MAXIM VENGEROV

Grammy-Preisträger  wird Inhaber der ersten Stiftungsprofessur
an der Universität Mozarteum Salzburg

Abseits der Salzburger Festspiele gibt es auch noch interessantes zu erfahren. Wie zB die erste Stiftungsprofessur an der Universität Mozarteum Salzburg für Violine.

Der Leitung (Prof. Elisabeth Gutjahr Rektorin) der Universität Mozarteum Salzburg ist es gelungen, erstmals eine Stiftungsprofessur zu bekommen. Was ist eigentlich eine Stiftungsprofessur? Es handelt sich um eine Professur, die ganz oder zumindest teilweise von einem Drittmittelgeber finanziert wird. Die meisten Stiftungsprofessuren haben eine Laufzeit von fünf Jahren.

uni-mozarteum-salzburg Prof. Elisabeth Gutjahr -maxim-vengerov – O.Univ.Prof.Mag. Hannfried Lucke Foto: © -manuela- schuster

Bei der Stiftungsprofessur Mozarteum handelt es sich um eine zur Gänze extern finanzierten Universitätsprofessur für Violine, die an eine international herausragende künstlerische Persönlichkeit für den Bereich EEK (Erschließung und Entwicklung der Künste) vergeben wird. In diesem Fall geht die Professur an Maxim Vengerov, einer der weltweit am meisten gefeierten Geiger um ab Beginn des Wintersemesters 2019/20 für drei Jahre an der Universität Mozarteum in Salzburg zu wirken.

uni-mozarteum-salzburg maxim-vengerov Foto: © -manuela- schuster

Wer ist Maxim Vengerov?  (geb.1974 in Nowosibirsk) Vengerov ist einer der besten Geiger und angesehensten klassischen Künstler unserer Zeit und genießt auch als Dirigent internationale Anerkennung.

Seine Ausbildung begann er bereits im Alter von fünf Jahren. Als Schüler von Galina Turchaninova und Zakhar Bron gewann er mit zehn Jahren die renommierte Henryk Wieniawski Competition und fünf Jahre später den internationalen Carl-Flesch-Violinwettbewerb. In den vergangenen Jahren trat Maxim Vengerov sowohl als Solist als auch als Dirigent mit vielen großen Orchestern auf, darunter das New York Philharmonic Orchestra, die Berliner Philharmoniker, das London Symphony Orchestra, das BBC Symphony Orchestra, das Mariinsky Theatre Orchestra und das Chicago, Montreal und Toronto Symphony Orchestra.
Höhepunkte der Saison 2018/19 waren die Saisoneröffnung des Orchesters Filarmonica della Scala mit Riccardo Chailly sowie zahlreiche Rezitals in den USA, China und Europa.

Mit großer Leidenschaft widmet sich Maxim Vengerov auch der Ausbildung und Förderung junger Talente. Seine verschiedensten Unterrichtspositionen hat er weltweit inne und ist derzeit auch Botschafter und Gastprofessor an der International Menuhin Music Academy in der Schweiz.

Ende Juli 2019 präsentierten auch die Salzburger Festspiele Maxim Vengerov gemeinsam mit der Pianistin Polina Osetinskaya in einem Solistenkonzert. Also Maxim Vengerov wird in Zukunft des Öfteren in Salzburg anzutreffen sein, wenn er die Studenten des Mozarteums auf die Meisterklasse vorbereiten wird.

Die Öffentlichkeit hat die Möglichkeit am 14. Oktober und 09. Dezember 2019 im Solitär bzw. im Großen Studio der Universität die Musik seiner Meisterklasse mitzuerleben.


Uni Mozarteum Salzburg

Am 04.02.2019 veröffentlicht

Universität Mozarteum Salzburg – Mozart ist unsere Inspiration, Musik unsere Tradition, die Kunst unsere Passion. Im Herzen Salzburgs reifen außergewöhnliche Talente zu künstlerischen Persönlichkeiten – am Puls der Zeit, für die Bühnen der Welt.

Werbeanzeigen

GOLDENE ZEITEN Holländische Malerei des 17. Jahrhunderts

Cornelis de Heem, Stillleben mit Austern, Zitronen und Trauben / Residenzgalerie Salzburg © DQS/RGS_Ghezzi

Eigentlich interessiere ich mich eher für zeitgenössische Kunst, aber diesmal tauchte ich in die Kunst des 17. Jahrhunderts ein. Neugierig und aufmerksam wurde ich aufgrund eines Plakates des Dom Quartier. Dieses Plakat zeigt eine aufgeschnittene Zitrone als wäre es eine Fotografie, jedoch stammt sie von dem Künstler Cornelis de Heem, einer der bedeutendsten niederländischen Stillleben Maler des 17. Jahrhunderts.

Die Ausstellung „Goldene Zeiten“ Holländische Malerei des 17. Jahrhunderts ist ein Gedenken des Werks Rembrandt van Rijn, dessen Todestag sich zum 350. Mal jährt und dessen Epoche das 17. Jahrhundert ist und die auf dieses bedeutende kulturelle Jubiläum Bezug nimmt.

Was ist so interessant an dieser Kunst und was versteht man unter „Goldene Zeiten“ so dass es auch mich faszinierte?

Simon de Vlieger (um 1601 Rotterdam? – 1653 Weesp) Ankernde Schiffe auf der Schelde vor Kastel Rammekens, gegen 1650, Öl/Holz © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Ankernde Schiffe auf der Schelde vor Kastel Rammekens, gegen 1650, Öl/Holz © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

Holland bzw. die Niederlande betrieben im 17. Jahrhundert schon Welthandel, aufgrund der guten geografischen Lage und der Schifffahrt. In dieser Zeit, die gemeinhin als Krisenzeit galt, investierten die Holländer in die Modernisierung der Landwirtschaft, in Fischfang, Schiffbau und Schifffahrt, Handel, koloniale Stützpunkte in Übersee und in den Aufbau eines Bank- und Kreditwesens. Das erfolgreiche Ineinandergreifen von Handel, Schifffahrt und Finanz katapultierte das Land an die Spitze des Welthandels.

Interessanter Weise war der Kunstbesitz in holländischen Haushalten auffallend groß und die meist in Gilden organisierten Maler spezialisierten sich auf einzelne Themen, um in der großen Konkurrenz zu bestehen.

Es war Kunst für alle, selten war eine Epoche und Region so reich an Talenten und namhaften Künstlern. Künstler waren auf das Interesse der Bürger angewiesen, da der heimische Adel kaum eine Rolle spielte und als Auftraggeber sowie auch die reformierte Kirche ausfiel. Religiöse Darstellungen waren nicht erwünscht. Die Säkularisierung führte zu einer Verselbstständigung nichtreligiöser Themen wie Stillleben, Landschaften, Genrebilder und Marinedarstellungen.

Die Kunstwerke, sind ausdrucksstark, wo Freude, Schmerz oder Geselligkeit dem Betrachter – als wäre es fotografisch festgehalten – ins Auge springt und einen in den Bann zieht.

Hermansz. Van Rijn Rembrandt, Betende alte Frau
Residenzgalerie Salzburg Inv. Nr. 549, ©DQS/RGS_U.Ghezzi

Einer der bekanntesten Künstler war Rembrandt Harmensz van Rijn, der mit seinem Werk „Betende alte Frau“ Weltruhm erlangte. Die Darstellung eine Tronie (für ‚Kopf‘, ‚Gesicht‘ oder ‚Gesichtsausdruck` ist ein Bildausdruck der gegenständlichen Malerei) Rembrandt wählte für diese Tronie seltenerweise eine Kupfertafel als Bildträger von besonders kleinem Format. Die technischen Besonderheiten besteht darin, dass er diese mit einer Schicht Blattgold präparierte und mit Krapplack ausgeführten Kopftuch durchscheint und das Rot des Lacks besonders zum Leuchten bringt.

Der Maler Gerard van Honthorst der wie viele seiner Kollegen zunächst bei Abraham Bloemaert (war ein niederländischer Maler) gelernt hatte, ging nach Rom und hielt sich bis Ende 1620 in Rom auf. 1620 kehrte er nach Holland zurück und genoss als einer der wenigen holländischen Künstler internationalen Ruf und war bekannt für seine erotisch aufgeladene Genremalerei. (Genremalerei: veraltet: Sittenbild, ist die gemalte Abbildung einer Alltagsszene).

Hendrick Bloemaert (1601/02 Utrecht – 1672 Utrecht), Samson und Dalila, bez. r. u.: HBloemaert fe, um 1635, Öl/Leinwand © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

Interessant ist auch der Haarlemer Maler Gerrit Adriaensz Berckheyde und bekannt vor allem für seine Ansichten niederländischer Städte. Er gehört zu jenen Künstlern, die die holländische Vedutenmalerei zu großer Blüte brachten. Das expandierende Amsterdam diente als unerschöpfliche Inspirationsquelle. Er war spezialisiert auf kleine Gemälde, welche Straßen, Kanäle, Plätze, öffentliche und private Gebäude zeigen. Er war Schüler von Frans Hals und ging bei seinem Bruder Job Adriaensz in die Lehre.

„Goldene Zeiten“ präsentiert 73 Meisterwerke aus der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien und der Residenzgalerie Salzburg. Aufgeteilte ist die Ausstellung in 9 Themenbereiche: (Überschriften zum Teil in holländischer Sprache)

  • Historie
  • Portret
  • Geselschapjes
  • der wissenschaftliche Blick
  • Landschapjes
  • Sehnsucht nach dem Süden
  • Zeegezicht
  • Stilleven – Ein Fest für die Augen
  • Nachtstukken
  • Architectur

Die Ausstellung ist sehenswert und wer sich besonders für die holländische Malerei des 17. Jhd. Interessiert, ist hier richtig.

Die Ausstellung läuft noch bis Jänner 2020 im DomQuartier https://www.domquartier.at/sonderausstellung/goldene-zeiten-hollaendische-malerei-des-17-jahrhunderts/

Der Baum und seine Geschichte….

Wenn Bäume sprechen könnten, sie würden uns vieles erzählen….

Der Baum / Foto: © Christa Linossi






steirischer herbst’2019

vom 19.September 2019 – 13.Oktober 2019

© Foto: Christa Linossi

Das interdisziplinäre Festival für zeitgenössische Kunst, das 1968 in einem herausfordernden politischen und geografischen Kontext gegründet wurde; in einem Land, das viele historische Leichen im Keller hatte, und in einer Stadt, die in einer Grenzregion des Kalten Krieges lag, steht wieder in den Startlöchern und eröffnet in Graz am 19. September 2019 seinen 52. steirischen herbst

Anna Clementi und Angela Wingerath bei Proben zu Zorka Wollnys Performance fürsteirischer herbst ’19, Berlin, 2019, Foto: Zorka Wollny 
Nedko Solakov, “a lost cold war spy, Skizze, 2019, courtesy the artist 

Ekaterina Degot (1958, Moskau) ist Kunsthistorikerin, Forscherin und Kuratorin und wurde 2018 für fünf Jahre zur Intendantin und Chefkuratorin des steirischen herbst bestellt. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf ästhetischen und gesellschaftspolitischen Fragen in Russland und Osteuropa vom 19. Jahrhundert bis zur postsowjetischen Ära.

2018 startete Ekaterina Degot mit ihrem kuratorischen Team das Projekt VOLKSFRONTEN mit den vielfältigen und ambivalenten Bedeutungen dieses Begriffs. Thematisiert wurden die Geschichte und das aktuelle politische Klima in Österreich und Europa. Somit schließt das Festival 2019 unmittelbar daran an und geht den zerstörerischen Widersprüchen und dem unheimlichen Charme des Habsburgischen Europa sowie seiner Bedeutung für den Rest der Welt tiefer auf den Grund. Das Kernprogramm des steirischen herbst’19 trägt den Titel „Grand Hotel Abyss – Grand Hotel Abgrund“.

Eine schlagende Metapher „Grand Hotel Abgrund“, so nannte der ungarische Philosoph Marxist Georg Lukács, nicht zuletzt wegen ihres teilweise großbürgerlichen Hintergrunds, die Intellektuellen und Kulturschaffenden des „Instituts für Sozialforschung“, jener berühmten „Frankfurter Schule“, welcher die gesellschaftskritische Sozialwissenschaft entscheidende Impulse verdankt.

Ian Hamilton Finlay, Neoclassicism Needs You, Postkarte, Ort und Jahr unbekannt, courtesy of the Estate of Ian Hamilton Finlay 

Auszug aus dem Pressetext „steirischer herbst‘19“

„Der tägliche Anblick des Abgrunds, zwischen behaglich genossenen Mahlzeiten oder Kunstproduktionen, kann die Freude an diesem raffinierten Komfort nur erhöhen.“ Lukács´ Bild entspricht der Selbstdarstellung von Graz und dem umliegenden österreichischen Bundesland Steiermark als Genussregion, als kulinarische und ästhetische Wohlfühlzone. Graz und die Steiermark gehören zu den zahlreichen Blasen aus gehobener Gastronomie, Wellness und Bio-Komfort, die in Zeiten zunehmender Ungleichheit entstehen – Orte, die maßgeschneidert sind für Geschäftsreisende und Kulturtourist*innen, wo das Lob traditioneller Erzeugnisse beängstigende, Krypto nationalistische Untertöne hat und der Abgrund der radikalen gesellschaftlichen Exklusion, der Wirtschaftskrise und des entfesselten militärischen Konflikts lauert und in Zeitlupengeschwindigkeit näherkommt. Grand Hotel Abyss nimmt diese Situation als Ausgangspunkt für eine umfassendere Betrachtung des Hedonismus in Zeiten der nahenden Apokalypse. Das Festival blickt zurück auf seine Vorgeschichte in den turbulenten Tagen des beginnenden Kalten Krieges, als britische Offiziere, darunter auch der junge John le Carré, das Hotel Wiesler – das damals einzige wirkliche Grand Hotel der Stadt – übernahmen und ihr Hauptquartier im Palais Attems aufschlugen, in dem sich heute das Büro des steirischen herbst befindet. Das diesjährige Programm erzählt Geschichten über die Wohlfühlpolitik des Nationalsozialismus, über sexuelle Praktiken der Zukunft, über die unmögliche Entscheidung zwischen Faschismus und Nationalsozialismus, die Tirol in den 1930er-Jahren aufgezwungen wurde, und über Handelssanktionen für landwirtschaftliche Produkte im heutigen Russland – und es spult vor in eine dystopische Zukunft, in der die bestehenden Kulturinstitutionen der Stadt in Cafés umgewandelt werden.“

Jakob Lena Knebl, Richard (2019), Foto: Christian Benesch 

„Grand Hotel Abyss“ eine Fiktion? Der steirische herbst’19 wird zur Eröffnung am 19. September 2019 bei einer Abendveranstaltung überraschende Ereignisse liefern und sich anschließend in der gesamten Stadt zu einem vierwöchigen, dicht gewobenen kuratorischen Narrativ aus Performances, Bühnenproduktionen, Installationen und Filmen von KünstlerInnen aus aller Welt weiterentwickeln.

Diesmal gibt es auch eine Kooperation mit dem Literaturhaus Graz und der steirische herbst’19 nutzt das Literaturhaus erstmals als Ausstellungsort. Konzipiert wird eine Installation von Ekaterina Degot und David Riff mit dem Titel „The Life and Adventures of GL“ welches einen künstlerisch-kuratorischen Blick auf die Fiktionen und Mythen um Georg Lukács und seine titelgebende Metapher des Hotels am Abgrund wirft. Des weiteres kooperieren beide Institutionen für ein dreitägiges Festival mit dem Titel „Weltmaschine Österreich“. Die „Weltmaschine Österreich“ ist die Erfindung des oststeirischen Bauern Franz Gsellmann. https://www.steiermark.com/microsites/gsellmann-weltmaschine

Eines ist sicher, es wird wieder ein spannender „steirischer herbst‘19“ vom 19. September bis 13. Oktober 2019 mit seinem „Grand Hotel Abyss“ in Graz und der Steiermark, mit Parcours, Kunstwerken, Installationsprojekten und Filmproduktionen.

Vor 51 Jahren gegründet, bietet das Festival immer wieder neuen Produktionen eine Plattform, die öffentliche Debatten auf unterschiedliche Art und quer durch alle Disziplinen und Medien zu provozieren und konturieren. Der steirische herbst der sich immer wieder neu erfindet und die begrifflichen Grundlagen, was Kultur für das Zeitgenössische bedeuten könnten, neu definiert. Graz die Kulturstadt der Avantgarde.

SH19_sujet_C_landscape_byGrupaEe_0.jpg

https://www.steirischerherbst.at

Giochi di potere – il potere oscuro

Titel meiner Arbeiten: Machtspiele – die dunkle Macht / Giochi di potere – il potere oscuro

Meine Arbeiten aus den Jahren 2016 befassten sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls mit Macht und dunkler Macht und ich würde meinen, sie passen aktuell zum derzeitigen Thema in der Welt und nun auch im kleinen Österreich. Es geht um nichts anderes mehr als um Machtspiele. Warum eigentlich? Muss Macht sein?

4.UNWTO Euro-Asian Mountain Tourism Conference findet im Berchtesgadner Land statt.

Kunst findet auch in der Bergwelt statt, daher auch kein Widerspruch, wenn ich über die 4. UNWTO Euro-Asian Mountain Tourism Conference informiere.

Während man in Österreich über das Urteil im Zivilprozess nach einer tödlichen Kuh-Attacke (passiert im Jahr 2014 im Stubaital) diskutiert und gestritten wird, (Demnach muss der vom Witwer beklagte Landwirt 490.000 Euro zahlen) findet in Berchtesgaden die vierte UNWTO Euro-Asian Mountain Tourism Conference statt. Ob auf der Tagesordnung auch das Urteil des Zivilprozesses dieser tödlichen Kuh-Attacke steht? Fraglich? Obwohl diese Urteilsentscheidung ein blanker Horror für die Bauern und deren Almwirtschaft, Alpenverein und dem Tourismus ist, nur weil Touristen (Wanderer) nicht fähig sind, auf sich selber aufzupassen.  Was wäre wenn ein Wolf oder ein Bär einen Wanderer angreifen würde? Wer trägt hier die Schuld? Unsere Berge und Almen sind nun keine Schaukästen, sondern hier spielt das wahre Leben.

Nun zurück zur UNWTO Euro-Asian Mountain Tourism Conference:

Rund 300 Touristiker und Politiker aus den 160 Mitgliedsländern der UNWTO kommen von Samstag bis Dienstag, 2. bis 5. März zur 4. Euro-Asian Mountain Tourism Conference ins Berchtesgadener Land. Hier wird den Teilnehmern an der Konferenz auf Exkursionen anhand von Beispielen des touristischen Angebots gezeigt, wie nachhaltiger Tourismus zwischen Watzmann und Königssee gelebt wird.

Die 4. Euro-Asian Mountain Tourism Conference in Berchtesgaden soll wichtige Impulse für den Bergtourismus setzen sowie eine Brücke zwischen Europa und Asien schlagen. Zukunftsweisende Themen wie Digitalisierung und Mobilität werden diskutiert. Mit der internationalen Tourismuskonferenz verfolgt das Berchtesgadener Land drei Ziele: Die Schönheit der Region und den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur zu zeigen und den Konferenzteilnehmer Erkenntnisse aus jahrelangen Erfahrungen im Tourismus an die Hand zu geben.

Die Welttourismus Organisation der Vereinten Nationen hat das Berchtesgadener Land (BGL) in Deutschland als Austragungsort der 4. UNWTO Euro-Asian Mountain Tourism Conference 2019 ausgewählt. Die Konferenz findet alle zwei Jahre statt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, nachhaltigen Tourismus in Bergregionen durch den Austausch zwischen Europa und Asien zu fördern.

CONGO STARS im Kunsthaus Graz

Im Rahmen des steirischenherbstes 2018 zeigt das Kunsthaus Graz die Ausstellung Congo Stars.

Eddy Kamuanga Ilunga, „Ko bungisa mbala mibale (Second Loss)“, 2017,
Kreisler – Perez Olivares Collection, Madrid, Spain, Foto: Künstler, Courtesy October Gallery, London

Automatisch stellt man eine Verbindung zum Kongo in Afrika her. Die Demokratische Republik Kongo gilt als eines der reichsten Länder der Welt, wenn man es hinsichtlich seiner Bodenschätze und Naturvorkommen betrachtet. Die Bewohner/innen des Landes gehören hingegen zu dem ärmsten Afrika.  Weiterlesen

2018 – Salzburger Hirtenkinder auf der Loferer Alm

SALZBURGER ADVENTSINGEN 2018 im Großen Festspielhaus Salzburg

 Sie werden jetzt meinen, was soll dies, der Sommer ist noch nicht ganz vorbei, der Altweibersommer gibt noch einmal Gas und man liest Mitte September schon wieder vom Advent?!

Hirtenkinder / Foto: © Anna Rosei

Weiterlesen

Das „Fliegende Schiff“ – Höhenrausch 2018 in Linz

018 im OÖ Kulturquartier 

Der HÖHENRAUSCH 2018: Aufbruch zum anderen Ufer

  1. Mai – 14. Oktober 2018
    Eröffnung 23. Mai 2018

Skizze © Höhenrausch 2018, OÖ Kulturquatier/ M. Weingartner

 Der HÖHENRAUSCH findet auch 2018 wieder eine Fortsetzung (nach einem Jahr Pause) und das ist gut so. Der Höhenrausch ist seit x-Jahren ein Publikumsmagnet und auch diesmal haben sich die Veranstalter und die Stadt Linz wieder etwas Spezielles einfallen lassen. Weiterlesen

Raymond Pettibon „Homo Americanus“

MUSEUM DER MODERNE SALZBURG

Zeigt

RAYMOND PETTIBON  „HOMO AMERICANUS“

raymond-pettibon-no-title-homo-americanus-2015

Raymond Pettibon, No Title (homo americanus), 2015. Pen and ink on paper 26 x 18 15/16 inches (66 x 48.1 cm), Courtesy David Zwirner, New York. © Raymond Pettibon

Ein amerikanischer Künstler zu Gast im Museum der Moderne Salzburg. Wer ist Raymond Pettibon, werden sich die BesucherInnen fragen.

Raymond Pettibon ist Amerikaner und wurde 1957 in Tucson, Arizona geboren und im Alter von fünf Jahren übersiedelte er mit seiner Familie nach Hermosa Beach, einem Vorort von Los Angeles. Studierte Betriebswirtschaft an der University of California in Los Angeles und wechselte sein Studium, wo er 1977 den Grad Bachelor of Fine Arts erreichte.  Raymond Pettibon zeichnete während des Studiums bereits politische Karikaturen. 1978 publizierte er einen umfangreichen Comic Strip „Captive Chains“. Seit 1986 folgten zahlreiche Ausstellungen in Galerien und Institutionen in den USA und Europa. Darüber hinaus beteiligte sich Pettibon 2002 an der documenta 11 und 2007 an der Biennale Venedig.

Die Ausstellung, eine Kooperation mit den Deichtorhallen Hamburg/Sammlung Falckenberg und umfasst mehr als 500 Zeichnungen, dazu Plattenhüllen, Flyer, Fanzines und Filme. „Ziel dieses Projektes ist es, das umfangreiche Werk erstmals zu strukturieren und als einen komplexen Zusammenhang zu zeigen“, erklärt der Gastkurator der Ausstellung Ulrich Loock.

Als ich mir die Arbeiten im Museum der Moderne ansah, war mein erster Gedanke COMIC und doch wieder nicht, die harten Kontraste seiner in der Mehrzahl schwarzweißen Tuschzeichnungen erinnern eher an den Film „noir“. Zu Beginn seiner Karriere hat Pettibon tatsächlich Standbilder von Videobändern abgezeichnet und daher  stellte ich mir die Frage, wie reiht man Pettibon nun wirklich ein? Ich kam zu dem Entschluss, einfach in das Medium ZEICHNUNG, da sich seine grafischen Zeichnungen auf Monochrome Malerei (Tinte auf Papier, Bleistift oder gelegentlich Aquarell) beschränken. Jedoch um wieder auf Comic zu kommen, verdankt Pettibons die Bildsprache dem Formenrepertoire der Comics und Cartoons, aus dem er sich ebenso bedient wie bei William Blake und,  vor allem, aus dem großen Fundus der erzählenden Literatur. Denn das Charakteristische seiner Bilder ist die Verbindung von Bild und Schrift. Die Texte stammen aus seiner eigenen Phantasie oder sind direkte und indirekte Zitate aus Werken der Literatur.

Pettibon schafft ein persönliches Universum mit ein paar wiederkehrenden Themen, Charakteren und Symbole. Seine Arbeiten die teilweise in Abschnitten eingeteilt ist, hat für mich auch den Charakter eines gezeichneten Tagebuches. Eine schier unüberschaubare Fülle von Bildern und Buchstaben bedrängt den Betrachter. Pettibon macht sich so den gesamten Ausstellungsraum zu eigen, der er in ein narratives Labyrinth das sich in seiner persönlichen Obsession verwandelt.

 

Die Ausstellung ist interessant und läuft noch bis 12. Februar 2017.