgische Schilder, Schlossereiprodukte, aufwendig verzierte Glas- und Christbaumkugeln, Keramikgegenstände, Gewürzsträuße sowie duftende Seifen.

Des Weiteren gibt es auch noch ein vielfältiges kulturelles Programm rund um den Christkindlmarkt.

Pressegespräch Salzburger Christkindlmarkt 2019 SKCM in Salzburg, Residenz Foto: Franz Neumayr 19.11.2019 Im Bild Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler und Obmann Wolfgang Haider

Vergessen sie für ein paar Stunden den Alltagsstress und genießen sie nette Stunden mit Familie oder Freunden bei einem Rundgang auf dem Christkindlmarkt und bei einem Glas Glühwein.

Nähere Informationen entnehmen sie aus www.christkindlmarkt.co.at

KUNST ins Land eini schau ‘n….

Manfred Daringer Zeichnung / Foto: Christa Linossi

Einmal den Blick von den großen Kunstmessen, Galerien, Museen in den Metropolen abwenden und einmal in kleine Dörfer schauen. Sich auf Spurensuche von Künstlern, die nicht das GELD vor Augen haben, sondern nur Kunst machen wollen, dafür bin ich immer gerne unterwegs, um ein verstecktes Juwel ausfindig zu machen. Es gibt sie, diese Künstler, und sie können durchaus mit den berühmtesten in der Welt konkurrieren.

Auf meiner Querfeldein-Reise durch das Innviertel in Oberösterreich entdeckte ich eine Künstlerfamilie. Die Daringer, drei Generationen von Malern und Bildhauern haben den Ort Aspach geprägt, ein 2000-Seelen-Dorf und bildende Kunst ist untrennbar hier mit dem Namen DARINGER verbunden. https://www.daringer.at/aspachbesuchen  

So entdeckte ich das DARINGER Kunstmuseum in Aspach. Ausgestellt sind Skulpturen, Zeichnungen des Bildhauer Manfred DARINGER. Manfred Daringer, war ein waschechter Aspacher, der nur für seine Kunst lebte (leider verstarb er 2009 an Lungenkrebs) Seine Leidenschaft zur Kunst wiederspiegelt sich auch in seinen Arbeiten.

Manfred Daringer Der Bildhauer/ Foto: Kunstmuseum DARINGER
Foto: Kunstmuseum DARINGER

Manfred Daringer stammt eben auch aus der Künstlerfamilie und hier ein kurzer Rückblick: Begonnen hat alles mit Prof. Engelbert Daringer (1882-1966) einem akademischen Kunstmaler, der zu den Gründern der Innviertler Künstlergilde zählte und sich vor allem als Kirchen- und Freskomaler einen Namen machte. Das wichtigste Profanwerk Daringers ist der Hochzeitsfries am ehemaligen Braugasthof Hofmann in Aspach aus dem Jahr 1926 – eine einzigartige malerische Schöpfung.

Foto: Kunstmuseum DARINGER

Sein Neffe Franz Daringer (1908-1999) ging bei Engelbert Daringer in die Lehre und wurde ebenfalls ein bekannter Kirchenmaler und Restaurator. Er restaurierte mit seinen Mitarbeitern über 150 Kirchen und Kapellen in Ober- und Niederösterreich sowie Salzburg.

Foto: Kunstmuseum DARINGER

Der dritte im Bunde war Franz Daringers jüngerer Bruder Otto Daringer (1913 – 1998). Er übernahm seinerzeit die väterliche Fassbinderei im alten Schloss von Wildenau, doch auch er war der Kunst verfallen. Sein Schwerpunkt: er war Holzbildhauer aus Leidenschaft und schuf zahlreiche Kruzifixe, u.a. das große Friedenskreuz an der Pfarrkirche Aspach, Madonnen und Heiligenfiguren.

Foto: Kunstmuseum DARINGER

Der letzte im Bunde der DARINGER‘S war der Sohn von Otto Daringer, Mag. Manfred Daringer (*1942 und + 2009 ) . Dieser machte die Kunst zur Profession. Er besuchte er die Bundesfachschule Hallein, Abteilung Bildhauerei, anschließend die Kunstschule Linz (Bildhauerei) und danach studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Prof. Fritz Wotruba. 1975 erhielt er den Wotruba-Preis. https://www.daringer.at/wotruba-preis

Manfred Daringer war einer der außergewöhnlichsten Bildhauer des Landes und arbeitete mit Holz und Stein in verschiedenen Varianten. Die großen Themen für Manfred Daringer waren Liebe, Leid und Tod. Daringer gelingt es in einer klaren Formensprache diese Themen in seinen Skulpturen sichtbar zu machen. Er verstand es auch, aus einem Stück Mamor, einen geformten Körper mit den sanft hügeligen Landschaften des Innviertels ineinander zu verschmelzen.

Körper-Landschaften Marmor Manfred Daringer / Foto: Christa Linossi

Ein weiteres Highlight ist ein weiblicher Torso – aufgeschnitten – aus Marmor, in dem sich das „werdendes Leben“ – gefasst in Blattgold – sichtbar wird. Diese Skulptur regt zum Nachdenken an. Wir sehen den weiblichen Körper immer nur als Kunstakt oder als Objekt der Begierde. Aber haben wir uns schon einmal Gedanken darüber gemacht, dass dieser Körper das Leben auf Erden hervorbrachte und es auch weiterhin tut? Dies ist, was mich an dem Künstler Daringer fasziniert, seine Skulpturen sind nicht nur Objekt, sondern sie sind tiefgründig und das macht für mich den eigentlichen Künstler aus.

weiblicher Torso Marmor Manfred Daringer „Werdendes Leben“ / Foto: Christa Linossi

Es gibt viele interessante Arbeiten im Kunstmuseum zu sehen, aber alle aufzuzählen, wäre zu viel. Jedoch an diesem Objekt halte ich noch fest, eine aus Terrakotta gefertigte Figur. Ein sitzender Mensch, der gerade über sich und die Welt wahrscheinlich nachdenkt. (Auch der Titel ist getroffen DENKER) Sitzen wir den nicht oft so, in Gedanken versunken, um den Sinn des Lebens zu erfassen, oder einfach Nachdenken über vieles, Lösungen finden wollen?

DENKER Terrakotta Manfred Daringer / Foto: Christa Linossi

Manfred Daringer war ein wahrer Künstler, der nicht für die Geldmaschinerie am Kunstmarkt tätig sein wollte, obwohl er sicher viele Kunstsammler hatte, aber im war Aspach wichtig und am wichtigsten sein Atelier, wo er seine Ideen und sein inneres Empfinden herausarbeiten konnte.

MENSCH IN LANDSCHAFT Marmor Manfred Daringer / Foto: Christa Linossi

In der heutigen Kunstszene geht es hauptsächlich darum, wer die beste Marketingschiene hat, die beste Galerie, den besten Förderer oder Lobbyist, spielt im 21. Jahrhundert in der Szene mit, ob nun Kunst gleich Kunst ist, sollte außerdem einmal hinterfragt werden.

Manfred Daringer’s letztes Statement zu seiner Kunst: „Das Einzige, was ich zu hinterlassen habe, ist eine geistige Haltung, die weiterwirkt – erfahrbar durch das Gemachte“.  

(Der Künstler verstarb 2009 leider an Lungenkrebs)

Ich werde mich weiterhin auf Spurensuche begeben…

https://www.daringer.at/lebensweg

Fly Me to the Moon – 50 Jahre Mondlandung

Werner Reiterer „Die Anfänge der Raumfahrt, 2004″/ Sammlung Denise & Günther Leising Graz, Österreich (c) Bildrecht, Wien 2019

Mit einer Großausstellung feiert das Museum der Moderne Salzburg das fünfzigste Jubiläum der ersten Mondlandung.

Mein erster Gedanke zu der Ausstellung „Fly Me to the Moon“ war, was soll und was wird die Ausstellung bieten? Kann sie überhaupt ein Interesse wecken?

Ja, diese Ausstellung erweckt Interesse! Als ich die Ausstellung besuchte, waren sehr viele Besucher anwesend, so viele sah ich schon lange nicht mehr im MdM.

Worum geht es hier in dieser Ausstellung? Eigentlich verrät dies der Titel schon! Es geht um unseren Nachbarsplaneten Mond und die vor 50 Jahren stattgefundene Mondlandung. Am 21. Juli 1969 betrat der Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch den Mond und sein Satz „That’s one small step for a man, one giant leap for mankind „(auf Deutsch „Das ist ein kleiner Schritt für den Menschen…ein…riesiger Sprung für die Menschheit“) ging rund um die Welt und in die Geschichte ein.

Michael Sailstorfer „Cast of the surface of the dark side of the moon, 2005“ Courtesy der Künstler und König Galerie, Berlin/London / Photo by Ulrich Jansen

Seit Jahrtausende übt der Mond eine Faszination auf die Menschen aus. Das MdM hat sich mit dieser Ausstellung das Jubiläum der Mondlandung zum Anlass genommen, um den Mond und die Reise dorthin als Thema und Herausforderung für die Kunst näher zu betrachten.

Diese Ausstellung ist nicht nur eine Kunstausstellung, sondern stellt auch gleichzeitig eine Art Dokumentation dar, wo der Besucher erfährt, wie lange sich die Menschheit (Wissenschaft und Kunst) schon mit dem Thema MOND auseinandersetzt.

Zum Beispiel Jules Verne der bereits in vielen Romanen zahlreiche Einzelheiten vorausgesagte, tat dies auch in seinem Roman (1867) „Von der Erde zum Mond“ ebenso. Er war ein Visionär, der vieles vorausgesehen hat.

Sylvie Fleury „First Spaceship on Venus, 1997″/ Sammlung Ringier, Switzerland

Wiederum die Künstler sahen den Mond, jeweils aus einem anderen Blickwinkel und setzten dies entweder als Skulptur oder Malerei um. Zum Beispiel ist von Andy Warhol das Poster „Moon Walk“ mit dem U.S. Astronaut und der Flagge zu sehen. Sylvie Fleury (eine Schweizer Performance- und Objektkünstlerin) installierte das „First Spaceship on Venus, 1997“ als Gegensatz zum Mond „Erstes Raumschiff auf der Venus“, dass wird allerdings noch ein Weilchen Zeit in Anspruch nehmen, bis wir dort landen können oder auch nicht.

„Fly Me to the Moon, 50 Jahre Mondlandung“ (c) Museum der Moderne Salzburg, Foto: Rainer Iglar

Yinka Shonibare CBE ein britisch-nigerianischer Künstler ist ebenfalls mit einer Skulptur vertreten „Space Walk, 2002 (Weltraumspaziergang)“ ein Robert Rauschenberg „Ape, 1969 Aus der Stoned Moon Series“ und viele andere KünstlerInnen noch.

Es ist auf alle Fälle ein Streifzug durch die Geschichte der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Mond. Im Mittelpunkt der als Parcours konzipierten Ausstellung steht die titelgebende erste Mondlandung vor 50 Jahren. Diese gibt jedoch auch Einblicke in die Wissenschafts- und Kunstgeschichte sowie von einer Betrachtung der Folgen und Auswirkungen dieses weltbewegenden Ereignisses. Gezeigt werden rund 280 Exponate – von Kupferstichen über Gemälde bis hin zu Fotografie, Videokunst und multimedialen Installationen. Diese wiederum zeugen von den unterschiedlichen Bedeutungsebenen, die der Mond in wissenschaftlicher, künstlerischer, philosophischer und utopischer Hinsicht besitzt.

Statement von Thorsten Sadowsky (Direktor des MdM Salzburg): „Der erstmalige Blick von außen auf den Erdball hat ein neues Bewusstsein für die Fragilität unserer Existenz geweckt und der Blaue Planet selbst wurde zum Sinnbild des Lebens und seiner Verletzlichkeit, was sich auch nachhaltig in künstlerische Auseinandersetzung niederschlug“.

Die Ausstellung ist sehenswert, Generationenübergreifend und zu sehen noch bis zum 03. November 2019

MAXIM VENGEROV

Grammy-Preisträger  wird Inhaber der ersten Stiftungsprofessur
an der Universität Mozarteum Salzburg

Abseits der Salzburger Festspiele gibt es auch noch interessantes zu erfahren. Wie zB die erste Stiftungsprofessur an der Universität Mozarteum Salzburg für Violine.

Der Leitung (Prof. Elisabeth Gutjahr Rektorin) der Universität Mozarteum Salzburg ist es gelungen, erstmals eine Stiftungsprofessur zu bekommen. Was ist eigentlich eine Stiftungsprofessur? Es handelt sich um eine Professur, die ganz oder zumindest teilweise von einem Drittmittelgeber finanziert wird. Die meisten Stiftungsprofessuren haben eine Laufzeit von fünf Jahren.

uni-mozarteum-salzburg Prof. Elisabeth Gutjahr -maxim-vengerov – O.Univ.Prof.Mag. Hannfried Lucke Foto: © -manuela- schuster

Bei der Stiftungsprofessur Mozarteum handelt es sich um eine zur Gänze extern finanzierten Universitätsprofessur für Violine, die an eine international herausragende künstlerische Persönlichkeit für den Bereich EEK (Erschließung und Entwicklung der Künste) vergeben wird. In diesem Fall geht die Professur an Maxim Vengerov, einer der weltweit am meisten gefeierten Geiger um ab Beginn des Wintersemesters 2019/20 für drei Jahre an der Universität Mozarteum in Salzburg zu wirken.

uni-mozarteum-salzburg maxim-vengerov Foto: © -manuela- schuster

Wer ist Maxim Vengerov?  (geb.1974 in Nowosibirsk) Vengerov ist einer der besten Geiger und angesehensten klassischen Künstler unserer Zeit und genießt auch als Dirigent internationale Anerkennung.

Seine Ausbildung begann er bereits im Alter von fünf Jahren. Als Schüler von Galina Turchaninova und Zakhar Bron gewann er mit zehn Jahren die renommierte Henryk Wieniawski Competition und fünf Jahre später den internationalen Carl-Flesch-Violinwettbewerb. In den vergangenen Jahren trat Maxim Vengerov sowohl als Solist als auch als Dirigent mit vielen großen Orchestern auf, darunter das New York Philharmonic Orchestra, die Berliner Philharmoniker, das London Symphony Orchestra, das BBC Symphony Orchestra, das Mariinsky Theatre Orchestra und das Chicago, Montreal und Toronto Symphony Orchestra.
Höhepunkte der Saison 2018/19 waren die Saisoneröffnung des Orchesters Filarmonica della Scala mit Riccardo Chailly sowie zahlreiche Rezitals in den USA, China und Europa.

Mit großer Leidenschaft widmet sich Maxim Vengerov auch der Ausbildung und Förderung junger Talente. Seine verschiedensten Unterrichtspositionen hat er weltweit inne und ist derzeit auch Botschafter und Gastprofessor an der International Menuhin Music Academy in der Schweiz.

Ende Juli 2019 präsentierten auch die Salzburger Festspiele Maxim Vengerov gemeinsam mit der Pianistin Polina Osetinskaya in einem Solistenkonzert. Also Maxim Vengerov wird in Zukunft des Öfteren in Salzburg anzutreffen sein, wenn er die Studenten des Mozarteums auf die Meisterklasse vorbereiten wird.

Die Öffentlichkeit hat die Möglichkeit am 14. Oktober 2019 im Solitär der Universität Mozarteum bzw. am 09. Dezember 2019 im Großen Saal der Stiftung Mozarteum die Musik seiner Meisterklasse mitzuerleben.


Uni Mozarteum Salzburg

Am 04.02.2019 veröffentlicht

Universität Mozarteum Salzburg – Mozart ist unsere Inspiration, Musik unsere Tradition, die Kunst unsere Passion. Im Herzen Salzburgs reifen außergewöhnliche Talente zu künstlerischen Persönlichkeiten – am Puls der Zeit, für die Bühnen der Welt.

GOLDENE ZEITEN Holländische Malerei des 17. Jahrhunderts

Cornelis de Heem, Stillleben mit Austern, Zitronen und Trauben / Residenzgalerie Salzburg © DQS/RGS_Ghezzi

Eigentlich interessiere ich mich eher für zeitgenössische Kunst, aber diesmal tauchte ich in die Kunst des 17. Jahrhunderts ein. Neugierig und aufmerksam wurde ich aufgrund eines Plakates des Dom Quartier. Dieses Plakat zeigt eine aufgeschnittene Zitrone als wäre es eine Fotografie, jedoch stammt sie von dem Künstler Cornelis de Heem, einer der bedeutendsten niederländischen Stillleben Maler des 17. Jahrhunderts.

Die Ausstellung „Goldene Zeiten“ Holländische Malerei des 17. Jahrhunderts ist ein Gedenken des Werks Rembrandt van Rijn, dessen Todestag sich zum 350. Mal jährt und dessen Epoche das 17. Jahrhundert ist und die auf dieses bedeutende kulturelle Jubiläum Bezug nimmt.

Was ist so interessant an dieser Kunst und was versteht man unter „Goldene Zeiten“ so dass es auch mich faszinierte?

Simon de Vlieger (um 1601 Rotterdam? – 1653 Weesp) Ankernde Schiffe auf der Schelde vor Kastel Rammekens, gegen 1650, Öl/Holz © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Ankernde Schiffe auf der Schelde vor Kastel Rammekens, gegen 1650, Öl/Holz © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

Holland bzw. die Niederlande betrieben im 17. Jahrhundert schon Welthandel, aufgrund der guten geografischen Lage und der Schifffahrt. In dieser Zeit, die gemeinhin als Krisenzeit galt, investierten die Holländer in die Modernisierung der Landwirtschaft, in Fischfang, Schiffbau und Schifffahrt, Handel, koloniale Stützpunkte in Übersee und in den Aufbau eines Bank- und Kreditwesens. Das erfolgreiche Ineinandergreifen von Handel, Schifffahrt und Finanz katapultierte das Land an die Spitze des Welthandels.

Interessanter Weise war der Kunstbesitz in holländischen Haushalten auffallend groß und die meist in Gilden organisierten Maler spezialisierten sich auf einzelne Themen, um in der großen Konkurrenz zu bestehen.

Es war Kunst für alle, selten war eine Epoche und Region so reich an Talenten und namhaften Künstlern. Künstler waren auf das Interesse der Bürger angewiesen, da der heimische Adel kaum eine Rolle spielte und als Auftraggeber sowie auch die reformierte Kirche ausfiel. Religiöse Darstellungen waren nicht erwünscht. Die Säkularisierung führte zu einer Verselbstständigung nichtreligiöser Themen wie Stillleben, Landschaften, Genrebilder und Marinedarstellungen.

Die Kunstwerke, sind ausdrucksstark, wo Freude, Schmerz oder Geselligkeit dem Betrachter – als wäre es fotografisch festgehalten – ins Auge springt und einen in den Bann zieht.

Hermansz. Van Rijn Rembrandt, Betende alte Frau
Residenzgalerie Salzburg Inv. Nr. 549, ©DQS/RGS_U.Ghezzi

Einer der bekanntesten Künstler war Rembrandt Harmensz van Rijn, der mit seinem Werk „Betende alte Frau“ Weltruhm erlangte. Die Darstellung eine Tronie (für ‚Kopf‘, ‚Gesicht‘ oder ‚Gesichtsausdruck` ist ein Bildausdruck der gegenständlichen Malerei) Rembrandt wählte für diese Tronie seltenerweise eine Kupfertafel als Bildträger von besonders kleinem Format. Die technischen Besonderheiten besteht darin, dass er diese mit einer Schicht Blattgold präparierte und mit Krapplack ausgeführten Kopftuch durchscheint und das Rot des Lacks besonders zum Leuchten bringt.

Der Maler Gerard van Honthorst der wie viele seiner Kollegen zunächst bei Abraham Bloemaert (war ein niederländischer Maler) gelernt hatte, ging nach Rom und hielt sich bis Ende 1620 in Rom auf. 1620 kehrte er nach Holland zurück und genoss als einer der wenigen holländischen Künstler internationalen Ruf und war bekannt für seine erotisch aufgeladene Genremalerei. (Genremalerei: veraltet: Sittenbild, ist die gemalte Abbildung einer Alltagsszene).

Hendrick Bloemaert (1601/02 Utrecht – 1672 Utrecht), Samson und Dalila, bez. r. u.: HBloemaert fe, um 1635, Öl/Leinwand © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

Interessant ist auch der Haarlemer Maler Gerrit Adriaensz Berckheyde und bekannt vor allem für seine Ansichten niederländischer Städte. Er gehört zu jenen Künstlern, die die holländische Vedutenmalerei zu großer Blüte brachten. Das expandierende Amsterdam diente als unerschöpfliche Inspirationsquelle. Er war spezialisiert auf kleine Gemälde, welche Straßen, Kanäle, Plätze, öffentliche und private Gebäude zeigen. Er war Schüler von Frans Hals und ging bei seinem Bruder Job Adriaensz in die Lehre.

„Goldene Zeiten“ präsentiert 73 Meisterwerke aus der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien und der Residenzgalerie Salzburg. Aufgeteilte ist die Ausstellung in 9 Themenbereiche: (Überschriften zum Teil in holländischer Sprache)

  • Historie
  • Portret
  • Geselschapjes
  • der wissenschaftliche Blick
  • Landschapjes
  • Sehnsucht nach dem Süden
  • Zeegezicht
  • Stilleven – Ein Fest für die Augen
  • Nachtstukken
  • Architectur

Die Ausstellung ist sehenswert und wer sich besonders für die holländische Malerei des 17. Jhd. Interessiert, ist hier richtig.

Die Ausstellung läuft noch bis Jänner 2020 im DomQuartier https://www.domquartier.at/sonderausstellung/goldene-zeiten-hollaendische-malerei-des-17-jahrhunderts/