EINBLICK in meine ARBEITEN

Heute sehen Sie ein paar Arbeiten, die ich zwischen 2018 – 2020 produzierte

Burgfräulein © Christa Linossi 2018
Leben © Christa Linossi 2018
Schattenbild © Christa Linossi 2020

Sheela Gowda

Sheela Gowda
© Thierry Bal

im Lenbachhaus München vom 31. März 2020 – 26. Juli 2020

Dank der digitalen Welt ist es möglich eine Ausstellungseröffnung ohne Publikum – trotz der weltweiten Krise durch das Coronavirus – mit einer digitalen Begrüßung von Eva Huttenlauch der städtischen Galerie im Lenbachhaus zu erleben, .  

Eva Huttenlauch ist Sammlungsleiterin für den Bereich „Kunst nach 1945“ am Lenbachhaus und Kuratorin der Ausstellung „Sheela Gowda. It.. Matters“, die bis 26. Juli 2020 im Lenbachhaus zu sehen ist. Sie hat sich über mehrere Jahre intensiv mit dem Werk von Sheela Gowda auseinandergesetzt. Bei einem Besuch in Bangalore, wo die Künstlerin lebt und arbeitet, ist der Großteil der Ausstellungskonzeption entstanden. Eine Produktion von Fortis Green Film+Medien

Das Lenbachhaus zeigt die erste museale Einzelausstellung der indischen Künstlerin Sheela Gowda. Wer ist diese Künstlerin? Sie wurde 1957 in Bhadravati geboren, sie lebt und arbeitet in Bengaluru/Indien. Die Künstlerin ist weltweit bekannt, man kennt sie von der documenta 12 (diese war die weltweit bedeutendste documenta Ausstellungsreihe für zeitgenössische Kunst), 2008 Biennale de Lyon, 2009 Serpentine Gallery, London 2011 Musée d’Art Contemporain, Lyon und 2011 Centre Georges-Pompidou. 2014 bei der Biennale in São Paulo vielen anderen wichtigen Kunstausstellungen in der Welt.

Das Lenbachhaus München zeigt Sheela Gowda erstmalig als Gesamtshow ihrer Werke in einer historischen Breite, die so noch nie zu sehen war.

Regie, Montage, Produktion: Friedrich Rackwitz und Stephan Vorbrugg Kamera: Friedrich Rackwitz, Daniel Schönauer, Stephan Vorbrugg Musik und Sounddesign: Cornelia Böhm Produktion: Fortis Green Film+Medien
Der Porträtfilm „Shedding Light“ gibt Einblicke in die Arbeits- und Lebenswelt der in Bengaluru, Indien, lebenden Künstlerin Sheela Gowda (*1957) und ihr über 30 Jahre währendes Schaffen. Warum benutzt sie Kuhdung als künstlerisches Material, was bedeutet Menschenhaar in ihrer Kunst? Wie denkt sie über Arbeitsbedingungen und Produktionsmechanismen und welcher Zusammenhang zwischen dem Lokalen und dem Globalen stellt sich durch ihre Werke her?

Arbeitsbedingungen, Produktionskreisläufe, urbane Infrastruktur, traditionelles und modernes Leben sind Themen in Sheela Gowdas Kunst. Sie spürt die Materialien auf, die diese Themen repräsentieren, und setzt sie in Werke mit narrativem und assoziativem Bezug um. Dabei erzählen die Materialien und ihr gestalterischer Einsatz Geschichten, die mit kultisch-spirituellem Gebrauch einerseits und mit dem wirtschaftlich-funktionalen Nutzen ihrer Verwertung anderseits zusammenhängen.

Sheela Gowda
And…, 2007, Ausstellungsansicht / Installation view Lenbachhaus, 2020, Foto / photo: Lenbachhaus, Simone Gänsheimer
© Sheela Gowda

Das Alltagsleben der indischen Mittelschicht, Konflikte von Frauen im Arbeits- wie privaten Leben sowie über die Medien vermittelte Bilder politischer und sozialer Spannungen waren früh Gegenstand ihres gesellschaftskritischen Denkens. Ab 1992 setzte sie Kuhdung als gestalterisches Mittel zunächst für Bilder, dann auch räumlich-installativ ein, bevor sie sich anschließend neuen Materialien zuwendete, wie zum Beispiel Kumkum-Pulver, Kokosfasern, Haare, Nadeln, Fäden oder Steine.

Sheela Gowda
Untitled (Cow dung), 1992-2012, Ausstellungsansicht / Installation view Lenbachhaus, 2020, Foto / photo: Lenbachhaus, Simone Gänsheimer
© Sheela Gowda

Kuhdung als künstlerisches Material? Die im hinduistischen Indien als heilig verehrte Kuh wird von der derzeitigen Regierung als Mittel der Stimmungsmache instrumentalisiert, um einem Hindu-Nationalismus neue Nahrung zu geben, der in den frühen 1990er Jahren die politische Bühne betrat. Gowda verleiht dem allgegenwärtigen Dung von Kühen durch ihren künstlerischen Einsatz neue Brisanz.

Sheela Gowda
What Yet Remains, 2017, Ausstellungsansicht / Installation view Lenbachhaus, 2020, Foto / photo: Lenbachhaus, Simone Gänsheimer
© Sheela Gowda

Die Ausstellung findet in Verbindung mit dem Maria-Lassnig-Preiss statt, der 2019 an Sheela Gowda verliehen wurde.

Zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch mit einer Bildauswahl von Sheela Gowda sowie Texten von Eva Huttenlauch und Janaki Nair (deutsch/englisch) im Steidl Verlag.

https://www.lenbachhaus.de/

Wenn die Corona-Krise wieder vorbei ist – man kann nur hoffen, dass es nicht mehr allzu lange andauert, dann freue ich mich, die Ausstellung live vor Ort zu sehen.

Fundus in meinem Atelier

Nachdem ich jetzt über sehr viel Zeit verfüge, habe ich mein Atelier wieder etwas auf Vordermann gebracht und siehe da, ich fand einige Aktstudien von mir, die ich jetzt einfach zur Schau stelle.

Aktstudie © Christa Linossi  2012
Aktstudie © Christa Linossi  2012

ALBERTINA MODERN

Robert Klemmer Laufender Klemmer, 1969 Öl-Eitempera-Mischtechnik auf Leinwand ALBERTINA, Wien © Estate Robert Klemmer

THE BEGINNING.Kunst in Österreich 1945 bis 1980

Am 12. März 2020 hätte die ALBERTINA MODERN, Wien neues Museum für moderne Kunst eröffnet werden sollen. Aufgrund des CORONAVIRUS musste die Eröffnung abgesagt werden. Jedoch „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“.

Hans Peter Haselsteiner, die Familie Essl und Klaus Albrecht Schröder kamen überein, nach der Zusammenführung mit der Sammlung Essl und den Sammlungen der Gegenwartskunst der ALBERTINA, ein eigenes Museum für moderne Kunst unter der Führung der ALBERTINA zu gründen.

Albertina Modern – Frontansicht, © Rupert Steiner

Worum geht es bei diesem Museum konkret? Konkret geht es hier um das Künstlerhaus am Karlsplatz, welches 1865 errichtet und als Ausstellungshaus etabliert. Zudem wurde das 150 Jahre alte Ausstellungsgebäude nach den museologischen Vorgaben der ALBERTINA in Bezug auf Sicherheit, Beleuchtung und Klimatechnik modernisiert und baulich sowohl im Untergeschoß wie im Obergeschoß erweitert. Im Zuge der Sanierung des Künstlerhauses erfolgten zwei räumliche Erweiterungen. Sie betreffen einerseits die Überdachung des als „Staber-Loch“ bezeichneten Freiraumes neben dem U-Bahn-Abgang. Der nunmehr im ersten Untergeschoß gelegene Raum wird in Verbindung mit zuletzt ungenützten Kellerräumen als Ausstellungsraum von der ALBERTINA MODERN bespielt. Dank des Mäzenatentums von Hans Peter Haselsteiner erstrahlt nun das geschichtsträchtige Gebäude wieder in neuem Glanz.

Prunkstiege von unten, © Robert Bodnar

Nun ist es soweit, in dieses geschichtsträchtige Gebäude zieht die ALBERTINA MODERN ein, bzw. ist schon eingezogen. ALBERTINA MODERNA für moderne Kunst, als zweiter Standort der ALBERTINA. Dieses Museum, beherbergt über 60.000 Werke von 5.000 Künstlerinnen und Künstlern und wird eines zu den großen Museen für die Kunst der Gegenwart zählen. Eröffnet wird die ALBERTINA MODERN mit der Ausstellung THE BEGINNING, Kunst in Wien 1945 bis 1980: es ist die erste Epochenübersicht über die österreichische Kunst in den wichtigen drei Jahrzehnten nach 1945. Die Ausstellung fokussiert damit die für die internationale Gegenwartskunst prägende Epoche bis 1979 und präsentiert die wichtigsten Positionen österreichischer Kunst an der Schwelle zur Postmoderne – vom Wiener Phantastischen Realismus über die frühe Abstraktion, den Wiener Aktionismus, die kinetische und konkrete Kunst sowie die österreichische Spielvariante der Popart bis zu dem für Wien so kennzeichnenden gesellschaftskritischen Realismus.

Günter Brus Selbstbemalung II, 1965 S/W-Fotografien von Ludwig Hoffenreich aus einer 20-teiligen Serie ALBERTINA, Wien – The ESSL Collection © Günter Brus

Inv. Nr. 1548; Essl Museum; Künstler: Friedensreich Hundertwasser, Titel: Sonne für die, die auf dem Lande weinen / Du soleil pour ceux qui pleurent en campagne (313); Eitempera, Wasserfarbe, Öl und Sand in Öl auf Japanese preparation (Papierstücke zusammengeklebt); befestigt auf Holzrahmen), 1957/1959, HoR 119 cm, BoR 92 cm, Repro: Mischa Nawrata

Es wird spannend, aber leider müssen wir uns noch etwas gedulden, noch hat das Coronavirus die Überhand über unsere Gesellschaft.

https://www.albertina.at/ausstellungen/albertina-modern-the-beginning-kunst-in-oesterreich-1945-bis-1980/

Ein Virus verändert die Welt!

Ein Virus schafft es, die Welt zu verändern. Weltweite Corona-Angst! Österreich setzte drastische Maßnahmen und fuhr die Wirtschaft bis auf ein Minimum herab.

Stille kam übers Land / Foto: © Christa Linossi

Europa und der Rest der Welt im Ausnahmezustand und im Stillstand! Ich würde es als Entschleunigung bezeichnen. In Vergangenheit wurde sehr viel über Entschleunigung gesprochen, jetzt findet Entschleunigung statt. COVID-19 machte es möglich. (Coronavirus-Virionen sind kugelförmig mit Durchmessern von ungefähr 125 nm)

Auch Europas Kunst wurde stillgelegt. In den letzten Tagen erhielt ich laufend Infos von Museen, Galerien und Kulturveranstaltungen (In- und Ausland) wegen Coronavirus geschlossen.

Auch die Kulturhauptstädte Galway und Rijeka (https://rijeka2020.eu/en/) haben alle Veranstaltungen geschlossen, aber man hat die Möglichkeit wie zum Beispiel in Galway Galway 2020 Kulturhauptstadt Europas präsentiert  https://galway2020.ie/en/projects/savage-beauty/  jetzt als Online – Kunsterlebnis von finnischen Lichtkünstler Kari Kola erstellt. Das Kunstwerk verwandelt Irlands Connemara-Berge mit Farbe und Licht in das größte ortsspezifische Lichtkunstwerk, das jemals geschaffen wurde.

Auch die Osterfestspiele in Salzburg mussten abgesagt werden und noch viele andere Kulturelle Veranstaltungen in Stadt und Land Salzburg und auch im übrigen Österreich.

Während dessen dachte ich, dass das Jahr 2020 (die Zahl klingt so positiv) ein sehr positives und erfolgreiches Jahr wird. Leider begann es schon mit Negativschlagzeilen mit dem Coronavirus in China und im asiatischen Raum wo X-Tausende betroffen waren und sind, dann vor Europas Toren wieder eine Flüchtlingswelle, Klimaschutz usw. und dann schwappte auch der Coronavirus nach Europa. COVID-19 hat alles in den Schatten gestellt, es geht jetzt weltweit um die Gesundheit der Menschheit.

Vielleicht hat dieser Virus auch etwas Positives und die Menschheit besinnt sich wieder verstärkt auf innere Werte.

„Positiv in die Zukunft schauen“ Foto: gestaltet von © Christa Linossi

Kunst war immer schon der FINGERZEIG in unserer Gesellschaft.

Denken Sie Positiv und bleiben Sie Gesund.

KUNST kann trotz COVID 19 im Netz präsent sein

Es handelt sich hier um Arbeiten, die 2017 entstanden sind und die Arbeiten zu unserem IST Zustand nach wie vor als aktuell eingereiht werden können.

QUARANTÄNE eine Arbeit aus dem Jahr 2017 © Christa Linossi
VERÄNDERUNGEN/ TRANSFORMATION eine Arbeit aus dem Jahr 2017 © Christa Linossi
BLICK IN DIE ZUKUNFT? / VIEW IN THE FUTURE ? eine Arbeit aus dem Jahr 2017 © Christa Linossi

Corona der Virus, der weltweit für Probleme sorgt!

Aktuellste Arbeit von © Christa Linossi 2020
zum Thema „Coronavirus“

Michael Horowitz in der ALBERTINA bis 13. APRIL 2020

In der ALBERTINA wird in einer monografischen Ausstellung erstmals Arbeiten von Michael Horowitz gezeigt. Es ist eine Auswahl aus seiner Schaffensphase.

Michael Horowitz: Mick Jagger, 1967
Hahnemühle Fine Art Baryta Print (Besitz des Künstlers © Michael Horowitz)

Wer ist Michael Horowitz? Seine Vorfahren stammten aus Galizien, sie flüchteten nicht in Richtung Westen, sondern nach Osten und überlebten in Shanghai den Zweiten Weltkrieg. Der Vater von Michael Horowitz, Oscar, wurde nach seiner Rückkehr aus der Emigration und seinem Einsatz in der französischen Fremdenlegion ein bekannter österreichischer Theaterfotograf und legte somit den Grundstein für die Begeisterung seines Sohnes zu dieser Kunstform.  Oscar Horowitz schätzte man sehr in Wien für seine Fotos aus den Wiener Theatern.

So ist es naheliegend, dass sein Sohn auch Fotograf wurde. Wie heißt es so schön: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“.

Michael Horowitz ist ein Wiener Journalist, Fotograf, Verleger und Autor (geb. 1950). Bereits ab 1966 während seiner Schulzeit ist er als Fotograf tätig. Horowitz schrieb mehr als 20 Bücher, darunter Biografien über H.C. Artmann, Otto Schenk und Helmut Qualtinger, um einige zu nennen.

Michael Horowitz: Fatty George, Al Fats Edwards, Helmut Qualtinger, 1977
Hahnemühle Fine Art Baryta Print (Besitz des Künstlers © Michael Horowitz)

Mit Franz Prassl – ebenfalls Journalist – war er in Folge als Pressefotograf rund um die Welt tätig. 2014 erhielt er die „Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold“. Bekannt wurde er im speziellen durch die Gründung des Kurier Magazin „Freizeit“, dessen Chefredakteur er von 1989 bis 1994 war. Des Weiteren gründete er den Gourmet-Guide „Tafelspitz“.

Nun zu seinen Arbeiten in der ALBERTINA, es handelt sich hier um eine monografische Ausstellung. Schwerpunkt dieser Ausstellung sind Fotografien aus dem Wiener Kulturleben, zu dessen Protagonisten Horowitz in enger Beziehung stand. Er fertigte auch bis Ende der 1980er Jahre zahlreiche Reportagen und Porträts bekannter Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben an.

Michael Horowitz: Friederike Mayröcker, 2019
Hahnemühle Fine Art Baryta Print (Besitz des Künstlers © Michael Horowitz)

Wie seine einzigartigen Aufnahmen der Wiener Kunstszene eindrucksvoll belegen, hat Michael Horowitz ein besonderes Talent, Vertrauen aufzubauen und so entstanden umfangreiche Serien in Zusammenarbeit mit Helmut Qualtinger,(https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Helmut_Qualtinger) mit dem er gemeinsam im Wiener Gemeindebau, aufgewachsen ist. 1969 dokumentiert er bereits als 18-jähriger in New York das Leben und Werk der österreichischen Pop-Art-Ikone Kiki Kogelnik (https://www.galerie-albertina.at/kuenstler/13641/kiki-kogelnik/) .

Michael Horowitz: Kiki Kogelnik, 1969
Hahnemühle Fine Art Baryta Print (Besitz des Künstlers © Michael Horowitz)

Die Aufnahmen zeichnen sich durch Horowitz Einfühlungsvermögen, seine Sichtweise und seine klare Bildsprache und den Blick für ausdrucksstarke Momente aus. Seine Fotos von Künstlern wie Thomas Bernhard, Oskar Werner, Sir Petr Ustinov oder Andy Warhol werden europaweit in Büchern und Magazinen veröffentlicht. 

Einen zweiten Schwerpunkt bilden die Fotografien, die Michael Horowitz auf den Straßen Wiens oder im Auftrag von Magazinen anfertigt. Sie zeigen die Bestrebungen unterschiedlichster Akteure, die Enge der Nachkriegsgesellschaft aufzusprengen und hinter sich zu lassen. Die Aufnahmen bieten einen Eindruck der Aufbruchsstimmung, die zu dieser Zeit in Wien herrscht und einen Wandel hin zu einer weltoffeneren Stadt mit sich bringt. 

Michael Horowitz beobachtet die Dargestellten genau und hält sie mit großer Empathie und einem Gespür für ausdrucksstarke Momente in einer klaren Bildsprache fest. Die so entstandenen Fotografien zweier Dekaden liefern ein Bild berühmter Menschen, die auch heute noch mit Österreich in Verbindung gebracht werden.

Horowitz hat den Blick, das Objekt im richtigen Augenblick einzufangen und auf den Auslöser zu drücken. Viele Personen, die vor seiner Linse gelandet sind, leben nicht mehr.

Michael Horowitz: Thomas Bernhard, 1972
Hahnemühle Fine Art Baryta Print (Besitz des Künstlers © Michael Horowitz)

Für Michael Horowitz ist es eine große Ehre schon in der ALBERTINA ausgestellt zu werden. Ein Freund von ihm meinte: „Es kann doch nicht sein, dass du in der ALBERTINA schon ausgestellt wirst?“ Bemerkung: normal werden hier zum Großteil nur mehr Gemälde von bereits verstorbenen großen Künstlern gezeigt.

Gezeigt werden zu folgenden Saaltexten die dazugehörigen Fotos bzw. Arbeiten von Michael Horowitz:

Proteste nach dem Kirchweger-Attentat

Kiki Kogelnik in New York

Die Muehl-Kommune

Die Gugginger Künstler

Andy Warhol in Wien

Eine Ausstellung, die es sich lohnt sich anzusehen.

https://www.albertina.at/ausstellungen/michael-horowitz/

Kunst-Gschichtln…im Schnee

Kunst-Gschichtln… neue Fotoarbeit 2020 © Christa Linossi

„Die frühe Radierung von Dürer bis Bruegel“

bis 10. Mai 2020 in der Albertina in Wien

In der Albertina in Wien läuft die Ausstellung „Die frühe Radierung von Dürer bis Bruegel“.

Gezeigt werden 100 Exponaten in der Ausstellung die einen Einblick in die Frühzeit dieser faszinierenden Technik geben. Es werden nicht nur berühmte Werke gezeigt, sondern der Besucher bekommt auch einen Einblick auf die ganze Bandbreite der Radierung und die Experimentierfreudigkeit seiner Meister. Geätzte Rüstungsobjekte, Zeichnungen und Druckplatten machen die Raffinesse dieses Druckverfahrens anschaulich. Ein Einblick in die Frühzeit dieses Mediums, das die gesamte Kunstwelt revolutionierte.

Daniel Hopfer „Tod und Teufel überraschen zwei Frauen“, ca. 1510–1515
Radierung © The-Metropolitan-Museum of Art, New York

Hopfers Werk „Tod und Teufel überraschen zwei Frauen“, hat den Touch eines Tatortes. Was hat der Tod und der Teufel vor? Eine Dame hochschwanger und die linke Dame hält ein Gefäß in der Hand. Etwas verbotenes? Eine makabrere Szene, aber in der Zeit des 16.Jhd. vielleicht nichts Ungewöhnliches, da die Sterberaten hoch waren. Hopfers Druckgrafiken waren sehr beliebt.

Daniel Hopfer war Mitglied der Schmiedezunft und eröffnete eine Werkstatt für Waffenätzungen. Angeblich gibt es jedoch nur zwei Ätzarbeiten, die nachweislich von Daniel Hopfer stammen und signiert wurden. Es handelt sich um ein Schwert, das sich im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg befindet. Ein Turnierschild in der Armeria Real in Madrid.

Hopfer setzte diese Grundlagen der Technik, die sich in den Werkstätten von Waffenätzern entwickelte, nicht nur für Waffen- und Rüstungszier ein, sondern er begann damit auch das Anfertigen von Druckgrafikvorlagen. Diese eisernen Druckplatten waren länger verwendbar als die kupfernen. Hopfer war der Erfinder der Ätzradierung.

Unter den Pionieren des neuen Mediums sind einige der größten Künstler der Renaissance wie Albrecht Dürer, Parmigianino und Pieter Bruegel der Ältere.

Was bedeutet Radierung und was ist Radierung? Radierung (von lateinisch radere „kratzen, wegnehmen, entfernen“) bezeichnet ein grafisches Tiefdruckverfahren der künstlerischen Druckgrafik. Die Radierung ist eine Form des Tiefdrucks, die prinzipiell in zwei verschiedenen Techniken zur Anwendung kommt. Die Techniken der Kaltnadel- und Strichradierung umfassen noch viele Varianten, die insbesondere bei der Ausführung flächiger Farbaufträge zur Anwendung kommen.

Albrecht Altdorfer, Die kleine Fichte, ca. 1520–1522 Radierung, ALBERTINA, Wien © ALBERTINA

Albrecht Altdorfer, um 1480 geboren vermutlich in Regensburg (genaue Aufzeichnungen sind nicht bekannt). Er war der Hauptmeister der „Donauschule“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Donauschule) an der Schwelle von der Gotik zur Renaissance. Er war ein Deutscher Maler, Kupferstecher, Holzschneider und Baumeister.

Als Albrecht Dürer um ca. 1520 die Technik der Radierung bereits wieder aufgegeben hatte, begann mit Albrecht Altdorfer (um 1485-1538) eine neue Generation von Künstlern in der Radierung zu arbeiten. In den Niederlanden hat man zu diesem Zeitpunkt bereits zu Kupferplatten gegriffen, die deutschen Radierer hielten jedoch an der Verwendung von Eisenplatten fest.

Es gelang ihnen jedoch, die Möglichkeiten der Radierung motivisch, stilistisch und technisch noch intensiver auszuschöpfen. So führte Altdorfer etwa mit der Landschaftsdarstellung ein neues Thema in die Druckgrafik ein – eine Gattung, die in ganz Europa eine enorme Nachfolge fand.

Altdorfers Radierung „Die kleine Fichte“ ein Meisterwerk der Radierung? Betrachtet man die Fichte etwas näher, sieht man eine alte verwitterte, aber keinesfalls kleine Fichte. Auf der rechten Seite, hängt auf einem Ast, ein kleines Bild. Handelt es sich hier um ein Heiligenbild? Altdorfer war bekannt für Heiligenbilder, aber in diesem Werk ging es ihm nicht um das Sichtbare, sondern einfach das Einfangen einer Stimmung.

Juste de Juste Menschenpyramide, ca. 1545 Radierung,   ALBERTINA, Wien © ALBERTINA, Wien

Juste de Juste (*1505) war ein französisch-italienischer Bildhauer, Grafiker in Radierung. Er war ein Mitglied der Betti-Bildhauerfamilie aus der Nähe von Florenz, die in Frankreich als Juste-Familie (wanderten nach Frankreich aus) bekannt wurden.

Justes größere Serien von Radierungen sind die „Menschenpyramide“, insgesamt sind es siebzehn Radierungen nackter oder écorché (enthäuteter) männlicher Figuren. Siehe o.a. Bild: alle Figuren sind in einer Kletterposition, sind muskulös und ihre Gesichtsausdrücke zeigen verängstigte Grimassen. Die Körper und deren Muskulatur ist so exponiert, dass es den Anschein hat, als seien sie enthäutet.

Lucas van Leyden Maximilian I., 1520 Radierung und Kupferstich , ALBERTINA, Wien © ALBERTINA, Wien

Lucas von Leyden (* Ende Mai/Anfang Juni 1494 in Leiden) war ein niederländischer Maler und Kupferstecher der Renaissance. Die Beschäftigung mit der Radierung war nur ein kurzes Intermezzo.

In den Niederlanden wurde erstmals Kupfer als Material für Radierplatten verwendet. Kupfer ist für Rost und Korrosion weniger anfällig als Eisen. Der erste Künstler überhaupt, der in Kupfer radierte, war Lucas van Leyden.

Die Darstellung des Heiligen Römischen Kaisers Maximilian I., entstanden zum Gedenken an seinen Tod im Jahr 1519, gilt als technisch innovativstes Werk von Lucas van Leyden. Es zeigt, wie zum ersten Mal in Europa ein Künstler die Techniken des Ätzens und Gravierens kombinierte. Der Künstler gravierte Maximilians Gesicht mit sehr feinen, scharfen Linien, aber die weniger starren und etwas lebhafteren Striche im Rest der Komposition wurden geätzt.

Die Ausstellung in der ALBERTINA widmet sich der Radierung von ihren Anfängen in der Dürerzeit bis in die Epoche Bruegels, als in Deutschland, den Niederlanden, Italien und Frankreich mit dieser Technik experimentiert wurde. Geätzte Rüstungsobjekte, Zeichnungen und Druckplatten machen die Raffinesse dieses Druckverfahrens anschaulich.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Metropolitan Museum in New York

Wer sich mit Grafik und deren Techniken gerne befasst, ist die Ausstellung fast ein MUSS.

https://www.albertina.at/ausstellungen/die-fruehe-radierung-von-duerer-bis-bruegel/